Unternehmensgründung: Welche Rechtsform ist die Richtige?

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Antworten:

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Antwort von Christian Dobner
Partner TLI Steuerberater Dobner Hammerl PartG mbB München

Die richtige Rechtsform ist stark Einzelfall abhängig und kann nicht Pauschal beantwortet werden. Neben steuerlichen Aspekten sind unter anderem auch haftungsrechtlich Aspekte und die mit der Unternehmung verfolgte Absicht (z.B. EXIT) relevant.

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Foto von Martina Wirth
Antwort von Martina Wirth
Wirtschaftstrainerin und -coach, GF coach4success Augsburg

Die Rechtsform ist von einigen Parametern abhängig:

  • dem Unternehmensgegenstand
  • der Gründer bzw. der Gruppe von Gründern
  • dem Gewerk
  • dem Land, in dem Sie gründen

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Foto von Mathias Wenzler
Antwort von Mathias Wenzler
Partner Wenzler Fachanwalt Aachen

Diese Frage kann man nicht pauschal beantwprten, sondern nur im jeweiligen Einzelfall. Wichtige Kritierein für die Wahl der Rechtsform sind z.B. (aber nicht abschließend):

  • Gründen Sie das Unternehmen alleine oder mit mehreren Personen? Wenn man mit mehreren Personen am Unternehmen beteiligt ist, kommt es "automatisch" zur Gründung einer Gesellschaft, nämlich entweder einer GbR oder (wenn man kaufmännisches tätig ist) einer oHG; dies gilt auch dann, wenn man keinen Gesellschaftsvertrag vereinbart. Es ist dann aber unbedingt zu empfehlen, vorher einen schriftlichen Gesellschaftsvertrag zu schließen, um das Miteinander (Gewinnverteilung, Stimmrechte) und die Trennung (Kündigung, Ausschluss, Tod eines Gesellschafters) zu regeln.
  • Bestehen größere Haftungsrisiken? In diesem Fall sollte von Anfang an eine Rechtsform gewählt werden, die zu einer Haftungsbeschränkung der Gesellschafter führt (UG haftungsbeschränkt, GmbH, GmbH & Co. KG, AG etc.)
  • Wieviel Geld steht bei Gründung zur Verfügung? Die Gründung einer Gesellschaft, (insbesondere bei Beteiligung eines Notars), die Aufbringung von vorgeschriebenem Stammkapital, erforderliche Beratungskosten, laufende Kosten der Buchhaltung und Steuerberatung kosten Geld. Wenn nur wenig Geld zur Verfügung steht, kommen in der Regel nur ein Einzeluntenehmen bzw. eine GbR/oHG oder eine UG haftungsbeschränkt in Betracht.
  • Welchen Gegenstand (Branche) hat das Unternehmen? Insoweit kann es gesetzliche Einschränkungen bei der Rechtsformwahl geben. Ferner gibt es ggf. Branchenüblichlichkeiten.
  • Welche steuerlichen Rahmenbedingungen bestehen? Die Rechtsform hat Auswirkungen auf die Besteuerung. Dies gilt für die Höhe der effektiven Ertragsteuern (Einkommen-, Körperschaft- und/oder Gewerbesteuer), dies kann aber auch Auswirkungen bei der Grunderwerbsteuer oder Schenkungs-/Erbschaftsteuer haben.
  • Ist die Aufnahme weiterer Gesellschafter geplant? Ist die Beteiligung von Geldgebern ohne "Entscheidungskompetenz" geplant? Sind bereits familieninterne (oder auch -externe) Nachfolgeregelungen geplant? Sollen die Beteiligten sozialversicherungspflichtig sein oder soll das vermieden werden? Eine Vielzahl von Einzelfragen spielt bei der Rechtsformwahl eine Rolle!

Wenn zur Unternehmensgründung in größerem Umfang Kapital zur Verfügung steht, werden die Beteiligten sich (hoffentlich) ohnehin professionell beraten lassen.

Wenn es mit dem Budget für die Beratung knapp ist, bieten sich in der Regel zunächst ein Einzelunternehmen bzw. eine GbR/oHG (dann aber unbedingt das Geld für einen vernünftig beratenen Gesellschaftsverttrag investieren!) an. Eine GmbH oder auch UG haftungsbeschränkt macht dann meist nur Sinn, wenn die Haftungsbeschränkung sehr wichtig ist. Die GmbH bzw. UG haftungsbeschränkt führen nämlich in der Regel zu einer höherne Besteuerung sowie erheblichem Mehraufwand und Restirktionen bei Buchhaltung und Steuern.

 

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Foto von Michael D. G. Wandt
Antwort von Michael D. G. Wandt
Direktor Fördermittelberatung (unter der Marke WABECO Subventionslotse) WABECO Fördermittelberatung BDU Reiskirchen

Hier wurde schon ausgiebig und sinnreich geantwortet.

Ich will noch darauf hinweisen, dass die Rechtsform auch Konsequenzen für die Unternehmensfinanzierung haben kann.

Ich habe schon Fälle gehabt, da gingen mit der GmbH keine Fördermittel und mit der GmbH & Co. KG konnte alles (600.000 Euro) vollständig gefördert werden. Es kommt also darauf an, wie Bemessungsgrundlagen für Förderungen ermittelt werden.

Mit wegweisenden Fördergrüßen

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Antwort von Karl H. Jaquemot
Inhaber Betriebsberatung Jaquemot Aachen

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Hier spielen so viele Faktoren des Geschäftsmodells eine Rolle, ebenso Faktoren wie Geschäftsrisiken und deren Handling, dass die Antwort immer nur ein "je nachdem" sein kann. Ich könnte ja auch die Frage nach dem "richtigen Jacket" nicht pauschal beantworten. Da spielt doch z.B. Geschlecht, Alter, Anlass, Jahreszeit etc. etc. eine Rolle.

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