Wie kann eine nachhaltige Weiterbildungsmaßnahme beispielsweise aussehen?

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Antworten:

Foto von Dr. Jana Voelkel-Kitzmann
Antwort von Dr. Jana Voelkel-Kitzmann
Gesellschafterin Management-Institut Dr. A. Kitzmann Münster

Derzeit drehen sich sehr viele Themen rund um die Frage der Nachhaltigkeit. Die Nachhaltigkeit bezieht sich nicht mehr nur den Umweltaspekt, sondern findet in sehr vielen Bereichen Einzug, so auch in der Weiterbildung. Dabei kann sich der Frage zugewendet werden: Wie können Weiterbildungstrainings zu einem nachhaltigen Erfolg bei den SeminarteilnehmerInnen führen?

Der allerwichtigste Punkt zuerst: Ohne eine Motivation oder ein Interesse an einer Thematik, setzen Informationen nicht nachhaltig oder nur schwer im Gehirn an.

Dabei können folgende Schritte beachtet werden:

  1. Was sind die Erwartungen der SeminarteilnehmerInnen?

    Setzen Sie sich mit jedem einzelnen Seminarteilnehmer telefonisch oder persönlich auseinander und klären Sie die Frage, was die Erwartungen der/des TeilnehmerIn an Ihrem Seminar sind und welche Motivation er/sie hat.

  2. Transparenz und Offenheit

    Klare Ziele und Transparenz der Weiterbildungsmaßnahmen sind grundlegend für eine gute Zusammenarbeit. Nehmen Sie sich Zeit für die TeilnehmerInnen und klären Sie Fragen, falls welche Aufkommen. Offenheit ermöglicht einen guten Austausch und verhindert Missverständnisse.

  3. Praxiseinheiten

    Bauen Sie in den Weiterbildungsmaßnahmen Praxiseinheiten ein, die an der Wirklichkeit des Arbeitsfeldes der TeilnehmerInnen anknüpfen.

  4. Arbeitsmaterial

    Ausgewähltes und gut strukturiertes Arbeitsmaterial ermöglicht den TeilnehmerInnen sich Übungen und Theorieansätze immer wieder durchzulesen. Durch diesen Prozess festigen sich Informationen zusätzlich.

  5. Austausch

    Bieten Sie den TeilnehmerInnen die Möglichkeiten für Nachfragen an, auch nach dem Seminar. Ein reger Austausch über die erlernten Themen ist förderlich.

  6. Feedbackbogen

    Ein gutes Feedback der TeilnehmerInnen ermöglicht auch den TrainerInnen der Weiterbildungsmaßnahmen an ihren Fertigkeiten zu arbeiten und nachhaltig Verbesserungen in Ihre Trainings einzubauen.

Für Nachhaltigkeit in Unternehmensstrukturen gilt immer: Informationsaustausch unter den MitarbeiterInnen ist essentiell. Keiner sollte Wissen horten, weil so immer eine wichtigte Instanz wegfällt, wenn ein/eine MitarbeiterIn wegfällt.

Ein weiteres spannendes Feld ist die Resilienz, dem sich in diesem Zuge auch gewidmet werden kann, da es das Thema Nachhaltigkeit ergänzt. Die Nachhaltigkeit soll Ressourcen erhalten und die Resilienz soll schauen, wie eine innere Stabilität aufgebaut werden kann, damit im Falle von Krisen oder „Katastrophen“ das innere System nicht zusammenbricht.

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3 passende Publikationen von Dr. Jana Voelkel-Kitzmann

Cover zu Wissensmanagement
Cover zu Vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten
Cover zu Virtuelle Führung
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Antwort von Ekaterina Borgardt
Beraterin, Coach EB Business Training Neu Wulmstorf, Niederelbe

Wenn alle Teilnehmer nach dem Training oder Workshop weiter bei deren alten Verhalten verbleiben und sich nicht ändern oder nicht ändern wollen, heißt es, dass die Weiterbildungsmaßnahme nicht nachhaltig oder nicht nachhaltig genug war.

Wenn die Teilnehmer nach der Weiterbildung wiederrum

  • für sich etwas Neues gelernt haben oder bestehende Kenntnisse ausgebaut und vertieft haben,
  • sich emotional mit der Thematik identifiziert haben und sich verbessern wollen,
  • alles tun um das Gelernte im Berufsleben umzusetzen,
  • diese Veränderung wird mehrere Monate von Kollegen, Kunden und Führungskräften beobachtet,

heißt es, dass die Weiterbildungsmaßnahme wirklich qualitativ hochwertig und dementsprechend nachhaltig war.

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Antwort von Jörg Köck
Geschäftsführer BETTER SOLUTIONS Coachingconsulting GmbH Locarno - Monte Bré

Im Bereich Verhandeln bieten wir einen Lernweg Verhandeln und Ausdrucksstärke an:

1. Gruppenphase: Theorie des Verhandelns mit Trainer 1

2. Gruppenphase: Klarheit im Ausdruck mit Trainer 2

3. Individualphase: Verhandeln an 3 Fällen mit Videoaufzeichnung und -auswertung mit Trainer 1

4. Individualphase: Einzelarbeit am Ausdruck  mit Trainer 2

5. Reflexionsphase: Die TN beantworten Reflexionsfragen

6. Umsetzungscheck: Die TN stellen Ihre Fragen an den Trainer von 1

7. Umsetzungscheck: Die TN stellen Ihre Fragen an den Trainer von 2

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Antwort von Sabine Hauswirth
Inhaberin Sabine Hauswirth Consulting Rosenheim

Tausendfache Möglichkeiten - der Rahmen würde gesprengt und meine Zeit ist nicht unendlich. Doch die entsprechenden Verantwortlichen sollten sich einfach nur folgende Definition von Nachhaltigkeit durchlesen, dann in Klausur eines kreativen Brainstormings, Design Thinkings oder Design Sensings gehen und mit einer eigenen Lösung fürs Unternehmen herauskommen:

"Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht." Quelle: Wikipedia

Also, einfache Fragestellung:

  1. welche HANDLUNGEN (also nicht immer DENKEN, sondern TUN) können im Unternehmen als Weiterbildungsmaßnahme integriert werden (idealerweise etwas, das einerseits wirklich Spaß bringt und andererseits etwas, das auch mit den Produkten usw. des Unternehmens zu tun hat)
  2. welche Ressourcen sind VORHANDEN im Unternehmen, die für diese Weiterbildungsmaßnahme genutzt, also integriert werden können /Zwei-Fliegen-Mit-Einer-Klappe-Prinzip)
  3. was davon kann BEWAHRT werden
  4. wie kann das SYSTEM (also die zu trainierende Gruppe, oder das Unternehmen, oder die betroffenen Mitarbeiter) stabilisiert und natürlich regeneriert werden (hier muss es also nicht immer um Gesundheit, Stressmanagement o.ä. gehen. Man kann hier die Begriffe übertragen auf weitergehende Felder, beispielsweise auch ins betriebswirtschaftliche, kalkulatorische oder aber auch für Maßnahmen des Qualitätsmanagements, der Rohstoff- und Materialverwertung)

Kurzum:

selbst nachdenken, kreativ werden - immer in Bezug zu den Unternehmens-Eigenschaften oder -zielen etwas kreieren, das den Mitarbeitern auch wirklich etwas bringt, und dabei immer mit SPAss und MOTIVation den Nutzen und Mehrwert verbinden

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1 passende Publikation von Sabine Hauswirth

Cover zu Vom Taschengeld zum Schuldenberg
Foto von Peter Baumgartner
Antwort von Peter Baumgartner
::: LEADERSHIP Altmünster

Nachhaltige Ausbildungen müssen sich zwangsläufig mir der Frage des Transfers beschäftigen. Eine "Weiterbildungs-Show" ohne Transfermöglichkeit ist wertlos. Fragen Sie Ihren Weiterbildungsanbieter nach seiner Transfersicherung. Beurteilen Sie Weiterbildungen nicht nach den Kosten, sondern nach den erzielbaren Ergebnissen.

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Foto von Prof. Dr. Eckart Koch
Antwort von Prof. Dr. Eckart Koch
Hochschule München München

Am Beispiel interkultureller Managementkompetenz und dem Vier-Stufen-Prozessmodell:

1. Zunächst wird festgestellt, ob die betreffende Person über notwendige
Voraussetzungen, also über die erforderlichen Managementkompetenz
und sozialen Basiskompetenzen verfügt und diese auch einsetzen kann
(„Haben“).
2. Der eigentliche Kompetenzerwerbsprozess beginnt mit der zweiten
Stufe. Hier sollen zielgerichtet allgemeines und spezielles Wissen über eigen-
und fremdkulturelle Besonderheiten und interkulturelle Unterschiede
erworben werden („Kennen“).
3. Diese Kenntnisse werden dann mit den vorhandenen Kompetenzen, z.B.
in Trainingssequenzen, zu interkulturellen Handlungskompetenzen verknüpft,
also etwa einer Verhandlungs- oder Konfliktlösungskompetenz
im interkulturellen Kontext, der Kompetenz zum Perspektivenwechsel,
der Fähigkeit für critical incidents Lösungsvorschläge zu entwickeln oder
einfach sich in definierten interkulturellen Situationen adäquat „verhalten“
zu können („Können“).
4. In der vierten Stufe, die überwiegend in der Praxis stattfinden und durch
Trainings oder Coaching begleitet werden kann, werden die Einzelkompetenzen
dann zu einer interkulturellen Managementkompetenz verdichtet
(„Sein“). Diese befähigt den Kompetenzinhaber in unterschiedlichen
interkulturellen Kontexten erfolgreich zu arbeiten.

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3 passende Publikationen von Prof. Dr. Eckart Koch

Cover zu Lernen und Innovation in Entwicklungsprojekten
Cover zu Globalisierung: Wirtschaft und Politik
Cover zu Interkulturelles Management
Foto von Marion Seßler
Antwort von Marion Seßler
Stellvertretende Geschäftsführerin INtem Trainergruppe Seßler & Partner GmbH Mannheim

Eine nachhaltige Weiterbildung vermittelt Input in kleinen Einheiten, baut im Rahmen der Weiterbildung bereits Kompetenzen auf, hat Freiräume für die praktische Anwendung bzw. bietet Umsetzungsmöglichkeiten und wird von den Führungskräften unterstützt, begleitet und nachgehalten.

Gerne stehe ich Ihnen für individuelle Lösungen oder konkrete Problemstellungen auch als 10minutes-Expertin zur Verfügung.

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Foto von Stephan Druckrey
Antwort von Stephan Druckrey
Geschäftsführer Trier

Wichtig ist hier die Zielklärung: wofür soll die Weiterbildung dienen, d.h. was soll danach besser/effektiver sein? Dies setzt oft eine Organisationsdiagnose voraus (was benötigt die Organisation?). Ist das Ziel geklärt, kann auch genauer gesagt werden, inwieweit die Weiterbildung nachhaltig wirken kann; eine Erfolgsevaluation ist dann ebenfalls möglich.

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Foto von Klaus Steinseifer
Antwort von Klaus Steinseifer
Inhaber Die Steinseifer-Seminare Hemmingen

  Zeigen Sie Ihren Seminaranbietern die rote Karte, wenn sie

  > keine kostenlose Nachbetreuung anbieten!

  > Sie nicht nachhaltig betreuen!

  > keine Beziehung zu Ihnen aufbauen!

  > nicht für Sie erreichbar sind!

  > Ihre Fragen nicht richtig behandeln!

  > nicht das einhalten, was sie vorher versprochen haben!

  > kein Interesse daran haben, dass es Ihnen mit Ihrem neuen Wissen gut geht und dass Sie Erfolg damit haben!

  > wenn sie Ihre Chancen mit Ihnen nicht aufspüren!

Nicht die Wissensvermittlung alleine zeichnet einen guten Seminaranbieter aus, sondern vielmehr die erfolgreiche Umsetzung der Seminarinhalte in Ihrem Unternehmen.

Investieren Sie ab sofort Ihr Qualifizierungsbudget nur noch nachhaltig und in die richtigen

 Seminare für Ihre erfolgreiche Zukunft!

 www.steinseifer.com

 

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3 passende Publikationen von Klaus Steinseifer

Cover zu Die Eigenmotivation
Cover zu Ihre Auftrittskompetenz
Cover zu Ihr Unternehmensschiff
Foto von Dr. Sabine Hahn
Antwort von Dr. Sabine Hahn
Geschäftsführer Digital Leadership Beratung Dr. Sabine Hahn Köln

Für mich ist eine nachhaltige Weiterbildungsmaßnahme eine solche, die dem Teilnehmer nicht nur eine andere Sicht der Dinge und / oder mehr Wissen und Kenntnisse in einem bestimmten Bereiche ermöglicht, sondern vor allem Einfluss auf sein Handeln hat. Dashalb wird auch gern von Praxistransfer gesprochen, wobei es immer darum geht, wie können Inhalte oder Aspekte aus der Weiterbildung tatsächlich auch "mit zurück" ins Unternehmen genommen und dort angewandt werden. Eine gute Weiterbildung sollte unter der Prämisse eines hohen Praxistransfers stehen und diesen beabsichtigen.

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Foto von Ronald Schlager
Antwort von Ronald Schlager
Geschäftsführer schlager communications services GmbH St. Pölten

Die Frage will ich nur aus meinem Themenkreis (Kommunikationstechnik) beantworten.

Unter Nachhaltigkeit verstehe ich, dass das vermittelte Wissen lange Zeit gültig und ein Wissensupdate mit wenig Aufwand verbunden ist.

Produktschulungen (Konfiguration, Bedienung,...) und Informationen über Märkte und Marktverhältnisse sind nicht nachhaltig, da die Lebenszyklen der Produkte oft sehr kurz sind und Märkte im IT-Bereich stark schwanken.

Wissen über Standards, Schnittstellen, Protokolle ist viel langlebiger (nachhaltig).

Das Wissen über Zusammenhänge und Abhängigkeiten, das Erlernen von der Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen, wird immer wichtiger.

Für Vertriebsschulungen die Fähigkeit zu erlernen, den Bedarf des Kunden zu erkennen, zu verstehen und die Nutzenargumente für den Verkauf einzusetzen, ist nachhaltiger als Featurelisten auswendig zu lernen.

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Foto von Ralph Dalibor
Antwort von Ralph Dalibor
Inhaber Dalibor.communications Bielefeld

Einfach der Checkliste folgen:

1. Klares Briefing mit genauer Defintion der zu erreichenden Ziele.

2. Auf der Basis des Briefings ein erster Entwurf eines Seminarkonzeptes.

3. Abgleich und Überprüfung des Konzeptes im Gespräch mit dem Auftraggeber

4. Eventuell Anpassungen des Konzeptes an die Ergebnisse des Gesprächs

5. Endabnahme des Konzeptes durch den Auftraggeber

6. Terminierung und Umsetzung des Konzeptes durch den Trainer

7. Evaluierung durch die Teilnehmer*innen 

8. Anpassung des Konzeptes auf der Basis der Evaluierung für nächsten Durchlauf.

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