Ist Optimismus Ihrer Meinung nach ein Erfolgsfaktor?

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Antworten:

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Antwort von Mario Egartner
Partner Frankfurt

OPTIMISMUS ist DER Erfolgsfaktor. Neben Kompetenz und Konstanz ist eine optimistische Lebenhaltung förderlich für Kooperation und nährender Boden für Innovatioin.

 

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Antwort von Wolfgang U. Lauer
Inhaber Owingen

Optimismus allein ist kein Erfolgsfaktor, wohl aber eine Voraussetzung zum Erfolg, weil dieser ein hochkomplexes System vieler Faktoren ist. So verdampft Optimismus recht bald wieder, wenn durch fehlende Kenntnis, unzureichendes Verständnis oder mangelde Gestaltung kein Erfolg eintreten will, umgekehrt aber Optimismus durchaus zum Handeln beflügeln kann.

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Foto von Gabriela Friedrich
Antwort von Gabriela Friedrich
Frei für Erfolg Hamburg

Nein, Realismus ist ein Erfolgsfaktor, denn der Realist ist bereit und fähig, auch die Schwachstellen seiner Konzepte zu erkennen, hierfür Lösungen zu entwickeln bzw. sich einen Plan B und C für den Fall des Scheiterns zurecht zu legen. Derart gerüstet, kann er sein Projekt mit einem guten Sicherheitsnetz couragiert in Angriff nehmen und mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führen.

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Antwort von Sabine Mertens
selbstständig IP Institut für Personalentwicklung Hamburg

Wenn der Optimismus von der realistischen Art ist und im Zusammenspiel mit den anderen Resilienzfaktoren zur Geltung kommt, wie bei Reivich und Shattè beschrieben, kann er sogar erfolgsentscheidend sein. Wenn er hingegen von der blauäugigen Art ist und nicht mit den anderen Resilienzfaktoren zusammen wirkt, trägt er sicher eher dazu bei, dass Risiken unterschätzt und die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten überschätzt werden. Optimismus ist kein Wert an sich, und schon gar kein Selbstgänger. Er sollte immer im Kontext gesehen werden, z.B. zu der Aufgabe, die jemand inne hat. Wem würden Sie eher Verantwortung für ein Atomkraftwerk oder die Kontrolle der Finanzen eines Konzerns übergeben: einem realistischen Optimisten oder einem reallistischen Pessimisten? Wem würden Sie hingegen die Entwicklung für ein neues aussichtsreiches Produkt anvertrauen?

Empfehlenswerte Lektüren zu diesem Thema:

Denis Mourlane, Resilienz — Die unentdeckte Fähigkeit der wirklich Erfolgreichen, 2014

Storch, Maja, Kuhl, Julius, Die Kraft aus dem Selbst, Hogrefe 2017 

 

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1 passende Publikation von Sabine Mertens

Cover zu Wie Zeichnen im Coaching neue Perspektiven eröffnet
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Antwort von Kirsten Susanne Andrä
Inhaberin / Geschäftsführerin Andrä Coaching Freiburg

Ja, wenn Optimismus als freudvolles "Ja" zum Leben, Lernen und Gestalten verstanden wird. Nein, wenn eine rosarote Brille auf der Nase festgewachsen ist, die den Blick für Fehler, Unstimmigkeiten oder mangelnde Fairness verstellt. "Wer Schaffen will, muss fröhlich sein" erkannte Theodor Fontane. Das ist auch meine Erfahrung. Zugleich haben melancholische Phasen ebenfalls ihre Berechtigung: In diesen wächst man "in die Tiefe", was langfristig zum Erfolg beiträgt.

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Foto von Margit E. Flierl
Antwort von Margit E. Flierl
Inhaberin / Managing Director Delta Consultants EK Nürnberg

Mit absoluter Sicherheit! die positive Sicht der Dinge (Chancen-denken) hilft dabei, innovative und pragmatische Lösungen zu finden!

Das bedeutet ausdrücklich nicht, die Risiken auszublenden. 

Chancen - denken führt zu Lösungen

In Problemen zu denken führt zu weiteren Problemen.

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Antwort von Stefan Sillmann
Geschäftsführer FINMAREX UG Murnau

Definitiv! Optimismus ist die Grundhaltung aller erfolgreichen Menschen. Ohne Optimismus hätten wohl alle Erfolgreichen schon nach dem ersten Misserfolg kapituliert. Optimisten haben ein Ziel und einen Plan, um dieses Ziel zu erreichen. Sie sind bereit, den Plan auch zu adjustieren, wenn sie feststellen, es braucht eine Adjustierung. Im Gegensatz zu ‚positiv denkenden Menschen, die dazu tendieren, daran zu glauben, alles wird gut, tun aber nicht das Notwendige. Optimisten schliessen die Kluft zwischen Absicht und Wirkung und TUN so lange, bis das gewünschte Ziel erreicht ist.

 

Stefan Sillmann

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Antwort von Niko Bayer
Inhaber Nieder-Olm

Was glauben Sie, mit wem Kunden und Kollegen lieber zusammenarbeiten - mit einem Pessimisten oder einem Optimisten? Wer wird eher seine Ziele erreichen - ein lebensbejahender und lösungsorientierter Mensch, oder jemand, der an allem das Schwierige und Schlechte sieht?

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Antwort von Andreas Blessing
Inhaber Teamtuning Heiningen (Kreis Göppingen)

Definitiv. Allerdings gepaart mit dem Realismus. Das soll bedeuten, dass es Sinn macht, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken und auch so Projekte anzugehen, gleichzeitig dürfen aber Hindernisse, mit denen man sicher rechnen kann, mit einbezogen werden.

Bsp.: Vor einigen Zeit hatte ich mich mit eine Frau unterhalten, die Extrem-Ultra-Läufe macht. Soll heißen, 200 km und mehr - Bergpässe rauf und runter ... . Sie hat mir erzählt, dass sie

a) ihre Rennen in 4 Stunden-Blöcke, gegen Ende in 2-Stunden-Blöce einteilt und diese mental
   durchgeht
b) den Umgang mit körperlichen Schmerzen visualisiert.

Den Punkt b) nimmt sie deshalb mit auf, weil sie weiß, dass bei einem Lauf über 200 km irgendwann Schmerzen kommen werden. Darauf mental vorbereitet zu sein ist besser, als so zu tun, wie wenn das nicht vorkommen würde.

Der entscheidende Unterschied liegt darin, ob man sich Hindernisse herbei redet, die auch ausbleiben könnten oder gedanklich mit Hindernissen umgeht, von denen man weiß, dass sie kommen.

Aber: Optimismus ist auf jeden Fall besser als Pesimismus.

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1 passende Publikation von Andreas Blessing

Cover zu Pssst...! eine Anleitung zum Umdenken ...
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Antwort von Reiner Neumann
Trainer - Berater - Autor Rotenburg

Unbedingt, denn ohne Optimismus, dass es gelingen kann, vermutlich sogar wird, beginnt niemand etwas Neues. 

Optimismus darf allerdings nicht die Risikofaktoren verdrängen - mur wenn ich weiß, wo die Risiken liegen, kann ich diese entsprechend klar beobachten und reagieren.

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3 passende Publikationen von Reiner Neumann

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Antwort von Othmar Loser-Kalbermatten
Inhaber Lernende Organisationen Emmenbrücke

Ja, sicher.

Ich spreche von Aufmerksamkeitsfokussierung statt von Optimismus. Das hat den Vorteil, dass wir selber etwas machen können und nicht darauf angewiesen sind, ob wir von Geburt an optimistische Naturen sind oder eben nicht. 

Wir können selber entscheiden, auf was wir fokussieren. Wir können das Schwere, Problemeatische und Unlösbare auf der Welt fokussieren, oder wir können das Gute, Tragende, Unterstützende fokussieren. Die Wirkung auf mich und auf mein Umfeld ist sehr unterschiedlich. 

Eine Führungsperson, die bei ihren Mitarbeitenden vor allem auf das fokussiert, was nicht perfekt ist, hat mit der Zeit nur noch Flaschen um sich herum. 

Eine Führungsperson, die bei ihren Mitarbeitenden vor allem auf das fokussiert, was gut läuft (und das ist ja in der Regel zwischen 80% - 95%), kann sich an toll motivierten Mitarbeitenden erfreuen, die gerne arbeiten und immer wieder über sich selber hinauswachsen. 

Und eben, wir können selber wählen, worauf was wir unsere Aufmerksamkeit fokussieren.

 

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Foto von Dr. Raimund Schriek
Antwort von Dr. Raimund Schriek
SysFinance Wittdün

"Optimismus" ist so eine Sache: Wenn man an einer Situation festhält, obwohl man schon vor langer Zeit hätte loslassen sollen, bringt Optimismus nicht viel, weil weiterhin Energien in einen möglicherweise zähen oder auch kostspieligen Prozess fließen und damit nicht für andere (Menschen, Projekte, ...) verfügbar sind. Eine positive Grundeinstellung dagegen ist ein Erfolgfaktor, vor allem, wenn 1. ein guten Zugang zur eigenen Intuition besteht und 2. die Faktenlage berücksichtigt wird.

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Foto von Dr. Sabine Hahn
Antwort von Dr. Sabine Hahn
Geschäftsführer Digital Leadership Beratung Dr. Sabine Hahn Köln

Meiner persönlichen Überzeugung kann Optimismus ein Erfolgsfaktor sein, muss aber nicht. Ganz sicher ist es gut, optimistisch, also stets mit Wohlwollen auf die Dinge zu schauen. Genauso gut kann zu viel Optimismus aber auch eine adäquate Beurteilung von Risiken und Gefahren verhindern. Und andererseits kann eine gewisse Skepsis (nicht Pessimismus) auch hilfreich und gesund sein. Insofern schwierige Frage, ich denke, es gibt andere / wichtigere Erfolgsfaktoren.

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