Wie findet man ein passendes Weiterbildungsangebot?

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Antworten:

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Antwort von Martina Uppendahl
Inhaberin Martina Uppendahl Bewerbungstraining & Karriereberatung, Hamburg

1. Feststellen des aktuellen Wissensstands

2. Identifizieren des Soll-Zustands

3. Identifizieren welche Rahmenbedingungen gegeben sein sollen (Art, Umfang, Preis, Ort und Methode)

4. Einholen passender Angebote

5. Entscheidung für das beste Preis-Leistungsverhältnis und Buchung

6. Evaluation und Feedback

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Antwort von Monika Kettler
Inhaberin STEPS, Stuttgart

Das richtige Weiterbildungsangebot zu finden, ist bei dem großen Angebot natürlich eine Herausforderung. Hilfreich sind da Seminardatenbanken wie z.B. brainguide. Dort kann man nach unterschiedlichen Kriterien suchen wie inhaltliche Stichworte, Ort oder Zeit. Ein Blick auf die Homepage des Anbieters oder ein kurzer Anruf lohnen sich aber trotzdem meistens. Denn dann können Sie feststellen, ob Ihnen ein Anbieter sympathisch und kompetent erscheint, ob Sie Einfluss auf die Inhalte nehmen können, ob Seminare offen oder Inhouse angeboten, in großen oder kleinen Gruppen durchgeführt werden und ob die Seminare auch im Haus konzipiert oder dort nur verwaltet werden. Denn bei der online-Suche steht nicht immer das beste Angebot auch an erster Stelle.

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Antwort von Klaus Steinseifer
Inhaber Die Steinseifer-Seminare, Hemmingen

Wie finden Sie den richtigen Partner für die Qualifizierung Ihrer Kunden?

Sie stellen sich die Frage, nach welchen Kriterien Sie den "richtigen" Partner für die Betreuung Ihrer Kunden in der modernen, zeitgerechten, zukunftsorientierten und nachhaltig erfolgreichen Unternehmensführung finden? Oder nach welchen Kriterien Sie sich für eine Kundenbindungsmaßnahme über den Mehrwert der unternehmerischen Qualifizierung entscheiden?

Sind es Hochglanzprospekte, die Sie bekommen haben, oder ist es die Webseite, die Sie besucht haben? Sind es die Referenzen, die Sie dort gefunden haben, die sowieso alle positiv ausfallen?  

Sie können kein greifbares Produkt vergleichen, Sie können prüfen, ob er den Werkzeugkasten, den der Referent, der Berater, der Moderator und Trainer für Ihre Kunden mitbringt, beherrscht. Ob er aber wirklich mit den Werkzeugen umgehen kann, wissen Sie erst nachher, wenn Ihnen Ihre Kundenstimmen klare Aussagen vorlegen.

 

Die persönliche Empfehlung eines Geschäftsfreundes wäre nicht schlecht. Aber wer von meinen Geschäftspartnern hat Erfahrung mit diesem Menschen?


Deshalb leiten Sie gleich die zweite Runde ein und führen Sie ein persönliches Gespräch. Ihr Bauchgefühl und die Zwischenmenschlichkeit entscheiden besser als alle vorgelegten Unterlagen. Vermittelt Ihr Gegenüber das, was er in seinen Werbeaussagen und seinen Informationsmaterialien verspricht? Jetzt erst können Sie sich ein rationales Bild machen. Jetzt wissen Sie, ob Ihnen der richtige Partner gegenüber sitzt. Hat er sich auf das Gespräch mit Ihnen individuell vorbereitet? Ist er schlüssig in seinen Äußerungen? Kann er sein Konzept rüberbringen?

 

Mit gutem Gewissen zustimmen können Sie nur dann, wenn alle Ihre wichtigen Fragen mit JA beantwortet werden:

  1. Sind das die richtigen Qualifizierungsmaßnahmen, die meine Kunden brauchen und mit denen wir, über unser Produkt hinaus, einen besonderen Mehrwert für unsere Kunden anbieten?

  2. Wird nicht Irgendetwas gemacht, sondern wird eine Qualifizierung mit System angeboten?

  3. Sind die Qualifizierungsmaßnahmen vom Thema her "nur" im Trend oder bringen die Weiterbildungen meine Kunden wirklich weiter?

  4. Weiß er, von was er spricht? Ist er berechtigt, für uns und unsere Kunden tätig zu sein?

  5. Vermitteln mir seine vorgeschlagenen Maßnahmen die notwendige Nachhaltigkeit?

  6. Spricht er die Sprache meiner Kunden, bringt er das notwendige Wissen über das Klientel mit und kennt er sich in der Branche aus?

  7. Arbeitet er selbst mit meinen Kunden oder schickt er Andere?

  8. Betreut er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos nach und sorgt so für die Umsetzung und die Nachhaltigkeit seiner Maßnahmen in den Unternehmen meiner Kunden?  

  9. Tut er selbst, was er vermittelt?

  10. Vermittelt er mir die Sympathie, die ich brauche, um eine anhaltend vertrauensvolle Geschäftsverbindung zu ihm aufzubauen? 

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Antwort von Martin Kübeck
Inhaber 10minutes AG, Bad Soden a. Ts.

Idealerweise findet ein bis zwei Mal im Jahr ein detailliertes Mitarbeitergespräch statt. Darin werden Ziele und die dazugehörigen „Milestones“ festgelegt. Hier sollte dann auch der Weiterbildungsbedarf konkretisiert und natürlich auch dokumentiert werden.

Leider sieht die Realität in der Personalentwicklung eher anders aus. Oftmals werden die Mitarbeiter alleine gelassen und kümmern sich nicht oder eben nicht in angemessenem Umfang selbst um ihre Weiterbildung. Ein Blick in den Arbeitsalltag, in die Zielvorgaben und in die Unternehmensziele kann helfen, die passende Weiterbildung für Einzelpersonen, Teams und Abteilungen zu ermitteln und umzusetzen.

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Antwort von Ralph Dalibor
Inhaber Dalibor.communications, Bielefeld

Sie können einfach einen Kollegen aus einem anderen Unternehmen fragen, mit wem die zusammenarbeiten. Lassen Sie sich die Auswahl begründen. Passen die Gründe auch für Sie, dann sprechen Sie den Trainer ruhig an und verfaren gebauso, wie bei allen anderen Trainern (s.u.)

Nachdem Sie über eine der vielen Datenbanken einen bzw. mehrere Trainer herausgesucht ahben, sprechen Sie am besten mit jedem, stellen allen dieselben Fragen und schauen, welche Antworten Ihnen am besten gefallen. Beachten Sie bei der Auswahl, dass es bei den Honoraren auchgroße regionale Unterschiede gibt. Ein Trainer aus Münschen, Berlin, Köln oder Hamburg wird im Allegemeinen höhere Honorare verlangen, als einer aus der "Provinz". Grund sind die unterschiedlich hohen normalen Lebenshaltungskosten. Da kann es sich durchaus rechnen, einen passenden Trainer aus der "Provinz" einem ebenso passenden Trainer aus eine Großstadt vorzuziehen. Selbst wenn Reisekosten und Unterkunft noch hinzugerechnet werden müssen, sind die Trainer aus der "Provinz" manchmal günstiger.

Dann kommt das persönliche Gespräch. (Ist manchmal etwas schwierig, wenn die Entfernungen zwischen Trainer und Einsatzort groß sind, aber ein lösbares Problem.) Im Gespräch geht es auch um die Kompetenz, aber vor allem um die Chemie. Passt der Trainer zur Zielgruppe, also zum Unternehmen? Wenn das geklärt sit, vereinbaren Sie bei größeren Aufträgen oder einer längerfristig geplanten Zusammenarbeit) ein Probetraining. Stimmen die Ergebnisse der Evaluierung des Probetrainings mit Ihren Erwartungen überein, ist alles klar. Falls nicht: Weitersuchen! Es gibt sicher noch einen anderen Trainer, der besser zu Ihnen passt.

 

Kleiner Tipp noch: Auch bei bewährten und langfristig im Unternehmen engagierten Trainer eröffnet eine neue Suche durchaus auch neue Chancen. 



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