Woran erkennt man seriöse Headhunter?

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Antworten:

Foto von Christian M. Böhnke
Antwort von Christian M. Böhnke
GF Frauen-Headhunter, Personalberater, Buchautor HUNTING / HER - Pioneers in shePlacement Hamburg

Aufgrund der gebotenen Diskretion bleibt es für Aussenstehende oft sehr schwer einzuschätzen, ob man es mit einem seriösen Personalberater zu tun hat oder eben nicht. Persönliche Empfehlungen oder Referenzen können hier einen wichtigen Anhaltspunkt geben. 

Darüber hinaus empfielt es sich, genauer nachzufragen, z.B. ob ein konkretes Stellenangebot vorliegt oder die Vakanz exklusiv vom entsprechenden Headhunter  besetzen ist. Seriöse Personalberater werden keinen Lebenslauf anfordern, sofern sie keine konkrete Stelle zu besetzen haben. 

Ein seriöser Personalberater sichert darüber hinaus eine vollumfängliche Diskretion zu und wird keinen Lebenslauf weitergeben, ohne entsprechende Erlaubnis des Kandidaten. 

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Antwort von Andre Dieckschulte
Inhaber Andre Consulting Mettingen - Nierenburg

Seriosität

Es gibt einige Merkmale, anhand derer man sich als Kandidat von der Qualität des Headhunters überzeugen kann – eines der wichtigsten ist sicherlich die Seriosität. Hier sind einige Punkte, die Sie beachten sollten.

  • Nennt der HEADHUNTER seinen Namen am Telefon? Wenn er dies auch auf Nachfrage nicht tut, hat er vermutlich etwas zu verbergen – in diesem Fall sollte man sich gründlich überlegen, ob man wirklich auf das Angebot eingehen möchte, oder ob man das Gespräch nicht doch besser schnellstmöglich beendet.
  • Gibt es bereits ein konkretes Stellenangebot, für das der eigene Lebenslauf angefordert wird? Hier gilt die Regel: Angebot und Lebenslauf gehen stets Hand in Hand. Seriöse Headhunter werden einen Lebenslauf nicht anfordern, wenn sie keine konkrete Stelle zu besetzen haben.
  • Fragt der Headhunter erst nach Ihrem Interesse, oder direkt nach dem Lebenslauf?  Hier gilt: Ein Headhunter, der nicht zuerst nach dem Interesse des potenziellen Kandidaten sondern direkt nach dem Lebenslauf fragt, kann als unseriös betrachtet werden. Schließlich hat kein Auftraggeber Bedarf an Kandidaten, die gar nicht zu ihm wechseln wollen.
  • Ein seriöser Headhunter wird den Lebenslauf eines Kandidaten auch grundsätzlich nur für die besprochene Position weitergeben. Sollte er zufällig noch weitere Stellenangebote vorliegen haben, auf die ein Kandidat passen würde, so kontaktiert er diesen zunächst und bespricht die neue Situation mit ihm – und das bei jedem einzelnen Stellenangebot

    Diskretion

    Diskretion ist ein ganz wichtiger Punkt im Bereich Executive Search. Gute Headhunter plaudern beim ersten Telefonat nicht über die Art und Weise, wie sie die genauen Kontaktdaten des potenziellen Kandidaten recherchiert haben. Auch werden disrkete Headhunter beim ersten Telefonat sehr vorsichtig vorgehen und zunächst überprüfen, ob der Kandidat überhaupt frei sprechen kann – weitere Details werden grundsätzlich in einem zweiten Telefonat oder beim ersten Interview besprochen.

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Foto von Joachim Lang
Antwort von Joachim Lang
Geschäftsführer consinion GmbH Ulm

Sie zücken nicht gleich ein Angebot sondern hinterfargen erstmal die Motivation eines Wechsels. Und sie haben den Mut nachdem klar ist, dass bestimmte Rahmenbedingungen (z.B. Gehalt, Verfügbarkeit oder Mobilität) nicht passen das Gespräch zügig zu beenden.

Gute Headhunter pflegen ihr Netzwerk auch dann wenn aktuell keine Stelle passend ist. Damit steigt für den Headhunter die Chance auf den richtigen Kandidaten dramatisch und für den Kandidaten sein Marktwert.

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1 passende Publikation von Joachim Lang

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Foto von Prof. Dr. Christian Zielke
Antwort von Prof. Dr. Christian Zielke
Hochschullehrer Zielke Wettenberg

1. Erfahrung

a. in der jeweiligen Branche (Stichwort Kunden)
b. wie lange schon am Markt (Stichwort: Jahr der Unternehmensgründung)

2. Kompetenz

Diese Informationen lassen Rückschlüsse auf die individuelle Fachkompetenz und auf die Größe seines Netzwerkes zu

3. Diskretion

Verschwiegenheit hat in dieser Branche oberste Priorität. Viele Auftraggeber wünschen nicht, dass der Personalberater sie namentlich nennt. Deswegen finden Verweise auf Referenzen oftmals anonymisiert statt.

4. Garantie

Wenn der Kandidat innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausfällt, wird durch den Headhunter kostenlos nachbesetzt.

5. Netzwerk

Seriöse Headhunter sind entweder Teil von einem Headhunternetzwerk oder -verband sein, an dessen Grundsätze er gebunden ist.

Falls eine solche Mitgliedschaft nicht gegeben ist, sollte zumindest ein eigener Grundsatzkatalog vorhanden sein – im Idealfall direkt einsehbar auf der Website des Headhunters

6. Zertifizierungen

Hinweise auf Zertifizierungen nach ISO und andere Qualitätsstandards

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Foto von Lothar B. Wigger
Antwort von Lothar B. Wigger
Inhaber / Geschäftsführer Movie Park Germany GmbH & Co KG Steinfurt

Auf Grund des sgn. Fachkräftemangels nimmt die Bedeutung und somit in Anspruchnahme der HEADHUNTER stetig zu. Allerding ist das Berufsbild des HEADHUNTERS nicht geschützt! Somit steht der Berufsmarkt offen, was leider auch "schwarze Schafe"  (und das nicht wenige!) anzieht.

Aber es gibt auch die "weißen, seriösen und fachkompetenten Schafe"! Sie suchen ein Solches? Mit diesen Hinterfragungen und Beobachtungen erhalten Sie eine (relative) gefühlte Sicherrheit. Die "echte, finale" Sicherheit ergibt sich leider immer nur wärend und nach der Zusammenarbeit!

Hier einige Tipps zur Erlangung der gefühlten Sicherheit mit anschließender Vereinbarung zur Zusammenarbeit:

- Der Headhunter (m/w) gibt sich klar und umfänglich zu erkennen. Er/Sie nennt den vollen Namen sowie Anlass der Kontaktaufnahme und hinterfragt Ihr Interesse.

- Er/Sie verlangt niemals bereits im ersten Kontakt Ihren Lebenslauf ein.

- Er/Sie ist Mitglied in einem Berufsverband (z.B. BDU).

- Er/Sie garantiert absolute Diskretion. So der HEADHUNTER (m/w) bereits beim ersten Kontakt freimütig sein Recherche-Vorgehen darlegt, wie er zu Ihnen gefunden hat (?), ist VORSICHT geboten!

Als FAZIT rate ich bei der Auswahl zu einem Mitglied eines Berufsverbandes.

Ihnen, werte Leser/innen weiterhin viel Erfolg und Gesundheit

Lothar B. Wigger

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Foto von Harald Weizbauer
Antwort von Harald Weizbauer
eduCCon - Harald Weizbauer Übersee

Erkennen des korrekten Potentials des Freiberuflers. Gute Ahnung von den Inhalten einer ausgeschriebenen Stelle um ein gutes Matching zu erzeugen. Nachhaltiges Tracking der Beauftragung - der Freiberufler sollte stets auf dem Laufenden gehalten werden

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Foto von Lutz Breunig
Antwort von Lutz Breunig
Landsberg

... an der Transparenz seiner Vogehensweise - das heisst, der zu vermittelnde Kopf muss jederzeit wissen, was Stand der Dinge ist.

Lutz Breunig, Herausgeber servicereport: http://servicereportblog.de 

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Foto von Astrid Göschel
Antwort von Astrid Göschel
Geschäftsführerin SprachINGENIEURIN Hamburg

Leider bin ich hierfür nicht die richtige Ansprechpartnerin.

Ich würde vermutlich nach Referenzen fragen und gute Fragen stellen.

Auch würde ich für mich definieren, welche Leistung ich erwarte ubd welche Fragen für mich geklärt werden müssen.

Erhalte ich konkrete Antworten, dann wäre das schon einmal ein "gutes" Zeichen für mich.

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Foto von Prof. Arnd Joachim Garth
Antwort von Prof. Arnd Joachim Garth
the boss ...die ideenfabrik Berlin

Man erkennt Sie meist daran, dass es nicht nur vordergründig um Geld geht, sondern um echte Projekthilfe bzw. hohe Qualitätsanforderungen an die Tätigkeit und menschliche Aspekte im Führungsstil.

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Foto von Raik-Michael Meinshausen
Antwort von Raik-Michael Meinshausen
Partner Stanton Chase Düsseldorf

Klare Worte: Es ist garnicht zu erkennen! Wenn mit Seriosität gemeint ist, dass ein Mensch "anständig, ordentlich, zuverlässig und vertrauenswürdig" ist, so zielt dies immer auch auf einen Kontext, innerhalb sich der Headhunter (Personalberater) bewegt.Nun, da bekannt geworden ist, dass nicht einmal Prister davor gefeit sind, untadelig aufzutreten, warum sollten es da gerade Headhunter sein...? "Scharze Schafe" gibt es leider überall.

Grundlage für diese o.g. Eigenschaften scheinen absolute Unabhängigkeit, maximale Kompetenz und größte Freiheit. Das gibt es so aber leider nicht; das gibt es nur relativ. Denn es werden immer mehrere Ziele verfolgt, diese aber können sich einander beeinflussen. "Verkauft" der Personalberater einen "guten Kandidaten" an einen Kunden, um damit ein (maximales) Honorar zu erzielen oder "berät" der Headhunter den Kunden Kunden optimal und verzichtet somit auf ein "Placement eines Kandidaten" und infolge sein Honorar? Das ist nicht nur polemisch gemeint.. - denn die bekanntesten Headhunter sind in der Regel die mit den höchsten Umsätzen. Daraus kann jede/r seine schlüsse ziehen ;-)

Andererseits gibt es Indikatoren (nicht aber Garanten), die für die Güte eines Personalberaters sprechen - allerdings sind viele davon "Anmutung": Geschäftsgebaren, Professionalität, Netzwerk, Kontaktanzahl, Referenzen, Unternehmensgröße, Teamgröße, Konzept, Suchstrategie, Ausbildung, Vertragsform, Verbandszugehörigkeit, Quaitätskriterien, Kometenzmix, Tool Wissen, Reputation, Schufa, Führungszeugnis, Insolvenzfreiheit, Auftritt, Vertrauen, Glaubhaftigkeit, Ethik, Mitarbeiterumgang, etc.

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1 passende Publikation von Raik-Michael Meinshausen

Cover zu Die "Berater-Berater" - Ein Blick hinter die Kulissen der Consultingbranche
Foto von Helmut Seegmüller
Antwort von Helmut Seegmüller
Inhaber conTrust Sinzheim / Baden-Baden

- Intensives erfragen des Profils der zu besetzenden Stelle

- Gute Vernetzung in der jeweiligen Branche

- Kennt die Key-Player der größeren Firmen

- Gibt Nachbesetzungsgarantie bei Unzufriedenheit mit der Stellenbesetzung

 

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Foto von Volker Maiwald
Antwort von Volker Maiwald
Inhaber Warstein

Hallo,

seriöse Headhunter erkennt man am Namen, der entsprechenden Agentur/Beratung und seriöser Vorgehensweisen. Ein guter Headhunter wird nicht an der Bar oder am Telefon wesentliche Details des Jobangebots erzählen.

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