Welche Kompetenzen benötigen moderne Führungskräfte?

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Antworten:

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Antwort von Dr. Dietrich Legat
Managing Partner Delta Institute - Dieter Legat E.U. Plan les Ouates

Moderne Führungskräfte müssen Spitzenkompetenz in der agilen Führung von Unternehmen haben:

  1. Operative Führung als wichtigste Top-Management Aufgabe verstehen. (Strategie ist Vorbereitung - aber nur operative Führung bewirkt den Erfolg)
  2. Im gesamten Unternehmen nur ein einziges Ziel verfolgen: genug Einnahmen für heute und morgen. (Nicht in vielen Prozesskennzahlen ersticken).
  3. Das gesamte Ecosystem führen. (Nicht „die Organisation“)
  4. Operative Pläne strikt auf Blockaden zum Ziel fokussieren. (Nicht intuitiv „aus dem Bauch“ entwickeln).
  5. Operative Pläne rigoros durch-führen. (Statt sie versanden zu lassen).
  6. Operative Pläne in kurzen Sprints durch-führen und agil anpassen. (Am Ziel festhalten, aber langfristige, starre operativen Pläne vergessen).
  7. Das Unternehmen agil operative führen. (Niemals operative Führung und die Kultur operativer Spitzenleistung delegieren)

 

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1 passende Publikation von Dr. Dietrich Legat

Cover zu Surf the waves of opportunity
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Antwort von Dr. Holger Schmitz
Geschäftsführender Gesellschafter business elf - Managementberatung GmbH Georgsmarienhütte
  • Hohe Resultat- und Zielorientierung gepaart mit Verbindlichkeit
  • Einbeziehung von Mitarbeitern in Entscheidungsprozesse
  • Nachvollziehbare Entscheidungen auf Basis vereinbarter Ziele
  • Generationenübergreifendes Teamwork in flachen Hierarchien
  • Vertrauensvolles Miteinander
  • Respekt auf Augenhöhe
  • Selbstbestimmtes Arbeiten
  • Intensive, stetige und bereichsübergreifende Kommunikation
  • Anerkennung und Wertschätzung
  • Authentizität im Umgang mit Mitarbeitern
  • Vernetztes, flexibles Arbeiten (statt Stechuhr, Kontrolle und 9 to 5 Mentalität)
  • Sinnstiftende Führung
  • Hohe Flexibilität gepaart mit Schnelligkeit
  • Umfassendes, übergreifendes Teambuilding auf Augenhöhe
  • Stetige Wissensvermittlung mit hoher Medienkompetenz
  • Aktive Gestaltung des digitalen Wandels im Unternehmen
  • Vernetzung von Mitarbeitern
  • Weg vom Leitwolf-Denken: Nicht alles selber wissen, sondern Kompetenzen zusammenführen
  • Diversity zulassen: Generationsübergreifend denken und lenken
  • Empathie für Mitarbeiterbedürfnisse
  • Verantwortung für das Handeln übernehmen
  • Vorbildfunktion aktiv vorleben

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Foto von Christoph Schlachte
Antwort von Christoph Schlachte
Inhaber CS Seminare Burgthann

Resonanz (Sinn & Soul) erzeugen durch glaubhafte Antworten auf: Warum tun wir, was wir tun? Wie wollen wir das auf den Weg bringen? Was soll für den Kunden enstehen? 

Kluge Entscheidungen z.B. über machbare Ziele (Personal, Struktur, Prozesse, Spielregeln und Unternehmens-, bzw. Abteilungsziele) treffen

Fängt bei der GF an. Diskursfähigkeiten (können, wollen, dürfen), wenn die modernen Führungskräfte in einer Organisation arbeiten, die zusammen was "Gutes" erreichen will. 

Zu wissen, dass es immer Zielkonflikte und Paradoxien in Organisationen geben wird. Daher zu wissen, wann es sinnvoll ist, eigene Ziele zu favorisieren und wann es sinnvoll ist anderen den Vorrang zu geben, bzw. an das große Ganze zu denken. 

Den Rahmen halten, damit andere gut arbeiten können (Dienstleister sein). Gute Balance zwischen Effizienz und Effektivität.

Die Fähigkeit genug Reserven und Zeit für sich und Team einzuplanen. Damit Erprobungen (KVP / Lean Management / Innovation) machbar werden.

Plus: Change Management Kompetenzen. Markt Kompetenzen. 

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Antwort von Michael Alznauer
Inhaber, Founder, Geschäftsführer Change Support Team Bonn

Die Fragen nach den Fähigkeiten, Eigenschaften und Stärken, die gute Führungskräfte ausmachen, lassen einfach nicht nach. Das hat schon fast etwas Tragisches!

Über 50 Jahre Führungsforschung haben - trotz Millionenaufwand - bisher letztlich immer nur dieselben trivialen Tatsachen zutage gefördert: Führungskräfte dürfen offenbar nicht dumm, faul, stumm oder widerlich sein. Aber in welchem Job sind diese Attribute erfolgversprechend?

Erfolgreiche Führungskräfte sind in ihrer Persönlichkeit statistisch zumeist ebenso unterschiedlich, wie der Rest der Menschheit. Es kommt sehr viel weniger darauf an, was jemand mitbringt, als darauf, was er damit macht.

Die Frage nach dem "guten Chef" ist also besser zu beantworten, wenn man Führung als Aufgabe versteht (vgl. Natürlich führen, Springer-Verlag). "Gute Chefs" sorgen dafür, dass es gemeinsam funktioniert! Und dazu setzen sie alle Möglichkeiten und Eigenschaften ein, die ihnen zur Verfügung stehen.

Es ist sicherlich von Vorteil, ein möglichst breites Repertoire zu haben. Viel entscheidender ist aber ein wirklich tragfähiges Verständnis der Führungsaufgabe. Was muss ich überhaupt lösen? Was sollte ich mit meinen Fähigkeiten anfangen?

Um ein Bild zu nutzen: Man wird nicht dadurch ein guter Koch, dass man sich eine wachsende Sammlung an Gewürzen zulegt.

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Antwort von Siegfried Baumeister
Vorstand Voss Automotive GmbH Lohmar

Zusätzlich zu den hinlänglich bekannten Führungskompetenzen im Umgang mit Mesnchen benötigen sie heutzutage verstärkt digitale Kompetenzen. Immer wichtiger wird dabei die Fähigkeit, prozess- und netzwerkorientiert zu denken und zu handeln. Die traditionelle Fixierung auf hierarchische Strukturen und phantasielose Arbeitsteiligkeit wird in Zukunft nicht nur nicht mehr gefragt sein, sondern sich sogar als strategisches Risiko im Blick auf gute Unternehmensergebnisse erweisen.

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1 passende Publikation von Siegfried Baumeister

Cover zu Mehr Führung wagen!
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Antwort von Ulrich Martin Drescher
Organisationsberater, Moderationsexperte moderation.de Kirchzarten

Zunächst:
Was zeichnet (zeitlos) eine gute Führungskraft aus ?
Empirisch belegt sind dies vier Fähigkeiten:
1. Sie hat einen Blick für Talente (in anderen)
2. Sie verstärkt die Stärken bei anderen (und will nicht deren Schwächen kurieren)
3. Sie führt über gemeinsam vereinbarte Ziele (und nicht über die Kontrolle des Weges zum Ziel)
4. Sie bringt ihre Mitarbeitenden an die richtige Stelle im Unternehmen

"Moderne", also zeigemässe Führungskräfte setzen dabei auf Selbstverantwortung, sie trauen anderen generell etwas zu (https://www.brainguide.de/upload/publication/78/kfev/42d71f362e0786bc3a3e46f2aa9c6da7_1311535270.pdf).
Die Grundhaltung in ihren Organisationen ist: "Mach mal !"

Erfolgreiche Führungskräte setzen dabei auf "polynesisches Segeln" (http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/international/2549-effectuation-ist-wie-polynesisch-segeln-kurs-halten-bei-ungewissem-ausgang.html): Sie entwickeln gemeinsame, allen gut vorstellbare Orientierungen und korrigieren dann "auf offener See" immer wieder nach.

Sie führen situativ (https://de.wikipedia.org/wiki/Situatives_F%C3%BChren).

www.organisationsentwicklung.de

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Antwort von Dr. Wolfgang Karrlein
Geschäftsführer der canmas business learning & consulting GmbH München

Führung muss neu konzipiert und legitimiert werden. Patriarchen, Heroen, Generäle, Alles-Wisser verlieren an Wirkung und deren Führungslegitimation erodiert. Dazu entwickeln sich Umfelder von Organisationen zu dynamisch, zu nicht-linear und sind damit kaum mehr verlässlich prognostizierbar. Damit reichen Unsicherheit, Widersprüche und Dilemmata immer weiter in alle Bereiche der Organisationen. Zugleich braucht es Führung, um Entscheidungen herbeizuführen und sie letztlich am Leben erhalten zu können. Um diese spezielle Art des Führens auszuführen, bedarf es folgender Haltungen, Fähigkeiten und Kompetenzen:

  • Die Führungsperson kann mit dem Spannungsfeld einer Organisation zwischen erforderlicher Stabilität zum zielgerichteten Handeln und nötigen Flexibilität für die Anpassung an plötzliche Veränderungen umgehen.
  • Sie weiß um die positive Wirkung des Lernens aus Experimenten und Fehlern und fördert eine offene Feedback- und Lernkultur.
  • Innovationen entstehen für komplexe Herausforderungen viel eher in einer durch Diversität geprägten Umgebung. Die Führungsperson muss diese aktiv zulassen und gestalten, vor allem indem sie für eine psychologische Sicherheit der Menschen sorgt.
  • Sie muss eine wertschätzende Haltung zu Menschen haben und Beziehungen und Netzwerke pflegen, um das für die diverser und virtueller werdende Teamarbeit notwendige Vertrauen aufzubauen.
  • Die Führungsperson erstellt zwar die für die Gestaltung der Arbeit notwendigen Ziele und Rahmen, lässt diese aber durch verantwortungsvolle Mitarbeitende mit zunehmender Autonomie ausführen.
  • Sie bezieht Menschen in den Diskurs der Entscheidungsfindung aktiv mit ein, denn die komplexen Themenstellungen erfordern ein Einbeziehen verschiedener Perspektiven - vor allem auch sich widersprechender.

Lesen Sie dazu auch gerne den Artikel "Führen im Zeitalter der Vernetzung" aus funkschau.de 

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Cover zu „Der allwissende Chef hat ausgedient“
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Foto von Sibyl Backe-Proske
Antwort von Sibyl Backe-Proske
Inhaber Agentur für Gesundheit+Management Lübeck

Eine moderne Führungskraft, sollte

- sich ihrer perösnlichen Werte bewusst sein

- Werte für ihre Arbeit/ Team benennen können

- "Mut zur Lücke" haben, d.h. Veränderungen als Chance begreifen

- lösungsorientiert sein

- und als Chef trotzdem ein fairer Teamplayer sein, der sich nach außen vor sein Team stellt

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Foto von Dr. Werner Antal
Antwort von Dr. Werner Antal
Motivationscoach MTT-ANTAL, Managementtraining & -Therapie Wien

DIE ENTSCHEIDENDEN 12 FÜHRUNGSKOMPETENZEN:

•WERTSCHÄTZEND,  RESPEKTVOLL

•KOOPERATIV

•VERTRAUEN SCHAFFEND

•VORBILDLICH

•KOMMUNIKATIV

•ACHTSAM

•IN DER SACHE KOMPETENT

•SELBSTVERANTWORTUNG FÖRDERND

•AUF WERTE ACHTEND

•SINN STIFTEND

•EINFÜHLUNGSVERMÖGEND

•FEHLER ZULASSEND

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