Warum sollte Weiterbildung auch nachhaltig sein?

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Antworten:

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Antwort von Christine Erlach
Gründerin NARRATA Consult Burscheid, Rheinland

Ich muss wirklich schmunzeln über diese Frage! Ich stelle eine Gegenfrage: was bringt Weiterbildung, wenn sie nicht nachhaltig ist? Die Antwort aus der systemischen Perspektive liegt auf der Hand: nicht nachhaltige Maßnahmen verpuffen nach kurzer Zeit, das System "Organisation" kehrt zurück in das Gewohnte, Bekannte, sie wird nicht zur Lernenden Organisation.

Jede Intervention in einer Organsation sollte daher das Ziel verfolgen, nachhaltig zu sein, selbstverständlich auch Weiterbildung!

Wie man das anstellt?

Erster Schritt: Kennenlernen der Ausgangssituation - welche Werte, Grundannahmen und Denkmuster dominieren in unserer Organisation?

Zweiter Schritt: Anpassen der Weiterbildungsmaßnahmen - welche Interventionen haben auf der Basis der vorliegenden Ausgangssituation am meisten Potential für Nachhaltigkeit?

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Antwort von Ekaterina Borgardt
Geschäftsführer EB Business Training Neu Wulmstorf, Niederelbe

Falls jemand ein Auto kauft, will man mehrere Jahre damit zufrieden sein. Genauso ist es mit der Weiterbildung. Wenn jemand z.B. eine konkrete Persönlichkeitseigenschaft entwickelt, will man es auf Dauer, am besten für immer tun.

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Antwort von Dana Arzani
Geschäftsführer DANA ARZANI®– STRATEGIEN FÜR ERFOLGREICHEN KUNDENKONTAKT Nürnberg

Wie soll Weiterbildung in Zukunft sein, damit es interessant und wirksam ist - wir haben vielfältige Perspektiven und Ideen im Gepäck, mit denen Seminarinhalte nicht innerhalb weniger Tage verpuffen, sondern nachhaltig die Handlungskompetenz von Mitarbeitern und Führungskräften erweitern.

„Wer sitzt im Fahrersitz?“

Der Einstieg in die Weiterbildungsmaßnahme ist dabei sehr vielfältig: abhängig von Unternehmensgröße, Branche und persönlichen Interessen ist der wichtigste Schlüssel die Eigenverantwortung und die Neugier beim Lernen. Jeder Einzelne sollte nach Meinung der Teilnehmer zunächst klären, warum er eine Weiterbildung machen möchte und für sein persönliches Lernziel die Verantwortung übernehmen. Unternehmen können hierbei unterstützen, indem sie den Spaß am Lernen fördern, Angebote leicht zugänglich bereitstellen und auf diese Weise Quereinsteiger ermutigen, in ein bislang unbekanntes Lernfeld einzutauchen. Eine Hürde können die Kosten sein, d.h. das Angebot sollte bezahlbar sein oder umsonst angeboten werden.

„Passgenau und zukunftsfähigkeitsfördernd!“

Wir sind uns alle einig: am attraktivsten sind diejenigen Angebote, die zielgruppenspezifisch auf individuelle Situationen zugeschnitten sind, um den maximalen Mehrwert und unmit- telbaren Transfer in den Arbeitsalltag zu ermöglichen. Von Bedeutung ist dabei auch der Unternehmenskontext: Branche, Größe und Kultur sind entscheidend für ein optimales Weiterbildungsangebot. Sehr wichtig waren den Teilnehmern die Orientierung an Stärken und ein hochgradiger Praxisbezug. Immer im Blick ist die Steigerung der fachlichen und persönlichen Kompetenzen, um Handlungskompetenzen für die Zukunft zu vergrößern und so einen attraktiven Mehrwert für den Einzelnen und das Unternehmen zu schaffen. Eine Expertin schildert, dass es mittels innovativer Messungen der Gehirnströme bereits heute möglich sei, genau festzustellen, welchen Lernstand und -bedarf eine Person hat. Spannende Entwicklung zur idealen Passform!

„Inhalte, die ich wirklich, wirklich will – immer und überall.“

Während ortsungebundenes Lernen ein essenzieller Faktor ist, möchten wir auch au die Vereinbarkeit von Weiterbildung mit Job und Familie nicht außer Acht lassen – Internationalität und generationsübergreifende Kollaboration inbegriffen. Inhalt und Form der zielgruppenspezifischen Angebote sollten dabei vom Unternehmen und den Mitarbeitern gemeinsam gestaltet werden, um die Umsetzbarkeit in der Praxis zu prüfen und eine hohe Qualität von Angebot und Ergebnissen zu gewährleisten. Bereits heute gibt es innovative Ansätze von Unternehmen, die den Mitarbeitern den Freiraum geben, selbstorganisiert an gemeinsamen Lernzielen zu arbeiten – und damit den maximalen Mehrwert des Einzelnen sicherstellen und diesen für das Unternehmen skalierbar machen.

„Multisensorischer Medienmix“

Jeder Mensch lernt auf eine andere Art und Weise, daher lag der Wunsch nach einem modular aufgebauten und leicht veränderbaren Weiterbildungskonzept nahe. Ein vielfältiger Medienmix für alle Sinne, online und offline, sowie Indoor- und Outdoor-Angebote tragen zur Abwechslung bei und setzen unterschiedliche Lernimpulse.

Ganz auf sich gestellt möchte allerdings niemand immer sein: ein Unternehmen könnte die Vernetzung der Angebote mit einer fachlichen Lernbegleitung durch einen Moderator oder Coach abrunden, um den interaktiven Austausch zu moderieren oder in einem Folgecoaching den Transfer zum Arbeitsplatz zu optimieren.

Wir wollen Impulse liefern, welche vielfältigen Bedürfnisse ein Weiterbildungsangebot erfüllen muss, um interessant und wirksam zu sein – von der Eigenverantwortung des Einzelnen für seine Lernziele bis zur Offenheit von Führungskraft und Unternehmen für eine Veränderung im Alltag. Die Kunst besteht nun darin, verschiedene Perspektiven effektiv miteinander zu verknüpfen, um innovative und individuelle Angebote zu entwickeln.

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2 passende Publikationen von Dana Arzani

Cover zu Weiterbildung 4.0
Cover zu MOMENTE DER WAHRHEIT - BLOG
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Antwort von Jörg Köck
Geschäftsführer BETTER SOLUTIONS Coachingconsulting GmbH Locarno - Monte Bré

Damit die Kosten als Investition behandelt werden können. vielleicht sollte man Regeln einführen, die es erlauben, Weiterbildung auch abzuschreiben.

Dazu sollten die beeinflussbaren KPI ´s vorab definiert werden.

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Antwort von Ariane Willikonsky
Inhaberin FON Rhetorik Stuttgart

Nur wenn die Teilnehmer einen klaren und langanhaltenden Nutzen aus der Weiterbidung ziehen, hat sich die finanzielle Investition auch wirklcih gelohnt. Trainer legen oft großen Wert darauf, ihren Inhalt lebendig zu verpacken, die Teilnehmer sind spontan sehr begeistert. Wenn dann aber nach Monaten gar kein Alltagsnutzen mehr bemerkbar ist, hatte man einen lustigen Tag, mehr nicht. Das ist definitiv zu wenig!

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1 passende Publikation von Ariane Willikonsky

Cover zu Der Weg zum Top Sprecher
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Antwort von Marion Seßler
Stellvertretende Geschäftsführerin INtem Trainergruppe Seßler & Partner GmbH Mannheim

Heutzutage kann es nicht mehr sein, dass nur die 'üblichen' 10 Prozent aus einem Seminar, einer Weiterbildung hängen bleiben, dazu sind Weiterbildungen zu teuer und Fehlzeiten am Arbeitsplatz zu kostbar.
Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Wissen, das nach einem Seminar nicht angewendet wird, ist eher 'schädlich'. Wissen ist heute nicht mehr Macht. Wissen bekommen wir von überall her – per Knopfdruck.
Etwas zu wissen bedeutet aber noch lange nicht, es auch zu können.  Wenn ein Unternehmen die Kompetenzen seiner Mitarbeiter ausbauen möchte, dann ist es von zentraler Bedeutung, das Können auszubauen – und das erfordert wiederum nachhaltiges Lernen.

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Antwort von Prof. Dr. Eckart Koch
Hochschule München München

... sonst würde der Effekt der Maßnahme verpuffen, die Kosten und die eingesetzte Zeit wären nicht effektiv eingesetzt worden. Nachhaltigkeit bedeutet hier, dass das Gelernte auch später im Unternehmen oder der Organisation verwendet werden kann.

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Antwort von Hartmut Meiler
Inhaber Hof an der Saale

Der Aufwand an Zeit, Geld und Engagement sollte beim Learner zur Selbstverwirklichung beitragen und sich damit in einer Veränderung (zumindest des Selbstbildes, idealerweise auch des Fremdbildes, der Fremdwahrnehmung) niederschlagen.

Um dies nachhaltig zu erreichen braucht es den Willen des Lernenden, sich weiterzuentwickeln.

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Antwort von Dr. Sabine Hahn
Geschäftsführer Digital Leadership Beratung Dr. Sabine Hahn Köln

Der Begriff der "Nachhaltigkeit" im Hinblick auf Weiterbildungen bedeutet nichts anderes, als dass ein Praxistransfer gewährleistet wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie zwar eine "gute Zeit" im Seminar etc. hatten, davon aber nichts in ihren Arbeitsalltag mitnehmen und dann ist das für die Weiterbildung investierte Geld leider eher umsonst...

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Antwort von Klaus Steinseifer
Inhaber Die Steinseifer-Seminare Hemmingen

Eine Wieterbildung ist am langen Ende nur so gut, wie sie in die tägliche Unternehmenspraxis einfließt und einen nachhaltigen Nutzen generiert, den man nicht immer materiell festmachen muss.

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Antwort von Judith Farwick
Inhaberin Judith S. Farwick Düsseldorf

Weiterbildung kostet vor allem eins: Zeit. Ob dies "nur" Ihre eigene Zeit ist oder die Zeit, in der Sie Ihre MA bezahlen, es ist die wichtigste Ressource, die wir alle haben, denn Zeit können wir weder kaufen noch vervielfachen.

Wenn Sie oder Ihre MA einen oder mehrere Arbeitstage in eine Weiterbildungsmaßnahme investieren, dann ist die Nachhaltigkeit der Maßnahme ein Hauptkriterium für ihre Sinnhaftigkeit. Ist ein Lern- oder Trainingserfolg nur kurzfristig gegeben, dann hat die Maßnahme ihren Zweck verfehlt, denn "Bildung" bedeutet, dass Kenntnisse und Fähigkeiten geschaffen werden. Dies geht weit über bloßes Anhören und ggf. Mitnotieren von Fakten hinaus; es bedeutet Verstehen und Anwenden.

Es heißt immer, Radfahren verlernt man nicht, wenn man es einmal konnte. Aber "Können" ist eben mehr als "Wissen, wie es gemacht wird", daher sollte es Teil einer Schulung o.ä. sein, dass die TN am Ende aufs Rad steigen - also selbständig das Vermittelte umsetzen. Wenn sie hierzu keine Gelegenheit bekommen, werden sie die Lerninhalte schnell vergessen, und dann wäre statt eines Schulungstages ein zusätzlicher Urlaubstag sinnvoller!

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1 passende Publikation von Judith Farwick

Cover zu Zwischen den Zeichen
Foto von Ralph Dalibor
Antwort von Ralph Dalibor
Inhaber Dalibor.communications Bielefeld

Muss sie nicht, wenn Sie Geld wie Heu haben und es gern verteilen wollen.

Doch im Ernst: Wenn eine Weiterbildung nicht nachhaltig ist, also keinen dauerhaften Nutzen für den Auftraggeber hat, weshalb sollte sie dann durchgeführt werden? Wenn Sie einen PKW kaufen, dann wollen Sie ihn doch auch nutzen und nicht nur das tolle Erlebnis beim Abholen haben. 

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