Richtet sich Unternehmenskultur nur nach außen (Kunden) oder auch nach innen (eigene Mitarbeiter)?

5 Expertenantworten: Foto von Dr. Werner Antal Foto von Wolf Reiner Kriegler Foto von Anke Hommer Foto von Bettina Schöbitz Foto von Dr. Wolfgang Griepentrog

Antworten:

Foto von Dr. Werner Antal
Antwort von Dr. Werner Antal
Motivationscoach MTT-ANTAL, Managementtraining & -Therapie, Wien

Es gibt einige, zum Teil wissenschaftliche Untersuchungen, die die Wechselwirkung von Unternehmenskultur nach außen und nach innen. Aus meiner Erfahrung wird viel zu viel nach außen investiert, nach innen sind, vor allem im Dienstleistungsbereich, Investitionen in Unternehmenskultur kostengünstiger und wirkungsvoller.

Foto von Wolf Reiner Kriegler
Antwort von Wolf Reiner Kriegler
Gründer und Geschäftsführer DEBA Deutsche Employer Branding Akademie, Berlin

Unternehmenskultur richtet sich vor allem nach innen.

Nur wenn intern eine – im besten Fall strategisch gewünschte – Unternehmenskultur gelebt wird, die auf konkret zu benennenden Prinzipien beruht, die sich in Haltung und Verhalten der Mitarbeiter und Führungskräfte ausdrücken, werden das auch externe Bezugsgruppen der Marke spüren, z.B. Kunden in der sog. Customer Journey. Deshalb ist die positive Entwicklung und Pflege der eigenen Kultur überall dort entscheidend, wo Mitarbeiter das Kundenerlebnis stark prägen (z.B. Handel, Consulting, Gesundheit, Hotellerie, Gastronomie, Banken usw.)

Identifikation mit der Kultur des eigenen Arbeitgebers sträkt signifikant die Leistungsmotivation der Mitarbeiter. Das spüren die die Kunden. Und macht Unternehmen finanziell erfolgreicher. Diese Korrelationen sind in diversen Studien bewiesen.

Ein Turbobooster, um diese Effekte zu beschleunigen, ist das Recruiting. Wenn neue Mitarbeiter strikt nach Cultural Fit eingestellt werden, stärkt das Kultur und Identität enorm.

Es gibt noch so viel dazu zu sagen. Gerne im direkten Kontakt: kriegler@employerbranding.org

Schöne Grüße!

Passende Publikationen von Wolf Reiner Kriegler

Cover zu Vor der Haustür kehren
1
Foto von Anke Hommer
Antwort von Anke Hommer
Inhaberin DESIGN & ENERGY, München

Eine Unternehmenskultur kann nur dann überzeugend (!) nach außen getragen / kommuniziert werden, wenn sie von innen auch gelebt wird. Somit muss sie sich nach innen und nach außen richten.

Passende Publikationen von Anke Hommer

Cover zu "Ich kann so nicht arbeiten!"
Cover zu Wenn Marken lächeln
2
Foto von Bettina Schöbitz
Antwort von Bettina Schöbitz
Respektspezialistin Respektspezialistin, Mettmann
Unternehmenskultur lebt vom Innen und vom Außen. Das eine ohne das andere funktioniert in keiner Weise.
Foto von Dr. Wolfgang Griepentrog
Antwort von Dr. Wolfgang Griepentrog
Interim Manager, Inhaber PR- und Managementberatung WordsValues Griepentrog Kommunikationsmanagement, Leichlingen

Eine starke Unternehmenskultur bzw. ein glaubwürdiger einheitlicher Auftritt als Unternehmensmarke muss den externen und den internen Stakeholdern gleichermaßen gerecht werden - kurz gesagt: nach innen wie nach außen spürbar und erlebbar sein. Dazu solte man ein Leitbild erarbeiten, das nach außen und nach innen gerichtet ist:

Natürlich entsteht die Kultur des Unternehmens zunächst durch diejenigen, die das Unternehmensversprechen erfüllen, also Top-Manager, Führungskräfte, Mitarbeiter und weitere interne Stakeholder (z.B. interne Diensleister). Das Profil der Marke entsteht im Innern und ist Ausdruck der Unternehmenskultur. Nur wenn ein Unternehmen im Innern überzeugend und stark zusammenwirkt, kann es nach außen hin überzeugen. Die Außenwirkung der Unternehmenskultur ist dabei ebenso wesentlich für den geschäftlichen und unternehmerischen Erfolg, weil sie Berechenbarkeit schafft. Durch die im Leitbild verbindlich formulierten Merkmale der Unternehmenskultur wird ein Unternehmen für Kunden, Öffentlichkeit, Geschäftspartner etc. berechenbar und überprüfbar. So kann man z.B. von außen bewerten, ob Führung und Mitarbeiter des Unternehmens konform zu den eigenen Werten handeln. Wenn dann Diskrepanzen erkennbar werden (siehe z.B. bei den prominenten Bankenkrisen), deutet das auf Schwächen in der Unternehmenskultur hin.

Für weitere Infos zum Them,a empfehle ich meinen Beitrag "Wenn Leitbilder unglaubwürdig machen" auf Umweltdialog.de.

Passende Publikationen von Dr. Wolfgang Griepentrog

Cover zu Drei Spielregeln für die CEO-Reputation
Cover zu Fünf Leitfragen zur Kommunikation im digitalen Wandel
Cover zu Corporate Marketing als Kernaufgabe glaubwürdiger Unternehmenskommunikation
Cover zu Glaubwürdig kommunizieren
Cover zu Konzerne mit unklarer Mission
Cover zu Wie die Neuausrichtung der Unternehmenskommunikation gelingt:
Cover zu Gute PR erfüllt einen gesellschaftlichen Auftrag:
Cover zu Drei gute Gründe, warum man Reputationsmanagement braucht
Cover zu Wie baue ich ein nachhaltig erfolgreiches Reputationsmanagement auf?
Cover zu Strategische Kompetenz: Von der Kunst, den richtigen Weg zu finden, Teil II
Cover zu Wenn Leitbilder unglaubwürdig machen
Cover zu Das Glaubwürdigkeitsprinzip
Cover zu WordsValues Kommunikationsmanager
Cover zu Glaubwürdigkeit - Mitgliederbefragung der Fachgruppe Glaubwürdigkeit im Pressesprecherverband
14


Weitere Fragen zum Thema Unternehmenskultur