Wie stellen sich CEOs persönlich auf die digitale Transformation ein, um als Vorbild für ihre Führungskräfte zu agieren?

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Antworten:

Foto von Bernd Taglieber
Antwort von Bernd Taglieber .
Geschäftsführer t&t Organisationsentwicklung - Training - Beratung GbR Hainfeld

"Vorbild sein" ist so ein schöner abstrakter Begriff. Die simpelste Variante wär, was "vor machen", damit andere es nach machen. 

Wenn Mitarbeiter die Haltung haben, ihr Cheff sei der erste Vorturner, dann werden sie auch brav hinterherdackeln. Aus Anpassung und bravem Folge leisten ist noch nie ein kreatives und motivierendes Ergebnis entstanden. Wenn ein CEO glaubhaft vorleben kann, dass ihn die Möglichkeiten des digitalen Wandels einerseits begeistern und er andererseits auch die Notwendigkeit und Tramatik verständlich machen kann, was passiert, wenn Unternehmen diesen Wandel verschlafen, dann hat er den wichtigsten Beitrag geleistet. 

Wenn er dann noch agile "Schnellbote" in seinem Unternehmen installiert, kann er sicher sein, dass mit der Zeit alle mit bekommen, dass da im Unternehmen was wichtig geworden ist, was vorher so nicht betont wurde.

Die Tramatik verständlich zu machen, ist in Zeiten guter Umsätze keine leichte Übung. Hier braucht es viel Information und Kommunikation und eine Menge eindrücklicher Beispiele. Ich glaube, dass man das Thema ganz schön penetrieren muss, um duch die Bequemlichkeitsabwehr durchdringen zu können. Als nochmal in Kurzform: Selbst begeistert sein, Tramatik verstehbar machen, Mit agilen Projekten starten, Ständig thematisieren und dauerhaft Aufmeksamkeit investieren!

Viele Grüße

Bernd Taglieber

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Antwort von Neha Chatwani .
Wien

Sie sollten seine Haltung agiles Führens entwickeln und in die Organisation verbreiten. Das bedeutet für sie ein gemeinsames Führen mit Ihrer Manager, anstatt sie ausspielen, um die eigene Macht zu stärken. 

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Antwort von Martina Haas .
Inhaber Martina Haas Speaking | Networking | Innovation Berlin
  • Sie eignen sich Grundkenntnisse an, um einen Überlick zu bekommen.
  • Sie lassen sich von Externen beraten.
  • Bewußte Teilnahme an Inhouse-Trainigs für die Führungskräfte - das dokumentiert Ernsthaftigkeit
  • Es empfiehlt sich der Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen, CEOs, die schon weiter sind.
  • Je nachdem wie groß das Unternehmen ist, sollte der Vorstand/die Geschäftsleitung um einen Know how-Träger erweitert werden. Ansonsten: anderweitig inhouse-Kompetenzen aufbauen.

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Antwort von Uwe Weinreich .
Founder CoObeya Berlin

Digitalisierung in Untrnehmen wird zur Zeit oftmals von Chief Digital Officers voran getrieben. 2016 habe ich ein Buch für Leute geschrieben, die plötzlich in die Rolle eines CDO geworfen wurden und sich hilflos fühlten. 2017 folgte ein Artikel über dessen Rolle. Man könnte sagen, Chief Digital Officers sind Teil meines Jobs. Und dennoch gibt es gute Gründe, warum ich behaupte, dass es diese Rolle in ein paar Jahren nicht mehr geben wird.

CEOs übernehmen Funktionen eines CDO

Langfristig wird jedes Unternehmen zu einem mehr oder weniger digitalen. Das bedeutet, dass die Digitalstrategie keine Berechtigung mehr besitzen wird, unabhängig von der Gesamtstrategie zu existieren. Beide wachsen eng zusammen. Ab diesem Punkt sind CEOs und mit ihnen der gesamte Vorstand verantwortlich für das, was im Unternehmen digital geschieht, welche digitalen Produkte und Services auf den Markt kommen und wie die digitale Kommunikation mit Kunden aussieht.

Viel lernen und schnell lernen

Vielen Vorständen fehlt bisher noch das  umfassende Know-how, um dieser neuen Rolle gerecht zu werden. Es wird sich nicht vermeiden lassen, diese Lücken zu füllen. Genauso, wie niemand Teil des Vorstandes werden sollte, dem grundlegende betriebswirtschaftliche und wirtschaftsrechtliche Grundlagen fehlen, wird sich auch das Wissen über digitale Technologien und ihre Anwendung in die Liste der unverzichtbaren Grundlagen einreihen. Das bedeutet, dass CEOs sich langfristig damit beschäftigen sollten. Es ist auch keine Schande, das im Unternehmen öffentlich zu machen, sondern eher etwas, das Respekt hervorruft.

Natürlich müssen CEOs nicht Programmieren lernen. Folgende Inhalte sollten aber berücksichtig werden:

  • Technologien des Internets und Cloud Computing
  • Safety, Security and Privacy
  • Algorithmen
  • API
  • Data Analytics und Machine Learning und KI
  • IT-Recht
  • Digitale Geschäftsmodelle und Preis-Strategien

Je nach Ausrichtung des Unternehmens können noch einzelne Technologien wie 3D-Druck, Virtual Reality, Blockchain oder andere wichtig werden.

Lernen ermöglichen und die digitale Praxis gestalten

Auch Führungskräften im Unternehmen und Teams sollte die Chance gegeben werden, Erfahrungen mit digitalen Technologien zu sammeln. Viele bringen schon einige Erfahrung aus dem Privatleben mit, aber eine KI aufzusetzen und zu nutzen ist immer noch eine andere Herausforderung als eine WhatsApp-Nachricht zu versenden. Wir haben gute Erfahrungen insbesonder mit KI und Data Analytics gemacht, wenn es kleine motivierte Teams gibt, die sich im Untermehmen damit beschäftigen und ihre Dienstleistungen dann anderen Abteilungen zunächst als Test anbieten, bevor sie in den Regelbetrieb über gehen.

Sinnvoll ist es für CEOs sicher auch, so oft wie möglich selbst digitale Lösungen zu nutzen, dadurch Routine zu entwickeln und sicherer zu werden.

Unterstützung nutzen

Digitale Transformation ist ein unglaublich komplexes Thema. Gerade Vorstände, die sich bisher wenig damit beschäftigt haben, fühlen sich leicht überflutet, wenn sie in die Thematik einsteigen. Dabei kann es helfen, aktiv Unterstützung von Personen zu suchen, die mehr Überblick und Erfahrung besitzen. Wenn es das persönliche Verhältnis und die Strukturen des Unternehmens erlauben, kann das durchaus die IT-Chefin oder der IT-Leiter sein. Vielleicht gibt es im Bekanntenkreis Personen, die man fragen kann, oder man engagiert einen Berater oder Coach, dessen Aufgabe es dann nicht bzw. nicht nur ist, das Unternehmen digital voran zu bringen, sondern insbesondere auch der Austausch mit dem CEO. Egal wie, Fachkompetenz ist gefragt und es gehört ein ordentlicher Schuss Vertrauen dazu.

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Antwort von Ulrich Martin Drescher .
Organisationsberater, Moderationsexperte moderation.de Kirchzarten

CEOs stellen sich am besten auf die digitale Transformation ein, indem sie Ihr Geschäftsmodell kritisch auf die Veränderungen durch Digitalisierung überprüfen. Des weiteren sollte ihnen klar sein, dass die Digitalisierung ganz neue Führungs- und Organisations-Prinzipien verlangt.

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