Warum sollte Weiterbildung auch nachhaltig sein?

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Antworten:

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Antwort von Christine Erlach
Gründerin NARRATA Consult, Burscheid, Rheinland

Ich muss wirklich schmunzeln über diese Frage! Ich stelle eine Gegenfrage: was bringt Weiterbildung, wenn sie nicht nachhaltig ist? Die Antwort aus der systemischen Perspektive liegt auf der Hand: nicht nachhaltige Maßnahmen verpuffen nach kurzer Zeit, das System "Organisation" kehrt zurück in das Gewohnte, Bekannte, sie wird nicht zur Lernenden Organisation.

Jede Intervention in einer Organsation sollte daher das Ziel verfolgen, nachhaltig zu sein, selbstverständlich auch Weiterbildung!

Wie man das anstellt?

Erster Schritt: Kennenlernen der Ausgangssituation - welche Werte, Grundannahmen und Denkmuster dominieren in unserer Organisation?

Zweiter Schritt: Anpassen der Weiterbildungsmaßnahmen - welche Interventionen haben auf der Basis der vorliegenden Ausgangssituation am meisten Potential für Nachhaltigkeit?

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Antwort von Jörg Köck
Geschäftsführer BETTER SOLUTIONS Coachingconsulting GmbH, Locarno - Monte Bré

Damit die Kosten als Investition behandelt werden können. vielleicht sollte man Regeln einführen, die es erlauben, Weiterbildung auch abzuschreiben.

Dazu sollten die beeinflussbaren KPI ´s vorab definiert werden.

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Antwort von Ariane Willikonsky
Inhaberin FON Rhetorik, Stuttgart

Nur wenn die Teilnehmer einen klaren und langanhaltenden Nutzen aus der Weiterbidung ziehen, hat sich die finanzielle Investition auch wirklcih gelohnt. Trainer legen oft großen Wert darauf, ihren Inhalt lebendig zu verpacken, die Teilnehmer sind spontan sehr begeistert. Wenn dann aber nach Monaten gar kein Alltagsnutzen mehr bemerkbar ist, hatte man einen lustigen Tag, mehr nicht. Das ist definitiv zu wenig!

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Antwort von Marion Seßler
Stellvertretende Geschäftsführerin INtem Trainergruppe Seßler & Partner GmbH, Mannheim

Heutzutage kann es nicht mehr sein, dass nur die 'üblichen' 10 Prozent aus einem Seminar, einer Weiterbildung hängen bleiben, dazu sind Weiterbildungen zu teuer und Fehlzeiten am Arbeitsplatz zu kostbar.
Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Wissen, das nach einem Seminar nicht angewendet wird, ist eher 'schädlich'. Wissen ist heute nicht mehr Macht. Wissen bekommen wir von überall her – per Knopfdruck.
Etwas zu wissen bedeutet aber noch lange nicht, es auch zu können.  Wenn ein Unternehmen die Kompetenzen seiner Mitarbeiter ausbauen möchte, dann ist es von zentraler Bedeutung, das Können auszubauen – und das erfordert wiederum nachhaltiges Lernen.

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Antwort von Prof. Dr. Eckart Koch
, München

... sonst würde der Effekt der Maßnahme verpuffen, die Kosten und die eingesetzte Zeit wären nicht effektiv eingesetzt worden. Nachhaltigkeit bedeutet hier, dass das Gelernte auch später im Unternehmen oder der Organisation verwendet werden kann.

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Antwort von Dr. Sabine Hahn
Digital Leadership Beratung Dr. Sabine Hahn, Köln

Der Begriff der "Nachhaltigkeit" im Hinblick auf Weiterbildungen bedeutet nichts anderes, als dass ein Praxistransfer gewährleistet wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie zwar eine "gute Zeit" im Seminar etc. hatten, davon aber nichts in ihren Arbeitsalltag mitnehmen und dann ist das für die Weiterbildung investierte Geld leider eher umsonst...

 

 

MFG;

beratung-hahn.com

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Antwort von Klaus Steinseifer
Inhaber Die Steinseifer-Seminare, Hemmingen

Eine Wieterbildung ist am langen Ende nur so gut, wie sie in die tägliche Unternehmenspraxis einfließt und einen nachhaltigen Nutzen generiert, den man nicht immer materiell festmachen muss.

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Antwort von Ralph Dalibor
Inhaber Dalibor.communications, Bielefeld

Muss sie nicht, wenn Sie Geld wie Heu haben und es gern verteilen wollen.

Doch im Ernst: Wenn eine Weiterbildung nicht nachhaltig ist, also keinen dauerhaften Nutzen für den Auftraggeber hat, weshalb sollte sie dann durchgeführt werden? Wenn Sie einen PKW kaufen, dann wollen Sie ihn doch auch nutzen und nicht nur das tolle Erlebnis beim Abholen haben. 



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