Wie verliert man die Angst, vor vielen Menschen zu präsentieren?

8 Expertenantworten: Foto von Ralph Dalibor Foto von Astrid Göschel Foto von Dr. Chris Schäfer Foto von Brigitte Hilscher Foto von Marcus Hein Foto von Reiner Neumann Foto von Heinz Léon Wyssling Foto von Dr. Gudrun Fey

Antworten:

Foto von Ralph Dalibor
Antwort von Ralph Dalibor
Inhaber Dalibor.communications Bielefeld

Da gibt es kein Patentrezept, denn jeder Mensch hat etwas anderes, dass sie/ihn möglicherweise davon abhält, souverän und authentisch zu präsentieren. Doch in einem Seminar oder auch Einzelcoaching können diese Punkte gefunden und dann (meist) auch beseitigt werden. Danach heißt es: üben, üben, üben. Und dann - bei Bedarf z.B. vor wichtigen Auftritten - noch einmal mit dem Coach zusammen den Auftritt vorbereiten.

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1 passende Publikation von Ralph Dalibor

Cover zu Corporate Citizenship - Tue Gutes und rede darüber
Foto von Astrid Göschel
Antwort von Astrid Göschel
Geschäftsführerin SprachINGENIEURIN Hamburg

Ein sehr gutes Rhetorikseminnar kann dies leisten.
Angst wird in Mut verwandelt,
wenn ich das richtige Wissen habe, Feedback erhalte, mit Videokamera arbeite und viel praktisch trainieren kann und professionelles Feedback erhalte.

Bei extrem starker Angst hilft ein Wingwave-Coaching.

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1 passende Publikation von Astrid Göschel

Cover zu Rhetoriktrainings erfolgreich leiten
Foto von Dr. Chris Schäfer
Antwort von Dr. Chris Schäfer
Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Schäfer & Partner München

In aller Kürze:

  • Indem ich gut vorbereitet bin; je besser die Vorbereitung, umso geringer die Unsicherheit.
  • Indem ich mir bewusst mache, dass wir alle Menschen sind und Lampenfieber dazugehört. Dadurch bin ich schließlich auch hochkonzentriert.
  • Oft sind Großgruppen viel angenehmer als Kleingruppen: die Großgruppe ist anonymer und es trauen sich oft viel weniger Teilnehmer, unangenehme Fragen zu stellen (denn auch die haben vor Großgruppen Lampenfieber...).
  • Am Ende ist es wie bei jeder Kunst: Übung macht den/die MeisterIn.
  • Und schließlich: was soll schon passieren? Sie werden sehen, dass Ihre schlimmsten Befürchtungen nie eintreten.

In unseren Präsentationstrainings lernen Sie genau das: durch gute Vorbereitung auf Publikum, Inhalt, Körpersprache, Interaktion und mögliche Pannen / Störungen gewinnen unsere Teilnehmer an Sicherheit. In 2 Tagen erleben Sie sich in einer Kleingruppe 3x auf Video und sehen in dieser Zeit bereits eine deutliche Steigerung Ihrer persönlichen Wirkung. Duch intensives konstruktives und wertschätzendes Feedback werden Sie sich Ihrer individuellen Stärken und Potenziale sehr bewusst und gehen gestärkt in Ihre Präsentationspraxis.

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Foto von Brigitte Hilscher
Antwort von Brigitte Hilscher
Heilpraktiker für Psychotherapie Brannenburg

Versagensängste und soziale Phobien sind leider  in unserer Kultur nicht selten.

Auch wenn der Leidensdruck schon stark  ist kann man den Klienten verhaltenstherapeutisch sehr gut unterstützen. Er sollte sich vorstellen, was das Schlimmste ist was dabei  passieren könnte.. Nach dieser Erkenntnis finden viele Menschen schon die Ursache und den Schlüssel zu einer frühen kindlichen Zeit, in der unerfüllbare Erwartungen der  Erziehungsberechtigten einen starken Druck auf das Kleinkind ausübten und sich dieses Verhaltensmuster wie ein roter Faden bis ins Erwachsenenalter durchzieht.

Durch intensive Selbstbeobachtung der eigenen ursächlichen Verhaltensweisen kann viel Druck aus der Situation genommen werden, aber nie vergessen .. Übung macht den Meister.. letztlich ist man immer genau in der Situation die nachfolgend Stärke und persönliches Wachstum gewährleistet, auch wenn es sich in dem Moment ganz anders anfühlt. :) Durchhalten lohnt sich, ich wünsche viel Erfolg :)

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Foto von Marcus Hein
Antwort von Marcus Hein
Geschäftsführer Mental- und Organisationsberatung Krefeld

Für mich sind drei Schritte wichtig:

  • Sie müssen es absolut wollen, vor Menschen zu stehen und zu präsentieren.
  • Sie müssen sich selbst als jemanden sehen, der souverän vor Menschen steht und präsentiert.
  • Üben, üben, üben - notfalls erst einmal im eigenen Wohnzimmer.

Angst vor Präsentation liegt meist darin, dass man sich Horrorszenarien ausmalt, wie man stottert, versagt, den Text vergisst, die Präsentation nicht funktioniert ... Wissen Sie eigentlich was alles nicht passiert? ;-)

Kennen Sie das Gefühl, nach einer Präsentation Applaus zu bekommen? Kennen Sie das Gefühl, Zustimmung und Bewunderung für die gelungene Präsentation zu erhalten? Diese Szenarien würde ich mir in den Kopf packen. Dabei kann ein gutes Coaching sehr wirksam untersützten.

Gelegentlich habe ich Coachees auch aus dem musikalischen Bereich, letztens einen Solo-Trompeter eines großen, namhaften Orchesters. Dabei könnte man meinen, die sind von Auftrittsangst vollständig befreit. Und es geht ganz leicht, diese Angst zu verlieren, wie mir dieser Fall wieder gezeigt hat. Es sind die Gedanken, die wir bewusst steuern müssen.

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Foto von Reiner Neumann
Antwort von Reiner Neumann
Trainer - Berater - Autor Rotenburg

Drei Faktoren sind entscheidend - je nach individueller Situation:

Zum Einen kommt es darauf an, wie Ihre Einstellung / Ihr inneres Briefing / Ihre Erfahrungen sind ... hier lohnt sich - ggf. mit professioneller Hilfe ein Check und dann, je nachdem, Entspannungstraining, Üben, ...

Zum Anderen kommt es auf die Vorbereitung und die konkrete Umsetzung an. Mit schlechter Vorbereitung und schlechtem Material ist es ja nur richtig, sich unwohl zu fühlen - je besser vorbereitet Sie sind, je besser die Präsentation oder Rede ist, je mehr und je besser Sie üben, desto weniger Angst werden Sie haben.

Und zu guter Letzt hängt viel an einem sinnvollen Stufenplan, um sich dem Ziel - erst ein paar, dann noch mehr, dann viele Menschen - erfolgreich zu nähern. 

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Foto von Heinz Léon Wyssling
Antwort von Heinz Léon Wyssling
Inhaber Coaching & Entwicklung Zürich

Entspannter Umgang mit Lampenfieber: 5 Tipps

Lampenfieber ist nicht gleich Lampenfieber. Abhängig von Ihrem Auftritt mag es mal stärker oder schwächer ausfallen. Wählen Sie dann den Tipp, der Ihnen die beste Unterstützung bietet.

Tipp1: Worst-Case-Szenario

Ihr Kopf-Kino produziert permanent Bilder. Auch über Ihre bevorstehende Rede oder Präsentation. Sie sehen sich mental bereits vor dem Team oder dem Kunden stehen, spüren die erwartungsvollen Blicke auf sich gerichtet – und erstarren. Ihr Kopf-Kino hat eine Horrorvorstellung erstellt. Kein Wunder, dass Sie dann bereits Stunden vor Ihrem Auftritt Herzklopfen bekommen und sich flau im Magen fühlen. Denn Ihr Kopf-Kino mit all seinen kleinen Filmen aktivieren in Ihnen Gefühle. Und diese Gefühle stärken oder schwächen Ihr Lampenfieber.

Deshalb drehen Sie ab heute einmal ganz bewusst einen Worst-Case-Szenario-Film über Ihren Auftritt. Bauen Sie die schrecklichsten Episoden ein, die Ihnen einfallen: das Durcheinanderbringen von Fakten, Stottern, Aussetzer, keine Antworten auf Fragen finden, Ausfall der Technik. Malen Sie sich die Szenen so realistisch wie möglich aus. Stoppen Sie dann anschliessend jede einzelne Szene Ihres Horror-Films und fragen Sie sich:

  • Wie wahrscheinlich ist es, dass diese Szene passieren kann?
  • Wie können Sie, falls diese Situation auftreten würde, gegensteuern?
  • Was können Sie im Vorfeld Ihres Auftritts tun, damit das Gegenteil eintritt?

Wichtiger Hinweis: Drehen Sie danach einen Film, indem Sie all Ihre Antworten einbauen: Vom Gegensteuern und retten der Horror-Szene bis hin zur guten Vorbereitung. Stimmen Sie sich so positiv auf Ihren Auftritt ein.

Tipp2: Eine Schwelle übertreten

Viele Schauspieler nutzen diesen Trick. Beim Gang auf die Bühne wird eine unsichtbare Schwelle überschritten. Eine Schwelle, die die «normale» Welt von der Bühnenwelt trennt. Eine Schwelle, in der das private Ich von der Rolle getrennt, aber auch geschützt wird. Lampenfieber, das ja oft mit der Angst, sich zu blamieren, verbunden ist, wird so reduziert.

Übertreten Sie deshalb auch eine unsichtbare Schwelle. Stellen Sie sich einen Strich auf dem Boden vor, der der Raum aufteilt – in Ihre Bühne und den Rest des Raumes. Sobald Sie diesen Strich übertreten, schlüpfen Sie in die Rolle des Redners. Kompetent, selbstsicher, authentisch und gut vorbereitet. Und diese «Rolle» allein muss mit potenziellen negativen Reaktionen wie Ablehnung, Kritik oder Desinteresse umgehen. Ihr privates Ich ist geschützt.

Tipp3: Eigene Erwartungen senken

Ihre Rede ist geschrieben. Ihre Präsentation erstellt. Sie sind gut vorbereitet. Sie haben aber während der Phase der Vorbereitungen, Erwartungen an sich und Ihren Auftritt aufgebaut. Sie wollen mit der Anekdote als Einstieg Ihrer Rede Lacher erzeugen. Sie wollen mit Ihrer Argumentationskette die Zuhörer packen. Sie wollen mit Ihrem Appell am Ende Ihrer Präsentation, die Zuschauer zum Handeln auffordern.

Jede dieser Erwartungen stellt im Grunde ein Ziel dar, das Sie erreichen wollen. Gut. Nur Vorsicht: Bestimmen Sie unbedingt die Kriterien, an denen Sie erkennen, wann Sie das Ziel erreicht haben. Sollen alle Zuhörer über Ihre Anekdote lachen oder genügt die Hälfte? Indem Sie so Ihre Ziele realistisch definieren, senken Sie Ihre Erwartungen. Und dadurch verringert sich auch Ihr Lampenfieber – denn Sie stehen ja nicht mehr unter Druck.

Tipp: 4: Das Lampenfieber nutzen

Hadern Sie nicht mit dem Auftreten Ihres Lampenfiebers. Kämpfen Sie nicht dagegen an. Umarmen Sie es stattdessen wie einen guten Freund, der Ihnen bei Ihrem Auftritt zur Seite steht. Denn die innere Erregung Ihres Lampenfiebers mobilisiert ja alle Ihre Sinne, was Sie für Ihren Vortrag gut nutzen können, um

  • Ihre Stimme besser zu modulieren.
  • mit Ihrer Körpersprache zu punkten.
  • einen Draht zu den Zuhörern herzustellen.
  • «wach» zu sein.
  • gut reagieren zu können.
  • menschlich rüberzukommen.

Tipp 5: Mit Freude im Mittelpunkt stehen

Sie stehen im Fokus der Aufmerksamkeit. Geniessen Sie diesen Fakt – bereits im Vorfeld. Freuen Sie sich, Ihren Zuhörern Informatives auseinanderzulegen. Freuen Sie sich darüber, in Ruhe alles mitteilen zu können, was Ihnen zu diesem Thema wichtig ist. Freuen Sie sich, endlich das Ergebnis Ihrer Arbeit darlegen zu können. Freuen Sie sich auf Fragen und einen regen Austausch, den Sie lenken können. Denn, mal Hand aufs Herz, wie oft haben Sie in Ihrem Berufsalltag Gelegenheit Ihre Sichtweise uneingeschränkt vorzustellen? Wohl eher selten.

Es ist also ganz normal wenn Sie vor einem Auftritt, einer Rede oder Präsentation nervös sind. Sie brauchen das Antriebshormon Adrenalin, es ist sozusagen das Benzin im Tank das Sie benötigen um in Fahrt kommen. 
Ich bereite mich jeweils so vor, dass ich mit dem Autogenen Training 15 Tage vor dem Datum mir im entspannten Zustand den Raum, das Publikum, meinen Enstieg vor dem inneren Auge vorstelle und mit Unterstützung von positiven Suggestionen mich in einen energetisch guten Zustand bringe. Diese Vorbereitung mache ich täglich bis zum Auftritt.
Das heisst ich stelle mir die Situation in Zukunft vor, so wie es ein Skirennfahrer/-in vor dem Start auch macht indem er sich den Kurs, den er/sie zu fahren hat, vorstellt.

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Cover zu Wenn die Arbeit zur Droge wird und in einem Burn-out endet
Foto von Dr. Gudrun Fey
Antwort von Dr. Gudrun Fey
Rednerin, Redecoach, Trainerin für Rhetorik, Redecoach, Geschäftsführerin Stuttgart

Menschen, die vor öffentlichen Auftritten Lampenfieber haben, denken oft, dass sie davon besonders betroffen sind. Das stimmt so nicht. Immer dann, wenn man eine Redesituation als bedrohlich einstuft, läuft unser biologisches Alarmprogramm an, dass jedoch dazu gedacht ist, dass man auf eine körperliche Bedrohung mit Flucht oder Kampf reagiert. Dazu wird das Großhirn partiell "abgeschaltet", um blitzschnell, also ohne nachzudenken, weglaufen  oder zurückschlagen zu können. In einer Redesituation sollte man jedoch geistig 100prozentig fit sein. Leider läßt sich dieses Alarmprogramm nicht einfach abschalten. Man muss lernen, es für sich positiv zu nutzen.Lampenfieber ist nämlich nichts weiter als ein schönerer Ausdruck für Redeangst. Diese Angst ist berechtigt. Man kann den Faden verlieren, dumm rausschwätzen oder ein totales Blackout bekommen. Das passiert nicht, wenn man eine überzeugende Botschaft, ein Anliegen hat, dass stärker ist, als die Angst sich um Kopf und Kragen zu reden. Dann beflügelt einen die Energie, die das Alarmprogramm bereitstellt. Überlegen Sie sich auch, wo vor Sie am meisten Angst haben und treffen dann entsprechende Gegenmaßnahmen. So habe ich einige Jahre immer meinen eigenen Beamer oder am Anfang meiner Rednerkarriere, einen lieben Menschen mitgenommen, der mir notfalls über ein Blackout hinweggeholfen hätte.
Sicherheit gibt einem auch ein Redecoaching bei einem darauf spezialisierten Coach. Hinzukommt noch, dass das Lampenfieber geringer wird, wenn man sich solchen Situationen öfter aussetzt: "Tue, was Du fürchtest und die Furcht stirbt einen sicheren Tod." (Norman Vincent Peale). Nutzen Sie also jede Gelegenheit für öffentliche Auftritte, um Routine zu bekommen, dann verwandelt sich das Lampenfieber mit der Zeit in eine positive Auftrittsspannung.

 

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Cover zu SWR2 Interview: Überzeugend argumentieren
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Cover zu Überzeugen ohne Sachargumente