Welche neuen Aufgaben muss der Einkauf im Rahmen der digitalen Transformation meistern?

2 Expertenantworten: Foto von Federico Avellan Borgmeyer Foto von Prof. Dr. Horst Wildemann

Antworten:

Foto von Federico Avellan Borgmeyer
Antwort von Federico Avellan Borgmeyer
Partner Amontis Consulting AG Heidelberg

Danke für Ihre Frage:

Wir sehen die Venetzung der Lieferanten mit den Kunden als vornehmliche Aufgabe der digitalen Transformation.

Das kann, im Falle der Betrachtung der gesamten Supply Chain, vom Lieferant des Rohstoffs, und bei dem Kunden, bis zum Endverbraucher sein. In der Lebensmittelbranche spricht man von "crop to cup". Analoge Beispiele lassen sich aber in allen anderen Branchn ebenso darstellen.

Wir arbeiten derzeit an Beratungskonzepten und Supply Chain (Eikaufs-) IoT Blockchain Lösungen, die die Disposition der zu einkaufenden Waren, die Qualität der eingekauften Waren, die Effizienz der Versendung, usw. gewährleisten sollen.

Des weiteren ist die (digitale) Vernetzung von strategischen Lieferanten in die Wertschöpfung des Unternehmens ein wichtiger strategischer Wettbewerbsvorsprung.

Und last-but-not least, sehen wir Künstliche Intelligenz Algorithmen, als Unterstützungsinstrumente bei der Bewertung von Lieferanten auf globaler Ebene als weitere Einkaufstransformationen.

Sollten Sie Fragen zu diesen oder anderen bereichen zur digitaln Transformation im Einkauf haben, so setzen Sie sich am besten direkt mit mir in Verbindung

federico.avellan-borgmeyer@amontis.com

 

 

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.

1 passende Publikation von Federico Avellan Borgmeyer

Cover zu Beschaffung in der Krise
Foto von Prof. Dr. Horst Wildemann
Antwort von Prof. Dr. Horst Wildemann
Geschäftsführer TCW Transfer-Centrum GmbH & Co. KG München

Insgesamt werden die Aufgaben des Einkaufs viel komplexer und vielseitiger. Er bekommt aber auch die Instrumente an die Hand, um diese neuen Herausforderungen zu bewältigen. Die Digitalisierung bietet eine enorme Werkzeugvielfalt, wie etwa Big Data oder die Vernetzung von benachbarten Supply Chain Stufen. Heute können Sie die Datenflut aus Kostenindizes, Wechselkursen, Abrufmengen aber auch Beständen in einer Gleichung zusammenbringen und auf Knopfdruck Optimierungshebel identifizieren. Früher war dies mühsamer. Aber auch die Warengruppen selbst werden digitaler. Beschaffungsabteilungen beschäftigen sich heute weniger mit Commodities wie Schrauben sondern sie kaufen Innovationen ein, beispielsweise Softwareentwicklung für autonome Fahrzeuge oder Produkt-Service-Kombinationen - und dies bei immer kürzer werdenden Lebenszyklen. Auch klassische Lieferanten/Abnehmerbeziehungen ändern sich – heute haben wir Ökosysteme und agile Partnerschaften. Da müssen Sie anders steuern, als bei 5-Jahresrahmenverträgen mit fixen Abnahmemengen. Auch werden die Instrumente feiner. Nehmen wir Lieferantenbewertungen. Früher wurden händisch Listen gepflegt: Preis, Ausfallraten, Skonti und Liefertreue und das wars. Heute geht es um völlig neue Bewertungsdimensionen wie etwa Nachhaltigkeit und Innovationsfähigkeit. Auch hier bietet Big Data Vorteile, wenn es um Details geht. Häufig werden zu frühe Lieferungen gar nicht erfasst, durch E2E-Prozesse haben Sie heute aber die völlige Transparenz.

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.

2 passende Publikationen von Prof. Dr. Horst Wildemann

Cover zu Einkaufspotenzialanalyse
Cover zu Abnehmer-Lieferanten-Prozessmanagement


Weitere Fragen zum Thema Einkauf