Wie wirkt sich Leistungsdruck auf den Unternehmenserfolg aus?

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Antworten:

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Antwort von Thomas Schmischke .
GS-Leiter und Prozessberater und Berater Cpro INDUSTRY Projects@Solutions GmbH Backnang

Das Mass mach das Gift. Heißt: ein gewisser Druck oder vielleicht besser: ein Leistungsbewußtsein kann sicher vorteilhaft sein- in Abhängigkeit davon, wie er in der Firmenkultur/den Werten verankert ist. 

Ein hoher Leistungsdruck ist, wenn überhaupt, nur für kurze Zeit sinnvoll. Längerfristig laugt es Mitarbeiter aus, führt zu Demotivation und ggfs, Kündigung.

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Antwort von Mark Thiel .
Geschäftsführer führungs-kräfte.net Bochum

Von 2017 bis 2017 haben sich die Krankheitsausfälle in deutschen Institutionen verzehnfacht. Innerhalb dieser Verzehnfachung haben sich die psychischen Erkrankungen in diesem Zeitraum verdreifacht.

Wenn Unternehmen sinnvolle Produkte und Dienstleitungen an den Markt bringen und Menschen einstellen, die mit Begeisterung mitarbeiten wollen, dann braucht es keinen Leistungsdruck, dann ist der Mitarbeiter intrinsisch motiviert.

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Antwort von Heinrich Hess .
Geschäftsführer HGH Innovation GmbH München

Kann sich in Ernstfällen bei Gefahr für das Unternehmen durchaus positiv auswirken. Wichtig dabei ist, wie die Lage kommuniziert wird und dass die Ziele für jeden einzelnen Mitarbeiter zwar sehr hoch sind aber erreichbar bleiben. Ich habe das Mittel als Berater bei Tunarounds schon öfters sehr erfolgreich eingesetzt. 

Die Motivation war überwältigend. Ein Team, das zusammen durch eine schwierige und harte Zeit geht, wird zusammengeschweisst. Psychische Probleme bei Mitarbeitern habe ich in solchen Fällen noch niemals erlebt. Ganz im Gegenteil: wachsen an den Herausforderungen ist das Motto.

 

 

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Antwort von Silka Strauss .
Eigner STRAUSS MEDIATION München

Die Antwort ist: Schlecht! Der Umsatz fällt.

Kaum ein Mensch kann gut unter äußerem Leistungsdruck und mit der Folge Stress arbeiten. Es blokiert das Denken. Der Geist kommt dann auch nachts nicht zur Ruhe und das bedeutet weitere Anspannungen bis zu  Konzentrationsstörungen. Ständige Überbelastung kann zu Krankheiten führen. In manchen Fällen wird der Arbeitnehmer arbeitsunfähig.

Der Mitarbeiter fühlt sich ständig beobachtet und beurteilt. Die Folge ist Angst und Demotivation.

Stress ist ansteckend. Er setzt sich schleichend im Unternehmen fort.

Wir wissen, dass eine gute Atmosphäre in zwischenmenschlichen Beziehungen entscheidend ist. Freude an der Arbeit fördert die Kreativität. Ein Unternehmen der Zukunft hat glückliche Mitarbeiter.

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Antwort von Dr. Zarmina Penner .
Inhaber Wiesbaden

Leistungsdruck ist ein Wort, das Negatives impliziert. Die meisten Menschen sind motiviert und wollen leisten, Ziele im überschaubaren Zeitraum erreichen und sich selbst immer wieder übertreffen. Das ist Erfüllung, Selbstverwirklichung, motiviert enorm und führt zur inneren Zufriedenheit und zu einer starken Bindung mit dem jeweiligen Unternehmen. In einem geordneten vertrauensvollen und wertschätzenden Unternehmenskontext wird viel im knappen Zeitraum geleistet (sense of urgency), ohne einen "Leistungsdruck" zu spüren. In einem ungünstigeren Unternehmenskontext kommt der sogenannte "Leistungsdruck" auf, oft gepaart mit Konfusion, Rivalität, unklaren Zielen, Unzufriedenheit etc. Das wirkt sich negativ auf den Unternehmenserfolg aus. Fazit: Es kommt auf den Unternehmenskontext an und auf die Halitung der Führungskräfte gegenüber den Mitarbeitern.

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Antwort von Ulrich Kämper .
Geschäftsführender Gesellschafter Gau-Algesheim

Wenn Leistungsdruck richtig dosiert wird, ist die Wirkung auf den Unternehmenserfolg positiv. Wenn Leistungsdruck permanent ausgeübt wird, verkehrt sich das Ergebnis ins Gegenteil. Die Wirkung ist positiv, wenn ein bestimmtes Ziel innerhalb eines begrenzten Zeitrahmens erreicht werden soll, z.B. Vorbereitung eines Messeauftritts oder ein Kundenprojekt mit strenger Deadline.Wenn dagegen eine kreative Phase erforderlich ist, wirkt Leistungsdruck eher kontraproduktiv.

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Antwort von Alexander E. Schröpfer .
AKQUISEscout - Akquise-Experte für mehr Umsatz und neue Kunden durch Akquisition, Marketing und Coa AKQUISEscout - Mehr Umsatz und neue Kunden durch Akquisition, Marketing und Coaching Sachrang

Druck erzeugt Gegendruck

Zitat von Robert Bosch: Ich zahle nicht gute Löhneweil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.

 

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Antwort von Martina Haas .
Inhaber Martina Haas Speaking | Networking | Innovation Berlin

Das kommt sehr darauf an. Ist der Druck permanent oder in Phasen vorhanden? Irgendwann ist alles ausgereizt und kein Druck der Welt wird zu etwas Positivem führen.

Bisweilen wirkt Leistungsdruck beflügend, setzt ungeahnte Energien frei und treibt Menschen zu Höchstleistungen an. Überflüssiges wird weggelassen, Entscheidungen werden schneller getroffen. Trödelnde Mitarbeiter legen endlich eien Zahn zu.

Leistungsdruck kann jedoch auch lähmen. Das hängt auch von der Mentalität des Einzelnen ab.

Wie es letztlich ausgeht, hängt von der Unternehmenskultur und den Rahmenbedingungen ab  und ob Erfordernisse so kommuniziert werden, dass sie von Mitarbeitern nachvollzogen und  akzeptiert werden können.

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Antwort von Helmut König .
Inhaber KÖNIGSKONZEPT Münzenberg

Was für eine seltsame Frage. Es kommt auf den Druck an. In der richtigen Dosierung wirkt er stimulierend, ohne Druck passiert wenig und zuviel davon macht Menschen kaputt. Zuviel kann kurzfristig ein Unternehmen nach vorn bringen, langfristig wird es ihm schaden. Leistungsdruck bei Sportlern ist ein guter Vergleich dazu.

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Antwort von Andreas Barthel .
Director connexxa Services Europe Ltd. Frankfurt am Main

Das kommt darauf an - wird der druck zu groß - sind Fehlentwicklungen vorprogrammiert. Ist kein Druck da - nehmen sich alle Beteiligten (inkl. Geschäftsleitung) viel zu viel Zeit ohne dass das Ergebnis besser wird

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Antwort von Erich R. Unkrig .
Inhaber ILOS® Institut für lernfähige Organisationen und Systeme Krefeld

Leider hat „Leistungsdruck“ einen negativen Touch. Zufällig ausgewählte Zitate zeigen das recht deutlich:

  • „Leistungsdruck vernichtet den Unternehmenserfolg.“ (Daniel Hunold)
  • „Zunehmender Leistungsdruck und ständige Veränderungsprozesse zerren an den Nerven und führen zu konfliktfördernden Verhaltensweisen.“ (HR Performance)
  • „Ungelöste Konflikte schaden dem Unternehmenserfolg.“ (BildungsSpiegel)
  • „Das Empfinden von Leistungsdruck ist oftmals ein Ausdruck fehlender Anerkennung.“ (Svenja Hofert)

Und wird auch gerne verwendet, um als Rechtfertigung für eigene „Ausweichmanöver“ zu dienen. Leistungsdruck ist „sowohl als auch“ – negativ, wenn es Überforderung (erfahrungsgemäß ist dafür der Mitarbeitende m/w (mit-)verantwortlich, wenn er/sie diese Überforderung nicht zu Thema macht)

  • zu viel Arbeitsverdichtung
  • zu wenig Ressourcen
  • zu wenig Kompetenz und/oder Erfahrung für die Aufgabe
  • kein Sinn und Zweck der Arbeit erkennbar

ist - positiv, wenn er eine Herausforderung ist, die inspiriert, motiviert und anspornt. Letzteres ist ein Erfolgsfaktor, der einen nachhaltigen und längerfristigen Einfluss auf den eigenen Erfolg wie den des Unternehmens hat bzw. als erfolgsfördernd angesehen wird.

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Antwort von Klaas Kramer .
Selbständiger Unternehmergarten Schöneiche Schöneiche bei Berlin

Aus meiner Sicht per se negativ.

Von Druck halte ich in keinerlei Lebensbereichen etwas, er erzeugt Stress, Gegendruck oder Flucht (z.B. in Form von Übersprungshandlungen).

Ich bin ein großer Freund von Sog.

Mir sind natürlich auch die gegenteiligen Meinungen bekannt, z.B. die Philosophie vom Eu-Stress.

Bei Lichte betrachtet, handelt es sich dabei aber nicht um Druck, sondern Ermunterungen, das zu tun, wonach ein hoher Sog (z.B. inspirierende Ziele, eine herzergreifende Vision) besteht.

Druck ist Kampf gegen etwas und dabei werden Kräfte aufgerieben (geradezu verschwendet), die für etwas Positives viel produktiver aufgewendet werden könnten.

Natürlich ist mir bekannt, dass im unternehmerischen Alltag auch Druck mit Erfolg angewandt wird: im Marketing, in der Mitarbeiterführung. Das ist nach meiner Überzeugung immer nur eine kurzfristige auf Manipulation basierende Übung. Menschen werden zu etwas veranlasst, was sie aus eigener Überzeugung oder Motivation heraus nicht tun würden.

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Antwort von Dr. Dietrich Legat .
Managing Partner Delta Institute - Dieter Legat E.U. Plan les Ouates

Negativ, wenn damit Druck durch Management gemeint ist.

Dieser resultiert in emotionaler Krankheit des Unternehmens. Es gibt mehrere eindeutige Studien, die zeigen, dass dadurch der Unternehmenserfolg zurück geht (siehe Towers Perrin Berichte)

In einem emotional gesunden Unternehmen bestimmen Mitarbeiter selbst ihren "Leistungsdruck" .. also ihren Beitrag.

 

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Antwort von Frank Eckhoff .
Founder & CEO Frank Eckhoff Berlin

Meine Erfahrung sagt mir: Druck ist ein suboptimaler Weg. Denn Druck erzeugt Gegendruck und Leid. Die Resultate im Personalmanagement sind in verschiedenen Kennzahlen wie z.B. Mitarbeiterfluktuation oder -zufriedenheit, Engagement-Index, Gesundheits-Index oder der Umsatz- und Ertragsentwicklung ablesbar.

Natürlich bewegt sich jedes Unternehmen auch in einem Markt- und Wettbewerbsumfeld. Meine Empfehlung für Unternehmen die sich als Qualitätsführer positionieren ist eindeutig: Partizipation & Wertschätzung ist ein optimaler Weg. Denn dann finden die Führungskräfte die passenden Herausforderungen für Ihre qualifizierten Mitarbeiter. Im FLOW leisten Mitarbeiter herausragendes und die Führungskräfte sind ebenfalls entspannter.

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Antwort von Prof. Dr. Peter Winkelmann .
Leiter Studienschwerpunkt Marketing und Vertrieb InVIS GmbH Geisenhausen

Gegenfrage: Wie wirkt sich Leistungsdruck beim Spitzensport aus?

Die Risiken:

1. Leistungsdruck, der nicht zu Eustress (positive Energie) sondern zu Distress (negative Energie) führt. Dann gehen Menschen in Abwehrhaltung.

2. Immer gleicher Druck führt irgendwann zu Gegendruck.

Der Fragesteller mag mal bei sich selbst schauen, wie er mit Leistungsdruck fertig wird. Es gibt unterschiedliche Menschentypen: die, die beständig dem Druck ausweichen, die, die ohne Druck sich nicht bewegen, die, die durch LD zu Höchstleistungen angespornt werden usw. 

Eigentlich finde ich die Frage banal.

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Cover zu Marketing und Vertrieb
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Antwort von Ralph Dalibor .
Inhaber Dalibor.communications Bielefeld

In vielen Fällen eher negativ. Druck erzeugt immer eine Gegenbewegung. Wenn der Druck zu groß wird, steigt auch der Gegendruck. Die Ergebnisse werden schlechter und - sollte der Leistungsdruck nicht sinken - drohen weitere Ergebnisverschlechterungen durch beispielsweise krankheitsbedingten Arbeitsausfall (Burnout, um nur ein Stichwort zu nennen.)

Doch ganz ohne Leistungsdruck geht es auch nicht. Mitarbeiter sollten schon wissen, was von Ihnen erwartet wird. Und selbstverständlich können die Anforderungen auch bei Bedarf kurzfristig z. B. durch Überstunden/ Mehrarbeit gesteigert werden. Doch danach muss es einen Ausgleich geben (Freizeit) und der vereinbarte Status quo muss wieder hergestellt werden. Leistungsdruck der dauerhaft zu hoch ist und den Mitarbeitern mehr abverlangt, als vereinbart wurde, wird auf mittlere und auch auf lange Sicht den Unternehmenserfolg schmälern.

 

Ach ja, wenn Sie Interesse daran haben zu erfahren, wie die passende Balance zwischen Leistungsdruck und Unternehmenserfolg aussieht: Lesen Sie keine "schlauen" Bücher, sondern sprechen Sie mit einem Berater Ihres Vertrauens!

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1 passende Publikation von Ralph Dalibor

Cover zu Corporate Citizenship - Tue Gutes und rede darüber
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Antwort von Diethelm Dahms .
Geschäftsführer Speech & Phone GmbH Berlin

Das ist eine interessante Frage.

Zunächst ist zu klären, welche Art von Leistungsdruck gemeint ist. Der persönlich empfundene Druck unterscheidet sich von dem Druck den Kollegen oder Führungskräfte erzeugen.

Beide Arten können ein Unternehmen fördern oder hemmen.

Dazu ist aus meiner Sciht eine Analyse der sozialen Beziehungen im Unternehmen erforderlich.

Die allgemeine Antwort ist bei Buddha abgeschaut: "Eine Saite, die nicht gespannt ist, bringt keinen Ton hervor. Eine Saite, die zu stark gespannt ist, reißt. Nur eine richtig gespannte Saite bringt den richtigen Ton hervor."

 

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Foto von Hans-Gerd Mazur
Antwort von Hans-Gerd Mazur .
Geschäftsführer Eusera GmbH Herne

Die Frage sollte beginnen mit der Definition von Leistungsdruck.

Druck wird individuell empfunden. Daher ist die richtige Dosierung etwas komplex.

Apropos Dosierung:

Aus meiner Sicht ist die richtige Dosierung wichtig.

In bezug auf die Produktivität ist der Leistungsdruck ein adäquates Mittel,

wobei ich den Begriff nicht negativ behaftet sehen möchte.

Leistungsdruck ist eher als Anforderung oder Erwartung zu verstehen und ohne Anforderungen

entsteht eben kein optimales Ergebnis.

Tragen Sie einmal in ein Koordinatensystem die Kriterien Leistungsdruck und Produktivität

ab, so erkennen Sie schnell eine Glockenkurve.

Das bedeutet sowohl zuviel, als auch zu wenig Leistungdruck ergeben keine hohe Produktivität.

Das genaue Optimum an Leistungsdruck zu erzeugen ist somit eine große Herausforderung

an die Führungskraft. Wie findet man den optimalen Punkt fragen Sie?

Für die interne Bewertung sollte die Führungskraft 6 Kriterien heranziehen, um diese Analyse

bei jedem Mitarbeiter einzeln zu prüfen.

Dazu ist der Austausch mithilfe von Mitarbeitergesprächen ein adäquates Mittel den optimalen 

Punkt zu finden.

Danach brauchen wir nur noch ein System, dass diese individuellen Punkte gerecht für das

Gesamtteam abbildet und schon funktioniert es;) Ganz so einfach ist es nicht, aber dafür werden 

wir Führungskräfte ja bezahlt.

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Antwort von Sabine Hauswirth .
Inhaberin Sabine Hauswirth Consulting Rosenheim

Hier gibt es mehr zu sagen und zu schreiben, als auf einer Seite und dies womöglich in Kürze. Dennoch wage ich den Schritt -  weil ich mich viele Jahre mit dem Thema "Reduktion" (symbolisch mein Buch "Glück ist Knäckebrot") befasst habe als innovativen Ansatz in der Personalentwicklung für eine Zeit, in der "Höher, Schneller, Weiter" und damit das Bedienen der Hedonistischen Tretmühle Alltag sind und lediglich sinnvolles Reduktionsmanagement ein Ausweg aus dem damit einhergehenden Leistungsdruck und Dauer-Stress sein können.

Unternehmen müssen sich befassen mit dem Thema Leistungsdruck - und damit im Zusammenhang auch stehend: woher kommen Motivation, Inspiration und Innovation? Diese vermeintlich nicht miteinander zusammenhängenden Themen hängen aber zusammen. Sie haben allesamt einen Zusammenhang, der mit unserem Gefühl für Selbstwirksamkeit zu tun hat.

Ich fasse es kurz und stichwortartig zusammen:

  1. Starker Stress und damit Dauer-Belastung schwächt das kühle System (links-hemisphärisch - Struktur, Analyse, Finanzen, Analyse, Organisation, Planung) und stärkt das heiße System (rechts-hemisphärisch - Intuition, Ganzheitlichkeit, Einfallsreichtum/Innovation, Emotion, Impulsivitiät/limbisches System, Affekte) - das heißt, dass emotionale und Affekt-Handlungen überhand nehmen und zugleich die Analyse-Struktur-Organisations-Fähigkeit verloren gehen bzw. außer Kraft treten. Die daraus entstehenden Affekt-Bilanzen werden zugleich erhöht durch den Leistungsdruck und damit einhergehenden starken Stress: positive Gefühle kühlen ab, negative Gefühle verstärken sich. In Folge: Fehlerhäufigkeit, Chaos, Fehl-Analysen hinsichtlich langfristiger und notwendiger Planungen und so vieles mehr. Kreativität ist bei Dauer-Stress, genauso wie Einfallsreichtum genauso außer Kontrolle. Daher können nur klare Rahmenbedingungen, die starken und Dauer-Stress verhindern, eine langfristig sinnvolle Unternehmensentwicklung sowie Unternehmenserfolg gewährleisten.
  2. Kreativität, genauso wie positives Feedback, steigern dahingehend effektiv die Erfolgserwartung und damit die Leistung[1] - also der Kreativität, gerade in Deutschland ein Stiefkind, nach wie vor nicht den adäquaten Stellenwert als Wachstumsfaktor zu gewähren, bringt genau das Gegenteil in die Unternehmen: Leistungsabfall, Dauer-Funktionieren anstelle Lust am Tun und dadurch Motivation - und so vieles mehr.
  3. Achtsamkeit wird total verhindert, wenn Dauer-Stress und Leistungsdruck Alltag sind. Aber Achtsamkeit ist DAS Mittel, das sogar bei genetischer Belastung unsere Hirnstrukturen für POSITIVE Affekte trainiert oder wiederherstellt. Achtsamkeitstraining erhöht[2]
    • gesunde Beziehungen (in Unternehmen extrem wichtig für den Unternehmenserfolg)
    • gesunde Empathie (Einfühlungsvermögen benötigen nicht nur Führungskräfte)
    • emotionale Ausgeglichenheit
    • Reaktionsflexibililität
    • Geisteshaltung der Annäherung
    • Nicht-Reaktivität (So-Sein) als Facette der Achtsamkeit - also eine Haltung der Toleranz und Nicht-Wertung (auch gesellschaftspolitisch immer mehr relevant, da Non-Toleranz und Diskriminierung Alltag geworden sind)
  4. Motivation: wer in den Unternehmen nicht versteht, die Vision des Unternehmens zu kommunizieren und wer nicht versteht, WIE Motivation entsteht, und anstatt dessen auf Dauer-Funktionieren bei Mitarbeitern setzt, wird den Unternehmenserfolg zumindest dauerhaft gefährden: die Digitale Transformation und damit die Disruption von Geschäftsmodellen birgt eine derart hohe Herausforderung an Transformation und Innovation im Unternehmen, dass es hier eindeutig motivierte, innovativ-kreative und leistungsbereite Mitarbeiter, die den Wandel mitgehen, braucht. Ansonsten wird das Unternehmen untergehen. Wer also nicht versteht, dass es nicht ausschließlich die extrinsische Motivation [3](also Belohnung über nicht von innen kommende Motivation, z.B. über Geld und Prämien, bestes Beispiel ist die Finanz- und Versicherungswirtschaft) ist, die antreibt und Spaß macht beim Arbeiten, der hat seinen Job nicht verstanden. Was bisher noch funktionierte, funktioniert bereits heute nicht mehr. Wir benötigen mehr als Belohnung und Benefits. Die nachfolgende Generation zeigt es uns jetzt schon: sie hat keine Lust mehr zum - herkömmlichen - Arbeiten[4]. Und das zurecht. Die herkömmlichen Motivations-Anreize und Arbeitsmodelle sind derart veraltet, dass es selbst mir als der Generation der Baby-Boomer Angehörigen manchmal mehr als schlecht wird. Der Nachkriegs-Motor  "Wirtschaftswunder" für Wachstum ist längst hinfällig. Ideen braucht das Land.Und eine neue Feedback- und Fehlerkultur. Die damit auch Innovationskultur möglich macht.

Hier könnte ich jetzt noch ein Buch darüber schreiben. Das tue ich nicht, weil die Essenz gesagt ist. Wer nicht handelt, wird die Folgen unmittelbar erfahren.Und die neuen Kriterien des Change nicht bestehen.

 

Footnotes

  1. ^ Albert Baudura, Self-Efficacy: Towards Unifying Theory of Behavioral Change in: Psychological Review 84(1977) S. 191-215; und: Gabriele Oettingen in "Psychologie des Gelingens"
  2. ^ Daniel J. Siegel in "Das achtsame Gehirn"
  3. ^ es gibt so viele gute Quellen über Motivation; hier: ARD-alpha, Geist + Gehirn, Sendung vom 22.6.2012
  4. ^ "Nach der Generation Z verlieren auch Millennials die Lust am Arbeiten https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/article194914883/Nach-Generation-Z-Nun-verlieren-auch-Millennials-Lust-am-Arbeiten.html?utm_source=pocket-newtab Veröffentlicht am 07.06.2019 , welt.de

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2 passende Publikationen von Sabine Hauswirth

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Cover zu RiskManagement betriebliche Altersvorsorge:
Foto von Prof. Dr. Alfred Gebert
Antwort von Prof. Dr. Alfred Gebert .
Inhaber Trainer und Coach Prof. Dr. Alfred Gebert Münster

Die goldene Mitte ist immer gut. Zuviel Leistungsdruck ist heute das übliche:alles muss schnell gehen. Mit dem Flugzeug statt mit dem Rad, per E-mail statt eines Briefes. Aber der wahre Stress entsteht in unserem eigenen Kopf. Deshalb können wir etwas dagegen unternehmen.

Zuesrt einmal sich Zeit nehmen, nachzudenken; was will ich wirklich, was ist mir wichtig, kann ich mir eine Pause gönnen?

Zuwenig Leistungsdruck beobachten wir bei Beamten in großen Behörden: das scheint nicht gut zu sein. Aber natürlich gibt es auch Beamte, die sehr viel Leistungsdruck verspüren.

In vielen Betrieben ist der Leistungsdruck auch schon gefährlich, weil dadurch unnötige Fehler entstehen. Ich empfehle jedem, darüber mit seinem Vorgesetzten zu sprechen, der dann natürlich den Druck reduzieren kann.

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Foto von Jürgen W. Goldfuß
Antwort von Jürgen W. Goldfuß .
Inhaber MTD Marketing - Training - Dokumentation Spaichingen

Ein Satz aus der Physik: Druck erzeugt Gegendruck. Dabei kommt es auf die Druckstärke an. Sanfter Druck oder der Appell an den Ehrgeiz kann durchaus bei manchen Mitarbeitern etwas bewirken. Ist der Druck allerdings zu stark, erzeugt er Gegendruck, der sich in interessanten, kreativen Reaktionen äußert. Da entstehen dann alle möglichen denkbaren logischen und unlogischen Ausreden. „Wie soll das denn gehen?“, „Was ist, wenn was passiert?“ oder „Das kann nicht gut gehen“. Die nächste Folge sind dann Verweigerungshaltung (natürlich mit pseudologischen Argumenten untermauert), sich zurückziehen, Fehler produzieren oder ganz einfach seinen Hausarzt aufsuchen. Wenn dann noch offen in der Presse über das Betriebsklima berichtet wird, dann wird wohl jedem klar, dass der Druck kein geeignetes Führungsinstrument war.

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Antwort von Prof. Dr. Horst Muschol .
Gutachter Westsächsische Hochschule Zwickau (FH) Zwickau

Grundsätzlich positiv, denn die (stellenweise auch von Politikern vertretene) Illusion, wonach die Arbeitswelt in Richtung Erholungswelt mutieren sollte, muss in der Unternehmenspraxis scheitern.

Entscheidend ist vielmehr, wie gern die/der Einzelne seine Arbeit verrichtet, und wie positiv sie/er diese in seinem Alltag einordnet. Auf die passende Arbeit und das passende Umfeld ist Wert zu legen. Das Management wiederum sollte der/dem Mitarbeiterin/Mitarbeiter nicht die persönliche Freiheit und Würde bei der Zielerreichung nehmen. Vielmehr ist ein hohes Maß an persönlicher Unabhängigkeit Grundlage für die Agilität im Unternehmen (vgl. Antwort zu Agilität) und Agilität wiederum ist ein geeignetes Mittel, um mit dem (natürlichen) Leistungsdruck positiv umzugehen.

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2 passende Publikationen von Prof. Dr. Horst Muschol

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