Welche Qualifikationen zeichnen den "Moderator" aus?

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Antworten:

Foto von Andreas von Oertzen
Antwort von Andreas von Oertzen
Geschäftsführer, Managementberater Level Learning GmbH Berlin

Kreative und entscheidungsgewohnte Menschen denken nicht geradlinig. Der Moderator erlaubt es ihrem vielschichtigen Denken, unvorhersehbar von diesem zu jenem Punkt zu springen und dabei ein schlüssiges Ergebnis in der Gruppe zu erzielen.

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Foto von Christoph Schlachte
Antwort von Christoph Schlachte
Inhaber CS Seminare Burgthann

Die "Qualifikation" steckt in den folgenden Feldern: 

  • Der Moderator, denkt den Workshop von hinten, d.h. vom Prozess-Ergebnis her. 
  • Der Moderator ist exzellent vorbereitet und kennt Interessen, Ziele und mögliche Zielkonflikte, bzw. kritische Punkte der Teilehmer. Allem wird Raum gegeben. 
  • Der Moderator arbeitet nach einer prozesshaften Dramaturgie, um Workshop Ziele zu erreichen. 
  • Der Moderator schafft es Diskurse der Teilnehmer zu ermöglichen. Das "Pro" und "Contra" sowie Denken in Auswirkungen wird aktiv vom Moderator gefördert. 
  • Alle Teilnehmer bekommen Chancen mitzuarbeiten (persönliche Kartenabfrage, Arbeiten in Kleingruppen und Arbeiten im Plenum). 
  • Die Schritte und Stimmen werden visualisiert. 
  • Nächste Schritte werden konkret vereinbart (Wer, was, wann, wie). Ideal ist aus meiner Sicht, wenn "Experimente" vereinbart werden, die dann in folgenden Sitzungen ausgewertet, modifiziert und/oder weiter geführt werden. 

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Foto von Martina Haas
Antwort von Martina Haas
Inhaber Martina Haas Speaking | Networking | Innovation Berlin

Es kommt auf den Eventrahmen und den inhaltlichen Kontext an. Im fachlichen Kontext braucht es über das allgemeine Moderations-Know-how und gute Allgemeinbildung hinaus  auch Fachwissen.

Selbstverständlich sollten sein: gründliche Vorbereitung, Schlagfertigkeit, Einfallsreichtum und Geistesgegenwart.  Erforderlich ist natürliche Autoriät, um den Kommunikationsprozess zu steuern, Redezeiten zu begrenzen, die Diskussion am Laufen zu halten und etwaige Störer aus dem Publikum einzunorden. Ein guter Moderator holt das Beste aus heraus seinen Gästen mit Charme, Witz, Empathie und kluge Fragetechnik.

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Antwort von Ulrich Martin Drescher
Organisationsberater, Moderationsexperte moderation.de Kirchzarten

Professionelle Moderation von Gruppen und Projekten ist eine Führungstechnik: die/der Moderatorin führt die Gruppe mithilfe einer Folge von vorüberlegten Fragen in gegebener Zeit an das zuvor definierte Gesprächsziel. Zugleich aktiviert sie/er dabei alle Beteiligten, konkrete Argumente beizutragen und macht diese vor aller Augen transparent, fasst Gemeinsames zusammen und macht Unterschiedliches transparent. So entsteht ein von Allen getragenes Gesprächsergebnis: der Wille zur Umsetzung in die Tat steigt. EinE gute Moderatorin versteht es, sich in die individuellen Realitätskonstruktionen der Teilnehmenden wertschätzend hineinzuversetzen, fragt nach, hilft beim klärenden Formulieren der Argumente, behält dabei zugleich aber das Gesprächsziel im Auge. moderation.de

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Foto von Josef W. Seifert
Antwort von Josef W. Seifert
Geschäftsführer MODERATIO Seifert & Partner Unternehmensberater Pörnbach-Puch

Moderator bezeichnet den Leiter eines Gruppengespräches oder "Events". Im deutschsprachigen Raum wird nicht zwischen dem Leiter einer Unterhaltungsmoderation einer journalistischen Diskussionsrunde oder einer Workshop-Leitung unterschieden. Im Englischen wird der Leiter je Bereich unterschiedlich benannt. So heißt der Moderator im Unterhaltungsbereich Host, im journalistischen Bereich ist vom Moderator die Rede und im Businessbereich ist es der Facilitator, der den Gruppenprozess steuert.

Exzellente Fähigkeiten im Bereich der system(at)ischen Fragetechnik sowie des (aktiven) Zuhörens, aber auch handwerkliche Fertigkeiten, wie die der „visuellen Kommunikation“, zeichnen - unter anderem - einen guten Businessmoderator aus.

Mehr unter www.notizen.moderatio.com

Mit kollegialen Grüßen
josef seifert

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Antwort von Dr. Sabine Hahn
Geschäftsführer Digital Leadership Beratung Dr. Sabine Hahn Köln

Ich habe Erfahrung mit Moderation sowohl bei Veranstaltungen als auch in Workshops und in Coachings. Für mich sind die wichtigtsten Kompetenzen: hohe Konzentrationsfähigkeit, gutes Zuhören, Analysefähigkeit, Neutralität, Fragekompetenz, Schnelligkeit und Offenheit. 

Moderation im journalistischen, also das Zusammenbringen unterschiedlicher Perspektiven und Meinungen zu einem Thema, ist wirklich die Hohe Kunst der Kommunikation und es bedarf weit mehr als nur Diplomatie. 

Ich bin davon überzeugt, dass man einige dieser Fähigkeiten erwerben kann, aber auch ein gewisses Grundtalent mitbringen sollte. Training bzw. Übung schadet jedoch nicht.

 

Viel Erfolg!

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Foto von Dr. Hans-Heinrich Reinhardt
Antwort von Dr. Hans-Heinrich Reinhardt
Inhaber Moderation-Unternehmerberatung-Training Bad Hersfeld

Der Moderator soll in einem Diskussionsprozess der "Maßvolle", der "Gemäßigte" sein. Somit gehört zu seinem Auftreten eine zwar motivierende, zugleich aber auch ruhige Ausstrahlung. Er zeigt, dass er parteilos ist, alle Teilnehmer beachtet und einbezieht, keinen bevorteilt, die Zurückhaltenden ermuntert, die Voreiligen vorsichtig bremst, einen stockenden Arbeitsprozess wieder in Gang bringt, für Pausen und Auflockerungen sorgt und das Erarbeitete visualisiert, um die Arbeitsschritte, Maßnahmen und Ergebnisse sicher zu stellen. Sollte die Gruppe sich fachlich vom Auftrag oder Thema entfernen, sorgt er für die Rückkehr auf den richtigen Weg, macht Konfliktfelder transparent, so dass auch diese bearbeitet werden können. Daher soll der Moderator verschiedene Interventionsstrategien parat haben, um ohne großen Aufwand mit der Gruppe die gesteckten Ziele zu erreichen.

Persönlich habe ich noch das Ziel, meine Moderationen so zurückhaltend durchzuführen, dass die Gruppe am Ende meint: "Das hätten wir auch ohne Ihre Hilfe schaffen können".

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Antwort von Claus-Dieter Piontke
Inhaber PI-CCT Consulting · Coaching · Training Schwentinental

Es ist die Fähigkeit aus dem Gehörten die zentralen Punkte herauszuextrahieren. Die wesentlichen Punkte zu erfassen und sie transparent zu machen, z. B. visualisieren auf Flip Chart. Der Moderator hat ein Gespür, wo Themenbeiträge noch weiter hinterfragt und vertieft werden müssen, ohne sich dabei in im Augenblick unnötigen Details zu verzetteln.

Seine Fragen und Zusammenfassungen führen das Gespräch und geben Orientierung. Dabei muss er sich selber inhaltlich am Moderationsauftrag und den zentral zu erarbeitenden Punkten langbewegen.

Der Moderator muss sich gut vorbereiten. Thematisches Verständnis, zumindest überblicksartig, hilft Beiträge einzusortieren und zu gewichten. Wer beispielsweise Arbeitsunterlagen, Studien und sonstige Informationsquellen kennt, kann in seiner Moderation hierauf Bezug nehmen.

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