Bezahlt die Krankenkasse die Behandlung von Burnout?

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Antworten:

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Antwort von Frank Dietrich
Inhaber 10minutes AG, Berlin

Burnout ist ein depressives Syndrom und bei dessen Feststellung besteht auch ein Leistungsfall, somit eine Behandlungsbedürftigkeit. Die Grundsatzfrage liegt in der Belegbarkeit des Krankheitsbildes.

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Antwort von Detlef Gumze
Geschäftsführer Gumze Leadership UG, Tutzing
Die ärztliche Diagnose Burnout geht in der Regel einher mit der IDC Ziffer für (schwere) Depression. Da dies eine Krankheit gemäß unseres Gesundheitswesens ist, zahlen die Krankenkassen in diesen Fällen auch ganz bestimmte Behandlungen und Klinikaufenthalte. Da dies nicht einheitlich geregelt ist, hängt die mögliche Zahlung von der Kasse und dem verschreibenden Arzt ab. Sie sollten sich direkt bei ihrer Krankenkasse erkundigen – sicherheitshalber erst mal anonym! Präventive Maßnahmen werden jedoch bis auf wenige Ausnahmen nicht von der Kasse übernommen. Auch sind viele Kuren oder spezielle Burnout Kliniken nur für Selbstzahler verfügbar. Daher ist eine Beratung mit einem Burnout Berater über die Finanzen äußerst empfehlenswert.
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Antwort von Dr. Dagmar Ruhwandl
Ärztin, Lehrbeauftragte der TU München Erfolgreich ohne auszubrennen, München

Burnout ist nach der internationalen Klassifikation der Krankheiten keine Diagnose, sondern nur aufgeführt als "Grund, das Gesundheitssystem in Anspruch zu nehmen". Die Behandlung wird aber trotzdem von der Krankenversicherung übernommen, es wird lediglich eine andere Hauptdiagnose gestellt.

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Antwort von Dr. Wolfgang Seifert
Arzt, Psychotherapie (VT), Burnout-Experte SeifertCoaching, Berlin

Nein. Burnout ist keine geeignete Diagnose. Krankenkasse bezahlt aber im Rahmen einer Psychotherapie andere Diagnosen, die mit Burnout vergesellschaftet sind. z.B. Depression, Anpassungsstörung, Angst etc.

Seit April 2017 werden im Rahmen der Reform der Psychotherapierichtlinien auch sog. Sprechstunden und Akutbehandlungen möglich, die unspezifische Hilfestellung geben.

Wichtig: Burnout ist keine Störung für in der Arbeitswelt unerfahrene Psychotherapeuten.



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