Kann man Stress auch positiv nutzen?

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Antworten:

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Antwort von Babak Rafati
Selbständig Hannover

 Ja ! Durch Work-Life-Balance und Strategien wie z.B. Positive Psychologie.

 

Ich habe selbst als ehemaliger FIFA- & Bundesliga - Schiedsrichter extremen Stress in der Praxis bis zum Exzess erlebt, was in einem Suizidversuch gipfelte. Daher halte ich Vorträge im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement in der freien Wirtschaft und bei Führungskongressen, um meine Erfahrungen weiterzugeben. Dabei schildere ich bei diesen Stressmanagement-Vorträgen nicht klassisch aus medizinischer bzw. therapeutischer Sicht, vielmehr beschreibe ich meine Dramaturgie des "Von - sich - selbst - Entfernens" aus der Praxis.

 

Die Themen Lesitungsdruck, Burnout,Schwächen, Männerideale, usw. sind nicht nur im Spitzensport anzutreffen, vielmehr ein Gesellschaftsphänomen in unserem Berufsalltag. Im zweiten Teil gebe ich gezielt Strategien für das Stressmanagement an die Hand, damit wir "Brennen statt auszubrennen" und eine "Gesunde Reaktion auf ungesunde Umstände" anwenden. Altes mit neuen Augen betrachten und dadurch den Stress in positive Energie umwandeln.

 

Die Parallelen aus dem Spitzensport zum Berufsalltag sind sehr verblüffend. Ich möchte nur deutlich machen, dass wir uns diesem Thema, der eigenen Gesundheit und dem Stress, viel mehr Achtsamkeit und Bedeutung schenken sollten. Durch Bücher, Vorträge, Seminare oder aber auch Besuch bei einem professionellem Therapeuten. Ich habe fast im Grab gelegen und dem Tod in die Augen geschaut, obwohl ich immer stark, extrovertiert, ein Leader und in Führungspositionen war. 

 

Die Weltgesundheitsorganisation warnt: "Gerade Führungskräfte und starke Persönlichkeiten sind von Stress stark betroffen und gefährdet, daher ist Stress und leistungsdruck ein hochaktuelles und zukünftiges Thema in unserem Berufsalltag."  

 

Selbstbestimmung ist das Zauberwort. Nicht die "bösen" Chefs und  Kollegen dieser Welt sind schuld. Niemand ist in der Lage uns zu verletzen, nur wir selbst lassen es zu. Ich möchte motivieren ! Ich habe es auch geschafft und jeder Andere kann das auch schaffen. Brennen statt auszubrennen wandelt Stress in positive Energie um. Durch Prävention !

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Foto von Klaus Kampmann
Antwort von Klaus Kampmann
Inhaber Kampmann Coaching Berlin

Stress ist per se nichts Schlechtes im Prinzip ist es ein Schutzprogramm. Die Wissenschaftler Yerkes und Dodson haben schon vor ca. 100 Jahren den Zusammenhang zwischen Stress und Leistung untersucht und festgestellt das Stress eine treibende Komponente hat und diese zur Leistungsabgabe genutzt werden kann. In diesem Zusammenhang ist die innere Einstellung zur Stresssituation entscheidend. Wird eine Tätigkeit als belastend empfunden mündet das in negativen Stress. Wird jedoch eine Situation/Aufgabe etc. als bezwingbar und sinnvoll erachtet, können hohe Kräfte entstehen.

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Antwort von Stefan Hieronimus
Geschäftsführer Leienkaul

Gewiss doch! Stress ist zunächst einmal positiv, da er uns leistungsfähig und aufmerksam macht. Stress wird erst dann zum Problem, wenn starke Belastungssituationen dauerhaft bestehen, d.h. Stress an Intensität und Häufigkeit so groß ist, dass wir ihn nicht mehr kompensieren können.

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Foto von Heinz Léon Wyssling
Antwort von Heinz Léon Wyssling
Inhaber Coaching & Entwicklung Zürich

Stress an sich ist nicht negativ, das Wort ist in unserer Kultur belastet, weil es nur im negativen Kontext verwendet wird. Ohne Stresshormone wie Adrenalin, Cortisol etc. geht gar nichts. Wir brauchen Stress bzw. müssen das Benzin (Adrenalin) in den Tank tun, damit wir in Bewegung kommen. Nach der Anspannung bei der Leistungserbringung muss immer eine vollständige Entspannung eintreten, damit eine Regeneration möglich ist.

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Antwort von Eva-Maria Fetzner
Inhaberin FETZNER Telefontraining Pforzheim

Es ist erwiesen, dass der Mensch seine höchste Leistungsfähigkeit bei "mittlerem Stress" erbringt. Sämtliche Voraussetzungen, die er für die Tätigkeit mitbringt, werden bei Stress zur Entfaltung angeregt. Das Ergebnis der eigenen Leistung macht zufrieden, steigert das Selbstwertgefühl und die eigene Wichtigkeit. 2 Stressarten sind bekannt: Eu-Stress (positiver Stress, der Menschen zur Leistung herausfordert) und Dis-Stress (negativer Stress, der eine zu hohe Belastung darstellt und deshalb zu Ermüdung, Erschöpfung, Erkrankung und Zusammenbruch führen kann). Ohne jeglichen Stress passt sich der Mensch an die "lasche Situation" an und ist unterfordert / richtet sich bequem ein. Auch das kann langfristig zu Ermüdung und Erkrankung führen. 

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