Was ist der Unterschied zwischen einem Interim Management und einer Unternehmensberatung?

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Antworten:

Foto von Dr. Wolfgang Riehle
Antwort von Dr. Wolfgang Riehle
Freier Unternehmer Riehle, Wertingen

Der Consultant wird nur bedingt und wenn überhaupt in die Umsetzungsprozesse verantwortlich (?) eingebunden. Er begleitet die Realisierung ohne eigene Durchsetzungsbefugnis (Procura, GF-Rolle).

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Antwort von Frank Gassan
10minutes AG, Brunnen

Eine Unternehmensberatung berät im Allgemeinen nur, meist ohne Verantwortung für die Korrektheit des Ergebnisses. Operative oder administrative Arbeiten führt die Unternehmensberatung nicht durch. Der Interim Manager hingegen schon.

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Antwort von Claus-Dieter Piontke
Inhaber PI-CCT Consulting · Coaching · Training, Schwentinental

Eine Unternehmensberatung wird in der Regel im Rahmen ihres Auftrages aufgrund einer Analyse Vorschläge unterbreiten. Die Umsetzung verbleibt dann beim Auftraggeber.

Der Interim Manager wird dagegen in die Unternehmensorganisation für den Zeitraum seiner Beschäftigung mit aufgenommen. Seine Aufgabe besteht im Gegensatz zur Unternehmensberatung in der Umsetzung betrieblicher Maßnahmen und der Erledigung von Aufgaben.

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Antwort von Dr. Wolfgang Griepentrog
Interim Manager, Inhaber PR- und Managementberatung WordsValues Griepentrog Kommunikationsmanagement, Leichlingen

Interim Manager und Unternehmensberater unterscheiden sich in vielen Punkten. Sie sind z.B. unterschiedlich stark in die Unternehmensprozesse und in die internen Unternehmensangelegenheiten eingebunden. Interim Manager haben in diesem Sinne eine Nähe zum Unternehmen wie auch fest angestellte Mitarbeiter und Führungskräfte. Dadurch können sie operative Prozesse stärker beeinflussen. Je nach Vereinbarung und Prokura treffen Interim Manager selbst Entscheidungen, während Berater Entscheidungen vorbereiten, die dann vom Management zu treffen sind.



Signifikantes Merkmal von Interim Managern ist eine Haltung, die sich deutlich vom Beratungsgeschäft unterscheidet. Während Berater sich bemühen, die beste Lösung gemäß ihrem Auftrag umzusetzen, streben Interim Manager die nach pragamtischer Abwägung bestmögliche und im Unternehmen auch durchsetzbare Lösung an. Dieser Unterschied zeigt sich beispielsweise bei Restrukturierungsprojekten, in denen Unternehmensstrukturen etwa durch Cost Cutting verschlankt werden. 
Da Interim Mandate zeitlich begrenzt sind, treten außerdem akquisitorische Eigeninteresse in den Hintergrund. Interim Manager müssen kein Folgegeschäft verkaufen, sondern können sich ganz auf die Unternehmensinteressen konzentrieren.



Deutliche Unterschiede gibt es oftmals in der Expertise und Qualität der eingesetzten Managementteams bzw. der einzelnen Manager. Unternehmensberatungen setzen aus Kostengründen im Projektmanagement oft junge, zwar fachlich versierte, aber weniger erfahrene (und oftmals auch nur in der Beratung erfahrene) Manager ein, während im Interim Management fast ausschließlich in jahrelanger Praxis erprobte Profis zum Einsatz kommen, die sich bereits in Managementfunktionen bewährt haben. Damit ist oftmals auch ein unterschiedlicher Aktionsradius verbunden. Berater arbeiten in der Regel im engen Korridor ihrer (tiefen, aber weniger breiten) fachspezifischen Kompetenzen, die in den Beratungen in Kompetenezteams gebündelt wird. Interim Manager arbeiten hingegen sowohl mit fachspezifischer Expertise als auch interdisziplinär. 


Auch im Preis unterscheiden sich Unternehmensberatungen und Interim Manager in der Regel deutlich. Unternehmensberatungen sind in der Projektbegleitung deutlich teurer, da hier Overheadkosten einkalkuliert werden (beim Interim Management hingegen allenfalls die Providerprovision). 



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