Wie entwickelt man ein unternehmensspezifischen Geschäftsmodell für morgen?

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Antworten:

Foto von Hans-Gunnar Elias
Antwort von Hans-Gunnar Elias
Eberlein, Grebisz & Partner, Detmold

Eigentlich ist die Frage nicht richtig:

Ein spezifisches Unternehmen muß (sollte) schon ein Geschätfsmodell haben.

Es kann sich eigentlich nur um die Änderungen eines Modells oder ein gänzlich Neues handeln.

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Antwort von Klaus Steinseifer
Inhaber Die Steinseifer-Seminare, Hemmingen

Schriftlich! Es kommt darauf an, was Sie machen wollen? Schreiben Sie Ihre Visionen, Wünsche, Ideen und Zielvorstellung unsortiert auf. Dann erkennen Sie sehr schnell, wie Sie vorgehen müssen.

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Antwort von Sabine Hauswirth
Inhaberin Sabine Hauswirth Consulting, Rosenheim

Meine Behauptung ist: gar nicht. Wir werden immer mehr adaptiv-situativ, das heißt aus der Situation heraus sich anpassend, unsere Geschäftsmodelle verändern müssen. Wir werden gar nicht mehr die Zeit haben, viel Zeit für viel Strategie und Konzept zu entwickeln.

Nicht dass ich falsch verstanden werde: das heißt nicht, dass es Stategie nicht mehr braucht, im Gegenteil. Aber immer wesentlicher wird werden, dass wir wissen, wie Innovation entsteht, nämlich im Adaptiv-Unbewussten und Strategie im logischen System, also dem Verstand. Wenn wir diese Reihenfolge zukünftig richtig befolgen, werden wir die Anpassungsprozesse, die Industrie 4.0 uns abverlangt, hinkriegen.

Wenn wir weiterhin alles ausschließlich in der verkehrten Reihenfolge machen oder fast ausschließlich sogar nur wie bisher meistens üblich über den Verstand, also über die Ratio und Strategie, werden wir verlieren.

Denn Schnelligkeit und Effizienz erlangen wir nur über das Adaptiv-Situative, das danach dann die Strategie erst einsetzt. Um dies zu bewerkstelligen, müssen wir entsprechende Trainings in Unternehmen installieren - das heißt, Trainings, die genau diese Skills Innovation sowie Kreativität trainieren. Und zwar als fortlaufender Prozess und als laufender Veränderungs- und Innovations-Motor. Ich nenne das den Corporate Think Tank, der die Innovation erzeugt. Mit diesem Innovationsfaktor sowie der entsprechenden Umsetzungsgeschwindigkeit wird zukünftiges Wachstum erzeugt werden.

Die bisherigen Systeme werden nur noch bedingt funktionieren. Also viel Konzept, viel Strategie - das benötigt viel zu viel Zeit. Wenn aber die Innovation aus dem Unternehmen heraus trainiert und laufend erzeugt wird, kann auch viel eher mal etwas ausprobiert werden, anstatt zuerst eine Riesen-Strategie dafür zu entwickeln, die dann vielleicht greift oder auch nicht, wenn der Wettbewerber mit seiner Hase-Igel-Strategie schon wieder längst am Ziel angelangt und den Strategen überholt hat.

Insoweit benötigen wir eine neue Sichtweise, Perspektiven-Wechsel sowie neues Denken: Innovation, Flexibilität und Geschwindigkeit (IFG) werden trainiert werden und Innovation laufend erfolgen müssen und nicht mehr ausschließlich durch externe Beratungsunternehmen oder Think Tanks angeraten werden. Dafür ist die Zeit im Zeitalter von Industrie 4.0 zu rasend schnell geworden.

Die Rahmenbedingungen für dieses IFG-Training dürfen aber nicht die Rahmenbedingungen des oft üblichen Dauer-Funktionierens in einer Höher-Weiter-Schneller-Kultur geschehen, sondern sie kann nur funktionieren, wenn die Voraussetzungen für ganzheitliches und nachhaltiges Lernen wieder erkannt und im Unternehmen (und im Schulsystem sowieso) integriert werden: dafür gehören Pausen, Entschleunigen, Lernen und Trainieren mit allen Sinnen, damit auch das 'Fühlen' wieder gelernt wird. Dieses Training wird über Vielfalt-Training am ehesten machbar werden - und dazu gehört letztendlich auch eine Unternehmenskultur, in der dann auch endlich einmal wirklich Diversity gelebt wird: dass Frauen paritätisch eingestellt werden.

Denn ausschließlich über gelebte Vielfalt im Innen wie Außen wird ein Unternehmen eine ganzheitlich-nachhaltige (Weiterbildungs-)Kultur und somit auch Lernen und Training machbar sein. Denn durch Be-Greifen und Lernen über alle Sinne wird Lernen und Mensch-Sein im ganzheitlichen Sinne machbar und die Chance, Industrie 4.0 im Einklang mit Künstlicher Intelligenz als Mensch auch zu schaffen.

 

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Foto von Prof. Dr. Friederike Müller-Friemauth
Antwort von Prof. Dr. Friederike Müller-Friemauth
Ökonomische Zukunftsforschung / Beratung, GF kühn Denken auf Vorrat, Odenthal bei Köln

Guten Tag,

die derzeit gehypte Antwort lautet: Mit dem Business Canvas-Tool von Pigneur/Osterwalder (-> https://www.amazon.de/Business-Model-Generation-Spielveränderer-Herausforderer/dp/359339474X ). Sie können sich das selbst erarbeiten odser sich Unterstützung holen.

Eine - wie ich finde v i e l bessere - Lösung bieten sogenannte "Smart Business"-Konzepte -> http://www.smartbusinessconcepts.de/grundlagen/geschaeftsmodell/ ). Damit versteht man auch noch, was man tut - und warum.

Für beides braucht man etwas Zeit und Hirnschmalz. - Viel Erfolg!

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Antwort von Dieter Renner
Senior Fellow DRC Advisors to Board, Jesenwang

Das generelle Werkzeug ist die Strategische Unternehmensplanung. In der Grundanalyse sind drei Fragen zu stellen:

1) Wie sind und verändernden sich die Problemstellungen und Nutzenanforderungen unserer aktuellen Kunden? Was bedeutet das für unsere Lösungsangebote

2) Wie verändern sich unserer Wertschöpfungsketten, in die wir eingebunden sind, durch alte und neue Wettbewerber und neue Basistechnologien? Wo sind Gefahrenquellen durch Dritte?

3) Werlche neuen Märkte des 6. Kondratieffzyklus könnten wir mit unseren Unternehmenskompetenzen potentiell erschliessen

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Antwort von Bruno R. Bandenburg
Vorstand im Ruhestand EuroConsult Bandenburg, Köln

Kluge Financiers fragen aus gutem Grund zuerst "who is on the divers seat?". Es gibt keinen Königsweg für das bessere Morgen. Es gibt aber kluge Köpfe, die das  Motto  sehen (wollen) verstehen (wollen) (und erst danach) handeln verinnerlicht haben. 

Theoretisch ist ein Geschäftsmodell für ein besseres Morgen ganz einfach zu erarbeiten:  Zuerst analysiert man sein eigenes Unternehmen, erarbeitet, d.h. dokumentiert Stärken, Schwächen und die gemachten Fehler sowie die Leistungsfähigkeit des Personals.   Sodann untersucht (dokumentiert) man den eigenen Markt, Nachbarmärkte und die Wunschmärkte. Dabei ist es wichtig Trends, aktuelle und potentielle Wettbewerber sowie die politische Lage zu verstehen.   Als Drittes spielt man nun (schriftlich) in einem mehrdimensionalen Modell die eigene Leistungsfähigkeit, die zu erwartende technische und Marktentwicklung  sowie die erwartete politische Entwicklung durch.

Wenn Sie das alles mit ihrem eigenen Personal machen können, haben Sie zu viel und noch dazu überqualifiziertes Personal. Das kann auf Dauer nicht friedlich enden! Kommen Sie zu uns. Wir bilden zusammen mit Ihren Leuten ein gemischtes Team. Wir haben als gewerbsmäsige ursprünglich "London based" Investoren mit dieser Aufgabenstellung 35 Jahre Übung.

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Foto von Prof. Dr. Dirk Zupancic
Antwort von Prof. Dr. Dirk Zupancic
Geschäftsführer der DZP, habilitierter Privatdozent (PD) der Universität St.Gallen German Graduate School of Management & Law (GGS), Ilsfeld

Ich empfehle zur Überprüfung eines bestehenden wie für die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells die Durchführung eines Workshops. Als inhaltliche Basis eignet sich ein Business Model Canvas. Der Teilnehmerkreis sollte ein guter Mix aus Markt- und Produktexperten, kreativen Köpfen und potenziellen Kunden sein.

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