Richtet sich Unternehmenskultur nur nach außen (Kunden) oder auch nach innen (eigene Mitarbeiter)?

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Antworten:

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Antwort von Dr. Werner Antal
Motivationscoach MTT-ANTAL, Managementtraining & -Therapie, Wien

Es gibt einige, zum Teil wissenschaftliche Untersuchungen, die die Wechselwirkung von Unternehmenskultur nach außen und nach innen. Aus meiner Erfahrung wird viel zu viel nach außen investiert, nach innen sind, vor allem im Dienstleistungsbereich, Investitionen in Unternehmenskultur kostengünstiger und wirkungsvoller.

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Antwort von Wolf Reiner Kriegler
Gründer und Geschäftsführer DEBA Deutsche Employer Branding Akademie, Berlin

Unternehmenskultur richtet sich vor allem nach innen.

Nur wenn intern eine – im besten Fall strategisch gewünschte – Unternehmenskultur gelebt wird, die auf konkret zu benennenden Prinzipien beruht, die sich in Haltung und Verhalten der Mitarbeiter und Führungskräfte ausdrücken, werden das auch externe Bezugsgruppen der Marke spüren, z.B. Kunden in der sog. Customer Journey. Deshalb ist die positive Entwicklung und Pflege der eigenen Kultur überall dort entscheidend, wo Mitarbeiter das Kundenerlebnis stark prägen (z.B. Handel, Consulting, Gesundheit, Hotellerie, Gastronomie, Banken usw.)

Identifikation mit der Kultur des eigenen Arbeitgebers sträkt signifikant die Leistungsmotivation der Mitarbeiter. Das spüren die die Kunden. Und macht Unternehmen finanziell erfolgreicher. Diese Korrelationen sind in diversen Studien bewiesen.

Ein Turbobooster, um diese Effekte zu beschleunigen, ist das Recruiting. Wenn neue Mitarbeiter strikt nach Cultural Fit eingestellt werden, stärkt das Kultur und Identität enorm.

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Antwort von Anke Hommer
Inhaberin DESIGN & ENERGY, München

Eine Unternehmenskultur kann nur dann überzeugend (!) nach außen getragen / kommuniziert werden, wenn sie von innen auch gelebt wird. Somit muss sie sich nach innen und nach außen richten.

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Antwort von Kjell Peter
Inhaber Kjelldesign, Friedrichsruh

Habe ich eine Kultur die auf Prinzipien aufbaut, so erleichtert dies das Verständnis von Handlungsweisen nach innen und außen und schließt Dinge aus und Andere Dinge ein. Eine auf Prinzipien aufgebaute Unternehmenskultur jann so ausgebaut und verfeinert werden. Ein Ziel eine guten Unternehmenskultur kann z.B. das Prinzip der WinWin Situation sein.

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Antwort von Dr. Wolfgang Griepentrog
Interim Manager, Inhaber PR- und Managementberatung WordsValues Griepentrog Kommunikationsmanagement, Leichlingen

Eine starke Unternehmenskultur bzw. ein glaubwürdiger einheitlicher Auftritt als Unternehmensmarke muss den externen und den internen Stakeholdern gleichermaßen gerecht werden - kurz gesagt: nach innen wie nach außen spürbar und erlebbar sein. Dazu solte man ein Leitbild erarbeiten, das nach außen und nach innen gerichtet ist:

Natürlich entsteht die Kultur des Unternehmens zunächst durch diejenigen, die das Unternehmensversprechen erfüllen, also Top-Manager, Führungskräfte, Mitarbeiter und weitere interne Stakeholder (z.B. interne Diensleister). Das Profil der Marke entsteht im Innern und ist Ausdruck der Unternehmenskultur. Nur wenn ein Unternehmen im Innern überzeugend und stark zusammenwirkt, kann es nach außen hin überzeugen. Die Außenwirkung der Unternehmenskultur ist dabei ebenso wesentlich für den geschäftlichen und unternehmerischen Erfolg, weil sie Berechenbarkeit schafft. Durch die im Leitbild verbindlich formulierten Merkmale der Unternehmenskultur wird ein Unternehmen für Kunden, Öffentlichkeit, Geschäftspartner etc. berechenbar und überprüfbar. So kann man z.B. von außen bewerten, ob Führung und Mitarbeiter des Unternehmens konform zu den eigenen Werten handeln. Wenn dann Diskrepanzen erkennbar werden (siehe z.B. bei den prominenten Bankenkrisen), deutet das auf Schwächen in der Unternehmenskultur hin.

Für weitere Infos zum Them,a empfehle ich meinen Beitrag "Wenn Leitbilder unglaubwürdig machen" auf Umweltdialog.de.

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