Wie kann ich schlechte Gewohnheiten durch gute ersetzen?

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Antworten:

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Antwort von Dr. Sabine Hahn
Digital Leadership Beratung Dr. Sabine Hahn, Köln

Eine sehr gute Frage!

Es hängt m.E. davon ab, ob sie die schlechten Angewohnheiten wirklich loslassen wollen und könenn. Manchmal hindert uns unbewusst etwas daran. Ausserdem sollten sie wissen, welche "guten" Gewohnheiten sie gerne hätten. 

Insgesamt ein sehr schönes Thema für ein Coaching, auch online möglich.

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Antwort von Sabine Hauswirth
Inhaberin Sabine Hauswirth Consulting, Rosenheim

Es gibt keine schlechten Gewohnheiten, sondern nur solche, die überholt sind. Und das ist Reduktions-Strategie Nr. 1 = von Bestehendem das weglassen/auslassen/loslassen, das nicht mehr funktioniert oder „schlecht“ ist – und „Gutes“ in Form von Funktionierendem / Innovation hinzufügen.

Übersetzt ins heutige Leben: Upcycling.

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Antwort von Rosemarie Dypka
Inhaberin Hypnose-Akademie Hamburg, Hamburg

Indem ich der guten Gewohnheit mehr Raum gebe und sie genauso einübe, wie ich die schlechte eingeübt habe. Dafür gebe ich mir ausreichend Zeit - es klappt nicht von heute auf morgen.

Am besten lässt sich die gute Gewohnheit durchsetzen, wenn sie in Worte gefasst wird. Denn: Was keine Worte hat, ist nicht in der Welt!

Statt: "Ich will mich nicht mehr so schnell aufregen" besser: "Ich bleibe immer häufiger ganz ruhig und gelassen"

Statt: "Ich esse zu viele Süsigkeiten" besser: "Ich esse jetzt mehr schmackhaftes Obst"

Statt: "Mein Alkoholkonsum ist zu hoch" besser: "Ich trinke - so oft es geht - Tee oder Wasser"

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Antwort von Renate Heiderich
Inhaberin shift-thinking, München

„Die meisten leben in den Ruinen ihrer Gewohnheiten“ das sagte einst Jean Cocteau.

Warum ist es so schwer, sich eine neue, GUTE Gewohnheit anzugewöhnen?

Gewohnheiten sind wie „Trampelpfade“ in unserem Gehirn … ausgetreten und bequem zu gehen. Wenn ich also eine neue Gewohnheit etablieren will, dann muss ich einen neuen Trampelpfad produzieren. Und das ist genauso wie in der Natur: Was ist zu tun, wenn ich einen Trampelpfad über eine Wiese brauche? Richtig: Dann muss ich da oft und regelmäßig drüberlaufen. Erst dann wird daraus ein begehbarer Weg.

Was ist überhaupt eine Gewohnheit? Es ist eine entwickelte Art der Reaktion, die durch Wiederholung stereotypisiert ist und bei gleichartigen Situationen oder Bedingungen nach demselben Muster ausgeführt wird. Mehr oder weniger automatisch. Das ist unser „Autopilot“.

Warum brauchen wir Gewohnheiten? Unser Gehirn ist ein sehr fleißiges Organ: Wir treffen circa 10.000 Entscheidungen pro Tag. Alles was wir denken und tun wird durch unser Gehirn gesteuert: Sowohl schwierige und komplexe Analysen oder Rechenaufgaben als auch eine klitzekleine Bewegung. Fazit: Unser Gehirn hat alle Hände voll zu tun.

Und dabei hat unser Gehirn nur ein Ziel: So effizient und energiesparend wie möglich arbeiten. Und sich so wenig wie möglich anstrengen. Und das gelingt am besten, wenn es aus sich wiederholenden Verhaltensweisen Gewohnheiten ableitet. Unser Gehirn merkt schnell, wenn da etwas öfters gemacht wird und sich daraus ein gutes Gefühl ergibt.

Also kostet es Kraft und Disziplin, eine schlechte Gewohnheit abzulegen. Das geht am besten, wenn man sich eine neue, gute Gewohnheit überlegt und dann konsequent durchführt. So wird die alte gewohnheit quasi überschrieben und die neue, gute Gewohnheit etabliert. Ein neuer Trampelpfad entsteht.

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Antwort von Anita Bischof
Geschäftsführer, Inhaber BISCHOFmanagement, Rheinfelden

Indem ich mir zunächst bewusst werde was meine schlechten Gewohnheiten sind. Dann ist die nächste entscheidende Frage, die ich mir ehrlich beantworten muss: welche meiner schlechten Gewohnheiten will ich ändern / durch eine gute ersetzen? Zu jeder schlechten Gewohnheit, die Sie ersetzen wollen, überlegen Sie sich konkret eine gute Gewohnheit und achten darauf, dass sie die gute Gewohnheit ab sofort anstatt der schlechten zeigen.

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Antwort von Roland Kopp-Wichmann
Persönlichkeitsseminare und Coaching, Heidelberg

Hallo,

indem Sie versuchen, den tieferen Sinn, die versteckte Funktion hinter der "schlechten" Gewohnheit zu verstehen. Schlechte Gewohnheiten verschaffen immer auch gute Gefühle, auch wenn man sich hinterher schelchter fühlt.

Aber Rauchen, Sachen nicht aufräumen, zu spät kommen, aufschieben, zuviel essen etc. machen gute Gefühle, weil sie einen inneren Druck lösen.

Dann geht es darum, den Auslöser für die Gewohnheit zu identifizieren und diese durch eine bessere Gewohnheit zu ersetzen. Das ist nicht leicht.

Viele Artikel zu dem Thema finden Sie auf meinem Persönlichkeits-Blog.

Viel Erfolg!

Roland Kopp-Wichmann 

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Antwort von Günter Faßbender
Psychotherapiepraxis Günter Faßbender, Grevenbroich

Ich nehme an, sie meinen mit schlechten Gewohnheiten bestimmte Verhaltensweisen die sie gerne ablegen möchten. Den ersten Schritt haben sie hierzu bereits vollzogen, indem sie bestimmte Verhaltengewohnheiten als negativ bewerten. Gewohnheit bedeutet es sind über Jahre oder Jahrzehnte gewohnte Verhaltensweisen. Zunächst müssten sie für sich klären, was für sie "gute Verhaltensweisen" währen. Probieren sie diese aus um festzustellen ob diese wirklich besser für sie sind. Es kostet Überwindung und lange Zeit neue Verhaltensweisen zu entwickeln.
Viel Erfolg dabei.

Günter Faßbender



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