Was bedeutet kommunikative Kompetenz?

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Antworten:

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Antwort von Prof. Dr. Roman Brylka
Geschäftsführender Gesellschafter RomanBrylka GmbH Geretsreid-Gelting

Im professionellen Umfeld bietet sich hierzu folgender Ansatz an: 

Die Interaktion mit seiner Umwelt gekonnt und bewusst so gestalten, dass dies die Erreichung, der von Ihnen gesetzten Ziele optimal unterstützt.

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Antwort von Nadine Rebel
Inhaberin Augsburg

Die Fähigkeit sich sprachlich verständlich zu machen und dem Gegenüber Verständnis entgegen zu bringen. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Sachinhalten, sondern auch um Empathie.

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Antwort von Prof. Dr. Christian-Rainer Weisbach
includiv Tübingen

Viele Menschen neigen im Moment des Widerspruchs dazu, ausschließlich ihren eigenen Standpunkt voranzubringen. Wer daran gewöhnt wird, ausschließlich auf die Logik zu ver­trauen, setzt auf die Macht der Argumente. Dabei gerät der Gesprächspartner allerdings aus dem Blick. Schnell kann es nur noch darum gehen, Recht zu behalten.

Wer argumen­tiert, will ja den Standpunkt seines Gesprächspartners ernsthaft erschüttern, um dem eige­nen Standpunkt Geltung zu verschaffen. Eine solche Auseinandersetzung en­det stets mit einem Sieger und einem Unterlegenen. In der Konsequenz bedeutet dies aber: Wer argu­mentiert, erzeugt Verlierer. Und weil Verlierer den Sieger meiden, heißt das in letzter Kon­sequenz: Wer argumentiert - verliert.

Unsere Argumente und Begründungen mögen noch so gut sein, solange unser Ge­sprächspartner nicht bereit ist zu verlieren, wird auch der überzeugendste Appell an die Vernunft bei ihm auf taube Ohren stoßen. Fühlt er sich und seinen Standpunkt angegriffen, wird er alles tun, um seine Sicherheit zu bewahren. Darum wird er eher die Flucht antre­ten, als uns zuzuhören, geschweige denn sich bemühen, unseren Standpunkt ernsthaft zu verstehen.

Wir können beobachten, dass Menschen, die sich durch die Handlung eines anderen an­gegriffen fühlen, diesem häufig eine ausschließlich negative Absicht unterstellen. Die Man­nigfaltigkeit der Motive schrumpft auf ein einziges zusammen: Der andere greift sie nur deswegen an, weil er ihnen schaden will, sie beispielsweise ärgern. Diese einseitige Erklä­rung hat einen Vorteil: Sie erspart Unsicherheit und weiteres Nachdenken und auch Nach­fragen, wie die Handlung eigentlich gemeint gewesen sei. Ist erst einmal ein Urteil gefällt – und sei es auch nur ein Vorurteil – erübrigt sich ja jede weitere Prüfung der Situation.

Für die Gewohnheit, dem anderen etwas Negatives zu unterstellen, sobald man sich an­gegriffen fühlt, wird ein hoher Preis gezahlt: Sofort kommt die ganze Palette negativer Ge­fühle zum Tragen: Das fängt zunächst einmal bei gekränkt und verletzt sein an. Sobald wir unsere Aufmerksamkeit auf den anderen richten, von dem wir uns verletzt fühlen, kommen weitere Empfindungen ins Spiel: Unvermittelt steigert sich das Ganze zu Aufbrausen und Empörung. Schon machen sich grimmige Gedanken breit, beispielsweise: „Was fällt dem anderen eigentlich ein, mich so zu behandeln.“ Übergangslos steigert sich der Zorn zu wü­tender Entrüstung und grollender Verbitterung, wenn nicht gar die Gefühle von Hilflosig­keit, Lähmung und Ohnmacht überhand nehmen. Auch wenn alle diese negativen Empfin­dungen auf den anderen gerichtet sind, gelten sie doch uns selbst. Wir ärgern uns eigent­lich darüber, dass es uns nicht gelingt, vom anderen so behandelt zu werden, wie wir das gern hätten.

Sich über die Handlung eines anderen zu ärgern, setzt voraus, das Geschehen als ab­sichtlich zu deuten. Würden wir den Vorfall als Missgeschick interpretieren, könnten wir großzügig darüber hinwegsehen und keines dieser negativen Gefühle käme zum Tragen.

Solange wir argumentieren, und sei es noch so schlagfertig, lassen wir uns vom anderen die Spielregeln aufzwingen. Totschlag-Argumente und Killerphrasen lassen sich höchst einfach neutralisieren. Statt sich zu verteidigen, bitten wir um mehr In­formationen, um bes­ser antworten zu können.

Wenn wir Angriffe souverän entschärfen, können wir immer wieder die Erfahrung machen, dass hinter dem, was als Provokation empfunden wird, oftmals etwas ganz anderes steckt.- Spitzzüngigkeit, Ungerechtigkeit, übertriebene Kritik, Ironie, Sarkasmus und Schweigen können wir als unfairen Angriff deuten oder auch als unvollständige Aussage nehmen. Un­vollständig, weil wir bislang nicht erfahren konnten, wie die Äußerung genau zu verstehen ist bzw. worauf sie im Detail abzielt.

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Antwort von Michael Alznauer
Inhaber, Founder, Geschäftsführer Change Support Team Bonn

Kommunikation definiere ich schlicht und pragmatisch als Wirkung, die man auf andere erzielt. Daher die berühmte Erkenntnis: "Man kann nicht nicht kommunizieren." (Watzlawick). Wir können nicht aufhören, eine Wirkung zu haben!

Damit lässt sich "kommunikative Kompetenz" als besondere Fähigkeit betrachten, die Wirkung zu erzielen, die man auch erzielen möchte.

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Antwort von Silka Strauss
Eigner STRAUSS MEDIATION München

Hallo,

Zur Kommunikativen Kompetenz gehört die Kenntnis wichtiger Kommunikationskonzepte und -modelle, aber auch das Beherrschen konkreter Kommunikationstechniken. Bei der Kommunikativen Kompetenz spielt allerdings nicht nur die Fähigkeit, sondern auch die Bereitschaft bzw. der Wille zur Kommunikation eine beachtliche Rolle. (Wikipedia)

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Antwort von Reiner Neumann
Trainer - Berater - Autor Rotenburg

Das Vermögen, sich anderen verständlich zu machen und die Antwort emotional so aufzuladen, dass die Inhalte akzeptiert und Empfehlungen befolgt werden. 

Stichworte sind Verständlichkeit - Kernaussagen - klare Argumentation - überzeugendes Argumentieren - souveräner und gewinnender Auftritt

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Antwort von Othmar Loser-Kalbermatten
Inhaber Lernende Organisationen Emmenbrücke

Kommunikative Kompetenz ist die Fähigkeit, das Gegenüber als die Person wahrzunehmen, die sie wirklich ist. Und zu verstehen, wie sie tickt. Dazu brauchen wir ein vertieftes Verständnis, wie Menschen funktionieren, das heisst, wir brauchen ein gutes Persönlichkeitsmodell. 

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