Was sind Ihrer Meinung nach Haupthindernisse für eine Veränderungsakzeptanz?

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Antworten:

Foto von Prof. Dr. Klaus Eckrich
Antwort von Prof. Dr. Klaus Eckrich
Coach + Berater / Dozent CHANGE HOUSE -Führen. Verändern. Wachsen. Erftstadt-Köttingen

Die Fülle der Hindernisse kann man meines Erachtens auf zwei Themenkreise fokussieren:

(1) Die verantwrotlichen Führungskräfte und (2) Die beteiligten / betroffenen Mitarbeiter.

(1) Fehlende Akzeptanz ist oft auf mangelnde Führungsleistung zurück zu führen. Die Vorgesetzten tragen mit einem unzureichenden Change Management dazu bei, dass Mitarbeiter sich nicht mitgenommen fühlen, überrascht und übergangen fühlen, manchmal sogar hintergangen fühlen. Im Ergebnis ist die Art der Führung dafür verantworltich, dass eine durchaus vorhandene Offenheit für Veränderung in Reaktanz umschlägt, selbst bei Mitarbeitern, die eigentlich bereit sind, die Veränderung mitzutragen.

(2) Die Art wie wir Menschen gestrickt sind: Wir sind neugierig, gehen gern neue Wege, probieren gerne aus. Aber wir sind auch Gewohnheitstiere: Wenn wir mit Veränderung konfrontiert werden, reagieren wir mit kognitiven und emotionalen Blockaden.

Kognitive Blockaden entstehen, weil unser Gehirn umlernen und dafür Energie aufbringen muss. Bevor das Gehirn die Energie für Neues Verhalten aufbringt, checkt es erst einmal, ob man der neuen Situation nicht mir bereits bekanntem Verhalten begegnen kann. Emotionale Blockaden treten auf, wenn wir durch die Veränderung verunsichert werden, irritation erleben oder gar Angst empfinden.

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Antwort von Michael Zwick
Blue Change Solutions Frankfurt am Main

Der Haupthindernis ist:

UNWISSENHEIT

Die Hauptaktivität im Change ist die Kommunikation. Dehnen und strapazieren Sie den Begriff. Unternehmen Sie alles, damit die Zielgruppe (die, die den Change Umsetzten müssen, andere nennen die Betroffen und Beteiigte) weis, was geschieht, warum es geschieht und was mit ihnen im Detail geschehen wird. Wenn Sie die Unwissenheit beseitigen, dann sind alle anderen Hindernisse Makulatur und dann klappt das.

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Antwort von Andreas D. Baumann
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  1. Persönliche Zukunftsängste und Positionsverlustängste
  2. Fehlende u/o nicht ehrliche u/o zu späte Information der direkt Betroffenen
  3. Fehlendes Aufzeigen u/o Anbieten von neuen Chancen, Herausforderungen je betroffene Person in der "neuen Welt"

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Antwort von Christian Schauler
Geschäftsführer CNX Consulting Partners GmbH München

Das Haupthindernis schlechthin für die Akzeptanz von Veränderungen ist Angst.

Angst vor dem Neuen und Unbekannten, Angst vor Verlust von Einfluss, Reputation oder Macht, Angst vor dem eigenen Scheitern an neuen Aufgaben. 

Nur durch eine offene, frühzeitige und vor allem ehrliche Information und Kommunikation sowie durch situatives Coaching in der Übergangsphase können diese Ängste überwunden werden.

Wenn Veränderungsbegleitung (Change Management) professionell und gut gemacht wird, dann, so unsere Erfahrung aus einer Vielzahl von erfolgreichen Projekten, kann nicht nur Akzeptanz sondern sogar Begeisterung für anstehende Veränderungen erzielt werden.

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Foto von Ulrich Martin Drescher
Antwort von Ulrich Martin Drescher
Organisationsberater, Moderationsexperte moderation.de Kirchzarten

Haupthindernis für die Akzeptanz von Veränderungen ist das menschliche Beharrungsvermögen. Der einzige, der nach Veränderung schreit, ist das Baby in der vollgeschissenen Windel. Niemand will Veränderungen: Sie etwa ? Wie aber kann es gelingen, die Akzeptanz für Veränderugnen zu erhöhen ? Indem man etwa das Pro und das Contra dazu offen thematisiert. Am besten in moderierten Gruppen, denn es wird in einer Gruppe immer Personen geben, die sich für Veränderungen öffnen. Und dann erleben die anderen, was "Ihresgleichen" dazu meinen und ändern so leichter die eigenen Verhaltensweisen. In meiner beruflichen Praxis hat sich dieser Angang schon häufig bewährt. www.umd.de , www.moderation.de , www.organisationsentwicklung.de

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Antwort von Dr. Jürgen Schüppel
Geschäftsführender Partner change factory GmbH München

Dass wir Veränderungen gegen die und nicht mit den Menschen einführen. Im Change gilt leider immer noch ein zweckrationales und mechanistisches Menschenbild. Solange wir das nicht aufgeben und Change als emergenten Prozess verstehen, werden wir auch immer Hindernisse haben. Wir stehen uns also als Haupthindernis selbst im Weg. Alles andere ist demgenüber keine echte Barriere.

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Antwort von Dr. Renate Birgmayer
Geschäftsführerin THINKPäd Consulting Bad Wimsbach-Neydharting

Die Haupthindernisse dafür, sich mit Veränderungen konstruktiv auseinanderzusetzen, sehen wir in den Köpfen. Wie von uns in mehr als zwei Jahrzehnten in der praktischen Arbeit bemerkt, benützen Menschen - und oft handelt es sich dabei um die leitenden Personen - nicht alle Grundschritte des schlussfolgernden Denkens wie von Univ.Prof. K.J.Klauer entwickelt.

Denkschritte werden oft nur unbewusst eingesetzt und dadurch werden jene Denkschritte benützt, mit denen man in den letzten Jahren erfolgreich war. Dadurch tritt leider oft eine Einschränkung der Sichtweisen ein.

Dies ist jedoch auf relativ einfache Weise behebbar. Zu diesem Zweck haben wir die Materialien von Prof. Klauer in Kooperation mit ihm adaptiert und wenden sie an. Dabei sprechen wir von zwei Seminarterminen von etwa je 3 Tagen.

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Foto von Dr. Bernd Thurat
Antwort von Dr. Bernd Thurat
Interim Manager und Interim Executive Dr. Bernd Thurat Aachen

Der Mensch ansich will keine Veränderung, das Leben ist doch so schön wie es ist, das gilt privat wie auch im Berufsleben.

Eine nachhaltige Veränderungsakzeptanz wird nur erreicht, wenn die Mitarbeiter von anbeginn mit eingebunden werden und an dem Veränderungeprozeß teilnehmen, denn die Mitarbeiter müssen die Veränderung mittragen und weiterführen. Ein Unternehmen befindet sich in einem ständigen Veränderungsprozeß.

Damit das gewährleitet wird, ist ein ständiges Bussines-Coaching unumgänglich

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