Wo erhalten Angehörige Hilfe bei Burnout?

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Antwort von Klaus Steuding
Geschäftsführer 10minutes AG, Mettmann

Die Auswirkungen eines sich anbahnenden Burnout stellen die Beziehungen zu Angehörigen, Freunden und Partnern oft auf eine harte Bewährungsprobe. Doch wer sich hier frühzeitig über die einzelnen Entwicklungsschritte und ihre Begleiterscheinungen informiert, kann wirklich unterstützend auf den Anderen einwirken anstatt sich selbst gekränkt und mit Vorhaltungen zurückzuziehen.

Auch hier kann ein vertrauensvolles Gespräch mit einem geschulten Coach wertvolle Anregungen und Lösungsansätze liefern.

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Antwort von Detlef Gumze
Geschäftsführer Gumze Leadership UG, Tutzing
Schwierige Frage, denn das ist wie bei vielen (Sucht-)Erkrankungen auch: man ist angewiesen auf Eigeninitiative. Der Arzt ist nur begrenzt geeignet, solange der „Patient“ nicht einwilligt. Hilfreich sind wieder die Burnout Berater und qualifizierte Coaches bzw. Soziale Dienste (Kirche, Seelsorge usw.). Auch gibt es inzwischen eine Reihe von Selbsthilfegruppen zum Thema Burnout. Oft hilft schon die Möglichkeit, mit anderen Betroffenen offen sprechen zu können. Die Auswirkungen eines Burnout sind gravierend und belasten die gesamte Familie zum Teil schwer. Suchen Sie über die Online Portale nach geeigneten Helfern in ihrer Nähe. Ohne die Unterstützung der Familie ist ein Burnout nur schwer zu bewältigen – und dazu muss die Familie selbst bestmöglich beraten und unterstützt werden!
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Antwort von Dr. Dagmar Ruhwandl
Ärztin, Lehrbeauftragte der TU München Erfolgreich ohne auszubrennen, München

Es gibt leider wenige Anlaufstellen für Angehörige von Burnout-Betroffenen. In größeren Städten ist es möglich, sich an Selbsthilfezentren zu wenden. In meine Praxis kommen nicht selten Angehörige, um sich selbst beraten zu lassen, da sie nciht mehr weiter wissen. Dies ist für den Burnout-Betroffenen indirekt oft eine Hilfe, da Sie als Angehöriger damit signalisieren: Ich hole mir Hilfe, und damit geht es mir besser. Das bringt den Betroffenen nicht selten dazu, selbst über seinen Schatten zu springen.

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