Was sind Ihre Tipps, um Stress dauerhaft zu reduzieren?

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Foto von Brigitte Hilscher
Antwort von Brigitte Hilscher
Heilpraktiker für Psychotherapie Brannenburg

Es wäre kontraproduktiv dem Klienten ein entspannteres Leben vorzuschlagen, weil das vermutlich noch mehr Stress erzeugen würde und niemals die Ebene erreichen würde in der Stress entsteht. 

Eine permanente Überforderung der eigentlichen Möglichkeiten ohne Zielfindung erzeugt Dauerstress. Ich bin zutiefst davon überzeugt wenn wir Menschen die eigentlichen Talente leben sind wir in einem inneren Einklang. Gegen die eigene Natur leben ist Normalität geworden und wir erleben jeden Tag mit Ablehnung und Kampf. Die Frage heißt „ was könnte ich hier und heute verändern, dass mein Leben Gestalt annimmt?“ Dazu gehört Mut und echte Bereitschaft aber langfristig lohnt es sich allemal. Dinge die (noch) nicht zu ändern sind durch Akzeptanz und Hingabe wandeln ,bis sie sich im Nachhinein als wertvollen Wachstumsprozess erkennen lassen. Dies aber ist kein Stress, das ist die Grundlage für Durchhaltevermögen und Stärke die notwendigen Pfeiler für menschliches Dasein. :)

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Foto von Babak Rafati
Antwort von Babak Rafati
Selbständig Hannover

Ich habe selbst diese Dinge als FIFA und Bundesliga Schiedsrichter erlebt. Ich war somit prädestiniert für Stress und Leistungsdruck. Bei mir führte das Ganze zu Burnout bis zu einem Suizidversuch.  

In der freien Wirtschaft vermittle ich heute u.a. bei DAX Unternehmen und Führungskongressen Präventions Strategiengegen Stress und motiviere aus Eigenerfahrung.

Bei Interesse können Sie gerne mehr auf der Homepage  http://babak-rafati.de zu Vortägen zum Thema Stressmanagement, Change Management, Motivation und Persönlichkeitsentwicklung erfahren. Dort bekommen Sie auch Informationen zum Vortragsinhalt, Referenzen sowie Kundenrezensionen.  

"Ein Vortrag, der ein Leben verändern kann."  - Bayerischer Rundfunk - 

Ich freue mich über Ihren Besuch.

Ihr Babak Rafati

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1 passende Publikation von Babak Rafati

Cover zu Ich pfeife auf den Tod
Foto von Franz J. Schweifer
Antwort von Franz J. Schweifer
Geschäftsführer Die ManagementOASE Mödling b. Wien

1. ANMERKUNGEN VORAB

Auch wenn es vorab ernüchtern mag – aber ein Wundermittel gegen Stress ist pure Illusion. Vor allem ein Mittel, das uns auf Dauer davor schützt, unter Druck zu geraten oder auch einmal ausgepowert zu sein. Denn Stress hat (zu) viele Gesichter, Ursachen und Auswirkungen, dass er sich so einfach zähmen ließe. So wie der Mensch selbst ein widersprüchliches Wesen ist, dessen (Lebens-)Umstände, Ansprüche und Reaktionen sich höchst variabel zeigen.

Die Widersprüchlichkeit offenbart sich etwa auch darin, dass einerseits das Lamento „Ich habe keine Zeit, ich bin im Stress!“ zur stereotypen Formel geworden ist. Andererseits scheint das Unter-Druck-und-gestresst-Sein vielfach auch zum Prestigeausweis für Wichtigkeit und Bedeutsamkeit geworden zu sein. Jedenfalls zahlt eine nervöse Leistungsgesellschaft des „Alles-gleichzeitig-und-zwar-Sofort“ einen Preis. Und der heißt: Stress. Viel Stress. Mitunter Dauerstress.

Dabei ist Stress an sich weder (nur) gut noch (nur) schlecht. Er hat aber immer Konsequenzen, positive oder negative. Er ist ein ganz normaler Teil unseres Daseins. Ohne Stress würden wir nicht in der Weise existieren, wie wir existieren – nämlich als lebendige, sich in Bewegung befindliche Menschen aus Fleisch und Blut. Menschen mit Gefühl und Verstand, manchmal auch mit Unverstand.

Stress-Impulse erzeugen Bewegung in uns, treiben uns mitunter zu außergewöhnlichen Leistungen an. Stress zeigt uns, dass wir leben! Allerdings gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Eine Überdosis tut uns nicht gut, macht krankt. Endungen auf "-itis" deuten in der Medizin bekanntlich auf eine Form von Entzündung hin (wie Bronchitis, Gastritis). Im Alltag schleichen sich mitunter auch akute bis chronische Entzündungen ein – zwar in anderer Verkleidung, aber mit ebenso schädigender Wirkung.
 

2. ANREGUNGEN FÜR DIE PRAXIS

Hier einige Anregungen, die mithelfen können, den Stress so zu dosieren und zu reduzieren, dass er nicht „entzündlich“ wird. Mitunter auch augenzwinkernd gemeint, denn Humor und Selbstironie sind hilfreiche Türöffner, sich einem Problem ernsthaft zu stellen.

1. "Kümmeritis" minimieren:

  • D.h. gnadenlos ausmisten, sich vom Immer-mehr-haben-und-machen-Wollen trennen.

  • Das Sich-um-alles-Kümmern und das Aufgaben-Sammeln loslassen („Sammleritis“).

  • NEIN sagen lernen, sonst droht der JA-Sager-Fallstrick. Denn: Der Weg von "Everybody´s darling" zu "Everybody´s Trottel" ist kurz. Oder wie es auch heißt: "Wer für alles offen ist, der kann nicht ganz dicht sein!"

2. "Perfektionitis" reduzieren:

  • D.h. weniger nörgeln oder überbewerten, was nicht oder (noch) nicht perfekt gelungen ist; sondern mehr reden über das, was bereits gut gelungen ist.

  • Positives Feedback verstärken bei sich und anderen. Auch Fehler und Scheitern als Chance sehen.

  • Denn: Wer zu seinen Fehlern steht und nicht kniet, gewinnt an Rückgrat. Und: Wer zu sich süß ist, ist auch zu anderen weniger sauer – und erzeugt positive Resonanz.

3. "Aufschieberitis" eliminieren:

  • Unangenehme, große Arbeitsberge "aufschottern" in verdaubare Portionen und sich eine kleine Belohnung am Ende des Arbeitstunnels gönnen.

  • Denn: Selbst die größten (Arbeits-)Berge lassen sich versetzen, wenn man sie aufteilt und auf anspornende Belohnung nicht vergisst!

  • D.h. aber nicht, sich dem „Immer-alles-sofort-Zwang“ auszusetzen. Denn auch die „Sofortitis“ kann zur stressigen Entzündung werden.

4. „Telefonitis“ boykottieren:

  • D.h. den „handy-manischen“ Trieb zum „Immer-und-überall-erreichbar-Sein“ auf ein homöopathisches Maß reduzieren.

  • Technik soll uns das Leben erleichtern und nicht die Tyrannei des "Jederzeit-Überall-Sofort" füttern.

  • Denn: Wer glaubt, selbst am WC erreichbar sein zu müssen, darf sich nicht wundern, dass zu viele Tage beschissen laufen.

3. WAS SONST NOCH WICHTIG IST

Empfehlungen wie diese zu beherzigen und dran zu bleiben, kann ein hilfreicher Weg sein, um ungesunden Stress zu reduzieren. Allerdings kratzt man damit auf Dauer wohl eher nur an der Oberfläche und schafft die wahren Stress-Ursachen nicht aus der Welt. Die schnelle, triviale Lösung funktioniert nicht – oder nur in den wenigsten Fällen.

Substanzielles Stressmanagement braucht Zeit und geht in die Tiefe. Verhaltungsmuster und Prägungen sind hartnäckig und lassen sich nicht einfach über Bord werfen. Es erfordert intensive, kritische Selbstreflexion, die auch Geduld und Disziplin abverlangt. Oder wie Robert Lembke es treffend formulierte: „In sich gehen ist die unbequemste Art der Fortbewegung.“ Und diese Art der geistigen Fortbewegung hat zu tun mit Fragen wie:

  • Was ist mir wirklich wichtig und wesentlich?

  • Was will ich? Worauf lege ich Wert?

  • Wer oder was treibt mich an?

  • Woraus beziehe ich Kraft & Sinn?

Denn Stress hat immer auch mit Sinn- und Wertefragen zu tun. Sinn beruht auf der Realisierung von bestimmten Werten, die subjektiv als wichtig und wesentlich erachtet werden. Gerät die Realisierung dieser Werte – v.a. des Selbstwertes – in Gefahr oder ist überhaupt unmöglich (geworden), entsteht das Gefühl von Sinnverlust, verbunden mit Energieverlust. Und das erzeugt mächtig Stress, kann à la longue auch zu Burnout führen.

Stress ist die Zeit, die vergeht, während wir immer erschöpfter versuchen, eine schöpferische Pause zu machen. Deshalb das Wichtigste: Nehmen Sie sich ZEIT. Sich selbst zuliebe. JETZT.

© Copyright by Dr. Franz J. Schweifer, http://www.managementoase.at/

Weiterführende Fachbeiträge, Publikationen & Angebote finden Sie unter:

http://www.managementoase.at/itsscms/de/oaseaktuell/oaseletter/index.html http://www.managementoase.at/itsscms/de/oaseaktuell/oaseaktuell.html

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Antwort von Heinz G. Schöning
Coach newcoach Hamburg

das ist heutzutage ein unrealistisches Ziel; die Ursachen sind irreversibel und es bleibt die unabweisbar wichtige  Aufgabe, die eigene Persönlichkeit physiologisch (gesund leben) mental ( StressbewältigungsTools trainieren und praktizieren) sowie sozial (Beziehungen) stabil zu gestalten und zu halten.

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Antwort von Erich R. Unkrig
Inhaber ILOS® Institut für lernfähige Organisationen und Systeme Krefeld

Wann immer wir den verschiedenen Arten von Druck begegnen, gibt es oft nur eine wirkliche Quelle von Stress – wir selbst. Stress ist insoweit die ganz persönliche Antwort jedes und jeder Einzelnen auf Druck. Wenn wir Stress bzw. die auslösenden Faktoren erkennen und aktiv angehen, dann ist es kein unlösbares Problem. Das ist die gute Nachricht: wir können auch unter Druck und Stress proaktiv und auf konstruktive Weise an dem arbeiten, was uns in unserer mentalen Fitness, Agilität und situativen Elastizität einschränkt.

Hier sind (meine) acht Leitsätze (mehr dazu unter http://www.echo-konzept.de/downloads/ECHO_Auszug.pdf), um Stress (ggf. dauerhaft) zu reduzieren:

EMPATHIE

  • Ich akzeptiere mich als Persönlichkeit.
  • Ich verstehe meine Gefühle, die eine konkrete Situation in mir auslöst.

KLARHEIT

  • Ich kenne meinen Handlungs- und Verantwortungsspielraum.
  • Ich verstehe den Sinn und Zweck, der hinter Anweisungen und Leitlinien steckt.

 AUFRICHTIGKEIT

  • Ich bleibe meinen Werten treu.
  • Ich bin sowohl selbstkritisch als auch reflektiert.

ORIENTIERUNG

  • Ich kenne meine persönlichen Grenzen, meine Stärken sowie die Optimierungs-potenziale.
  • Ich handele in Übereinstimmung mit meinen Überzeugungen.

 

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