Ist Gesundheitsmanagement eine Führungsaufgabe?

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Antworten:

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Antwort von Jörg Adomeit
, Eichenau

Ja, auf jeden Fall! Genauso wie in Bezug auf Personal-Auswahl, -Entwicklung und -Coaching sind einzelne Maßnahmen in der Durchführung gut delegierbar. Aber nicht nur die formelle sondern auch inhaltlich-strategische Verantwortung trägt die Führung eines Unternehmens.

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Antwort von Dr. Gregor Wittke
Partner, Diplom-Psychologe Tendo Institut Berlin (TIB), Berlin

Ja, Geundheitsmanagement ist wie der Name schon sagt ein Management-Prozess, d.h. die Aufgaben des Gesundheitsmanagements werden Top-Down geplant und umgesetzt. Auch wenn es immer wieder vorkommt, dass manche Umsetzungsideen "von unten" kommen; kann eine Querschnittsaufgabe wie das Gesundheitsmanagement nur geligen, wenn die Leitung einer Organisation / eines Unternehmens dies aktiv unterstüzt und seinen strategischen Wert erkennt. 

Außerdem haben vorm allem die direkten Führungskräfte durch ihr Verhalten (Führungsstil) einen großen Einfluss daruf, wie stark Mitarbeiter belastet werden und ob es zu positiven oder negatiben Beanspruchungsfolgen kommt.

Auch das Arbeitsschutzgesetz und das BGB weisen der Leitung und den Führungskräften Verantwortung für die Gesundheit der Mitarbeiter zu.

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Antwort von Jörn Degenhardt
degenhardt – beratung + training, Vellmar

Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle, wenn es um betriebliches Gesundheitsmanagement geht. Alle Mitarbeitenden orientieren sich an den eigenen Führungskräften. Dabei geht es immer auch darum auf die eine oder andere Art zu gefallen. Insofern ist die Führungskultur in einem Unternehmen von entscheidender Bedeutung auch bei der Akzeptanz eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. Alle Führungskräfte - bei der Unternehmens- bzw. Betriebsleitung angefangen - sollten sich darüber klar werden, wie sehr sie durch ihr Vorbild sein die Umsetzung und den Erfolg betrieblicher Gesundheitsanstrenungen mitbestimmen.

Für ein gesundes Miteinander braucht es diese unbedingt!

 

 

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Antwort von Dr. Werner Antal
Motivationscoach MTT-ANTAL, Managementtraining & -Therapie, Wien

Aus meiner Sicht eindeutig ja! Mit gesunderen Mitarbeitern haben Sie mehr Humankapital zur Verfügung. Mehr Kapital bedeutet in westlichen Wirtschaftssystem letztendlich mehr Ertrag.

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Antwort von Dr. Reinhold Kohler
Leadership Expert ∙ Finance Manager Technische Hochschule Ingolstadt, Ingolstadt, Donau

Um die geschlossene Frage kurz zu beantworten: JA

Führungskräfte arbeiten im Auftrag des Arbeitgebers und verfügen im Idealfall über eine sog. Pflichtenübertragung mit Blick auf die Fürsorge für ihre Mitarbeiter. Damit hat das komplette Führungssystem einen klaren Auftrag.

Ich sehe mindestens zwei Bereiche: die körperliche und die seelische Gesundheit. Diese sollten nach Möglichkeit im Rahmen der Einhaltung von Vorschriften, aber vor allen Dingen im unternehmerischen Interesse in den Fokus der Betrachtung gerückt werden (Stichwort: Ausfallzeit, Folge: Senkung der Produktivität, Verringerung der Stundenverrechnung und somit negative Auswirkung auf das Finanzergebnis). Weiterhin - und nicht zu vernachlässigen - ist in diesem Zusammenhang die Mehrbelastung für die direkten Kollegen bei Ausfall eines oder mehrerer Mitarbeiter.

Viele Punkte (Empfehlungen) geben die gesetzlichen Unfallversicherungen (Berufsgenossenschaften, bspw. Prävention im Bereich Muskel/Skelett - Körperhaltung, richtiges sitzen etc.) oder die unterschiedlichen Arbeitsgesetzte vor.

Neben den genannten Muskel/Skelett Einschränkungen steigen nachweislich die psychischen Belastungen und folglich die individuellen psychischen Beanspruchungen an. Hier muss die Sensibilität zur Erkennung sowie das Verständnis des Führungssystems, bzw. der Manager, gesteigert werden.

Ein professionelles Gesundheitssystem kann dabei helfen, den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Reinhold Kohler

 

 

 

 

 

 

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Antwort von Dr. Axel Görs
Vorstandsvorsitzender m3team AG, Bovenden

Diese Frage ist klar mit einem "Ja" zu beantworten. Und das in mehrere Richtungen.

Gesundheitsmanagement ist eine Strategische Entscheidung; sie gehört auf die Geschäftsführungsebene. Angesichts von Bindungsangeboten für Mitarbeiter und dem demographischen Wandel ist jedes Unternehmen aufgefordert, das Thema "Gesundheit" offensiv anzugehen. Gesundheitsmanagement geht aber weit darüber hinaus und umfasst physische und psychische Gesundheit. Damit sind auch Unternehmenskultur und Führungsverhalten explizit gemeint.

Das Thema ist also initiativ eine Entscheidung der Unternehmensleitung. Es zielt aber (auch) auf die Mitarbeiter und die Führungskräfte. Also die Operationalisierung durch die Führungskräfte hin zu den Mitarbeitern. Und natürlich zum Verhalten der Fürhungskräfte selbst. Sowohl als Vorbild, als auch in der tatsächlichen Überzeugung darüber, dass Gesundheitsmanagement wichtig und nützlich ist. Gesundheitsmanagement als Alibifunktion mit ein paar AOK-gesponserten Rückenkursen wird schnell von den Mitarbeitern entwertet werden. Nur ein gesamtheitliches Konzept wird die Wirkung erzielen, die dazu beiträgt, psychische und physische Gesundheit am Arbeitsplatz zu stabilisieren oder zu verbessern. Und damit über die Mitarbeiterbindung Wissen zu sichern und als attraktiver Arbeitgeber wahrnegommen zu werden.

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Antwort von Manfred Kiefer
Unternehmer, Schwindegg

Eindeutig.

Es steckt ja schon im Namen drin. Wenn ich es als Manager schaffe einen Rahmen zu schaffen in dem sich die Mitarbeiter wohl fühlen sind sie zu Höchstleistungen bereit und motiviert. In der Führung wird der Rahmen vorgegeben, auszufüllen ist er von den Mitarbeitern.

Wenn achtsam auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingegangen wird kann eine tragfähige Basis für gegenseitiges Vertrauen aufgebaut werden. Eine Basis für nachhaltigen Unternehmenserfolg in dem alle Beteiligten asl Sieger hervorgehen.

Und das Interessante dabei: Für einen achtsamen Führungsstil braucht es keine Investitionen.

Foto von Ulf D. Posé
Antwort von Ulf D. Posé
Inhaber POSÉTRAINING, Mönchengladbach

Wenn wir davon ausgehen, dass ein Mitarbeiter nur dann gesund ist, wenn er sich physisch, psychisch und sozial wohlfühlt, ist Gesundheitsmanagement eine notwendige, und nicht nur nützliche Aufgabe einer jeden Führungskraft 

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Antwort von Andrea M. Gust
Senior Controller OgilvyBrains GmbH, Frankfurt (Main)

Eindeutig mit Ja zu beantworten. Aus rechtlicher Sicht hat jeder Arbeitgeber und somit jede Führungskraft eine Fürsorgepflicht für den/ die Arbeitnehmer. Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements eröffnen sich viele neue, spannende Wege, um das Arbeitsumfeld für alle so gesund und attraktiv wie möglich zu gestalten. Getreu dem Motto: Wer an Gesundheit spart, zahlt bei Krankheit drauf.

Foto von Dr. Thoralf Buller
Antwort von Dr. Thoralf Buller
Beratender Betriebswirt, Berlin

Hier handelt es sich selbstverständlich um betriebliches Gesundheitsmanagenent. Grundsätzlich sollte es keine Mogelpackung geben: Überall, wo Management drauf steht, besteht die Verantwortung zur Führung durch Führungskräfte. Was bedeutet dies? Gesundheitsmanagement ist tone at the top. Neben dem smarten Setzen der Ziele bedeutet dies, zu planen, umzusetzen, zu steuern, zu kommunizieren. Mitarbeiter sind Aktivposten, nicht Kostenfaktoren. Die übergreifende Absicht besteht in der Ertüchtigung der Mitarbeiter zu effektiven und effizienten Leistungsträgern sowie in vorbildlicher, integerer, motivierender Fürsorge und Steigerung des qualitativen und quantitativen Austauschs zwischen den Mitarbeitern und mit den Führungskräften (die soziale Beziehung als gute betriebliche Kultur). Rational bildet der gesunde Mitarbeiter als Humanressource die Basis eines produktiven, wirtschaftlichen, rentablen und dann auch liquiden Betriebs.

Foto von Christian Pirker
Antwort von Christian Pirker
Geschäftsführender Gesellschafter, Klagenfurt-Viktring

Ja, mittlerweile ist es defintiv eine Managementaufgabe und eben auch eine Führungsaufgabe. Es zahlt sich auch wirtschaftlich aus, Gesundheitsmanagement zu betreiben. Unsere Kunden im Bereich Unternehmensentwicklung haben es als Thema, aber ebenso aus dem Gesichtspunkt der Führung.

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Foto von Dr. Elke Tappesser
Antwort von Dr. Elke Tappesser
Tappesser-Training, Münster

Herzlichen Dank für die Frage, die ich eindeutigit ja beantworten kann. 

Als Führungskraft ist man Vorbild in jeder Hinsicht und sollte sich mit den Themen gesunde Lebensführung, erkennen von Burnout und Entspannung auskennen. Gerne beantworte ich Ihnen weitere Fragen. 

 

Beste Grüße 

Dr. Elke Tappesser 

 

 

 

 

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Antwort von Volker Saar
Geschäftsführer Skills Academy, Nürnberg

Hier hat sich viel verändert in den letzten Jahren. Während man vor ca. 10 Jahren im Top Management noch die Meinung vertreten hat, Gesundheit ist Privatsache und hat mit dem Unternehmen nichts zu tun, ist man heute im Sinne einer systemischen Führungskultur ganz anderer Meinung. Also: Die Antwort ist meiner Meinung nach ein klares Ja.

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