Was muss man als Gründer über den Umgang mit der Umsatzsteuer wissen?

2 Expertenantworten: Foto von Dr. Sabine Hahn Foto von Karl H. Jaquemot

Antworten:

Foto von Dr. Sabine Hahn
Antwort von Dr. Sabine Hahn
Geschäftsführer Digital Leadership Beratung Dr. Sabine Hahn Köln

Solange sie noch unter die Kleinunternehmerregelung fallen müssen sie sich um die Umsatzsteuer nur bedingt kümmern. Sie dürfen sie nicht in Rechnung stellen und insofern auch nicht mit bezahlter Umsatzsteuer verrechnen. Sobald sie umsatzsteuerpflichtig werden, ist u.a. auch die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich relevant.

Kleinunternehmer ist, wer unter 17,500 Euro im Kalenderjahr verdient bzw. unter 50,000 im folgenden Geschäftsjahr. Die Kleinunternehmerregelung (§ 19 des Umsatzsteuergesetzes) kann prima im Internet recherchiert werden.

 

Viel Erfolg!

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.

Foto von Karl H. Jaquemot
Antwort von Karl H. Jaquemot
Inhaber Betriebsberatung Jaquemot Aachen

Die Leistungen, die gewerblich oder freiberuflich erbracht werden, unterliegen meist der Umsatzsteuer, man muss also i.d.R. zur Zeit 19% Umsatzsteuer berechnen. Bestimmte Leistungen ( z.B. im Heilwesen die Leistungen von Ärzten oder Krankenhäusern) sind umsatzsteuerfrei, wieder andere Lieferungen von Waren der Grundbedürfnisse (z. B. Lebensmittel oder Bücher) haben einen ermäßigten Steuersatz von z. Zt. 7%.

Sie müssen also auf Ihre Leistung vermutlich 19% draufschlagen, in Rechnung stellen und kassieren. Die von Ihnen berechnete Umsatzsteuer muss jeweils monatlich an das Finanzamt gemeldet und abgeführt werden.

Wenn Sie das Vorzeichen umdrehen, also einkaufen und die vom Lieferanten/vom Händler ausgewiesene UST zahlen, werden diese Beträge durch die Anmeldung beim Finanzamt (Umsatzsteuervoranmeldung) wieder zurückgeholt. Zahlen tun Sie so nur die Differenz zwischen der in Rechnung gestellten UST und der gezahlten UST.

Je nachdem, wie viel UST Sie in einem Jahr schuldig waren, muss die Voranmeldung monatlich (bei mehr als 7500 € Ust-Schuld jährlich), quartalsweise (zwischen 7500 € und 1000 € jährlich) oder sogar nur jährlich (bei weniger als 1000 € Ust - Schuld jährlich) abgegeben werden.

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.

3 passende Publikationen von Karl H. Jaquemot

Cover zu Fördergelder (E-Book)
Cover zu Fördergelder
Cover zu Existenzgründung


Weitere Fragen zum Thema Gründungsberatung