Wie bereitet man sich als Arbeitnehmer auf ein Gehaltsgespräch vor?

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Antworten:

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Antwort von Dr. Sabine Hahn
Geschäftsführer Beratung & Coaching Dr. Sabine Hahn Köln

Zunächst einmal solten sie genau wissen, was sie möchten. Dann sollten sie diesen Wunsch klar und differenziert aufschreiben: (a) mein Minimum und (b) mein Wunschziel und (c) wie flexibel bin ich (z.B. Festgehalt vs. Bonus vs. geldwerte Vorteile usw).

Sie sollten auf ihre Wunschvorstellung mind. 20% draufschlagen und damit ins die Verhandlung einsteigen.

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1 passende Publikation von Dr. Sabine Hahn

Cover zu Führung im digitalen Zeitalter
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Antwort von Korai Peter Stemmann
Cheftrainer PS Coaching Schleswig

Erkenne, dass Sprache eine der wirksamsten Waffen ist. Erkenne, das man die veredeln und schärfen kann! Finde einen Meister, sei sein Schüler und trainiere unter seiner Ägide. Dann staune, Das bist Du!

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3 passende Publikationen von Korai Peter Stemmann

Cover zu Das Enneagramm
Cover zu Enneagramm Minihandbuch
Cover zu Das Enneagramm Praxis-Handbuch
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Antwort von Manfred Ritschard
Managing Partner Institut für Tourismuswirtschaft Meggen

Definieren Sie je drei fachliche und drei persönliche Stärken von Ihnen und suchen Sie zu jeder Stärke einen Beweis, den Sie an Ihrer Stelle dafür geliefert haben.

Schreiben Sie diese sechs Stärken mit den entsprechenden Situationen und Resultaten aufgrund Ihrer Arbeit im Betrieb auf ein Blatt Papier und nehmen Sie dieses an die Besprechung mit.

Überlegen Sie sich, wie viel Lohn mehr pro Stärke aus Ihrer Sicht angemessen und wünschbar wäre. Zählen Sie diese Beträge zusammen und schreiben Sie diese auch auf.

Bei der Besprechung werden Sie dann alle Stärken erläutern und lohnmässig quantifizeren. Das gibt dann eine für den Vorgesetzten wohl etwas überraschende, aber nicht minder plausible Grundlage für die Lohnverhandlung.

Take risks and expect miracles!

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Antwort von Kirsten Susanne Andrä
Inhaberin / Geschäftsführerin Andrä Coaching Freiburg

Fünf Aspekte sind aus meiner Sicht bei der Vorbereitung eines Gehaltsgesprächs besonders wichtig.

Erstens sollten Sie sich vorab informieren, wieviel ähnlich qualifizierte Mitarbeiter/innen in Ihrer Branche und Funktion verdienen. Dabei kann der Berufsverband, die IHK oder Ihr Netzwerk hilfreich sein.

Zweitens ist es wichtig, die eigenen Leistungen und Erfolge der letzten Jahre zu notieren. Was spricht für Sie und eine Gehaltserhöhung? Welchen Nutzen stiften Sie dem Unternehmen? Je konkreter, desto besser.

Drittens ist es wichtig, diese Argumente nicht nur im Kopf zu haben, sondern auch mental, also im Gefühl zu verankern. Erzählen Sie beispielsweise Ihrem Partner oder Ihrer besten Freundin von Ihren Stärken und Kompetenzen und seien Sie dabei ruhig stolz auf sich! Hollen Sie sich Feedback ein und lassen Sie dies auf sich wirken.

Viertens: Falls Sie den Satz "Eigenlob stinkt" verinnerlicht haben, modeln Sie ihn um in eine unterstützendere Aussage, z.B. "Eigenlob stimmt!"

Fünftens haben Verhaltensforscher herausgefunden, dass Menschen sich viel kompetenter, überzeugender und charismatischer präsentieren, wenn sie zuvor ca. zwei Minuten lang eine "Siegerpose" eingenommen haben. Sie können dies nutzen, indem Sie kurz vor dem Gehaltsgespräch beispielsweise am "Stillen Örtchen" eine solche selbstbewusste Körperhaltung einnehmen. Ihr Gehirn wird so auf "Erfolg" eingestimmt und das wirkt sich offenbar über Hormone positiv auf das Verhalten aus.

Kirsten S. Andrä

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Antwort von Dierk Rommel
Inhaber Dierk Rommel - Training Coaching Consulting Hamburg

Die Leistung bzw. Aufgaben für das höhere Gehalt sollte man idealerweise bereits vorher erbracht haben. Zur Vorbereitung des Gehaltsgesprächs hilft, sich mit der PAR-Methode Argumente zu erarbeiten:

  • Problem: Wann standen Sie vor welcher Herausforderung?
  • Aktion: Was haben Sie unternommen?
  • Resultat: Welches Ergebnis haben Sie für das Unternehmen erzielt?

Schütteln Sie mehrere PARs - jeweils knapp formuliert - wie Asse aus dem Ärmel!

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1 passende Publikation von Dierk Rommel

Cover zu Culture Clash durch die Generation Y?
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Antwort von Dr. Leopold Faltin
Inhaber meincoach.at - Coaching & Unternehmensberatung Wien

Für Gehaltsgespräche gibt es Anlässe, aber auch klare nicht-Anlässe; und schließlich eine ganze Reihe einzelner Themenbereiche, auf die es ankommt. Dafür empfehle ich meinen Blog-Beitrag Gehaltsverhandlungen – was tun und was nicht?, der das Thema in allen wichtigen Details praxiserprobt abhandelt. Viel Erfolg!

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1 passende Publikation von Dr. Leopold Faltin

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Antwort von Reiner Neumann
Trainer - Berater - Autor Rotenburg

Machen Sie eine kurze Bilanz, was Sie für das Unternehmen, Ihre Abteilung etc. geleistet haben- möglichst konkret (Nutzen in Zeit/Geld/Leistung, anerkannte Projektrfolge, neue Kunden, Umsatzszeigerungen, ...) - wenn da wenig oder nichts ist, denken Sie nach, ob das Gespräch wirklich eine gute Idee zum jetzugen Zeitpunkt ist. Denken Sie auch daran, von welchen Ihrer Aktionen Ihre Chefin / Ihr Chef selber konkret profitieren konnte. Denken Sie darüber nach, womit Sie in der nächsten Zeit punkten können / wollen - Perspektive.

Bereiten Sie dann eine kurze Übersicht vor: Situation - Was will ich / was will mein Gesprächspartner erreichen? Analyse - Gemeinsamkeiten (betonen!) / Unterschiede (abschwächen) Lösungen - welche Alternativen gibt es? Ziel - was wollen Sie unbedingt erreichen?

Bereiten Sie sich auf kritische Fragen vor - ein wenig mental und vor allem mit passenden Antworten.

Was werden Sie tun, wenn Ihre Chefin / Ihr Chef nicht bereit ist, Ihnen mehr zu zahlen? Frist / Konsequenzen etc.

Und bereiten Sie eine Exit-Startegie vor - wie wollen Sie das Gespräch beenden?

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Antwort von Astrid Overbeck
Inhaberin Astrid Overbeck Karrierecoach München

Das wichstigste ist, dass Sie sich vorher gute Argumente zurechtlegen, weshalb die Firma ihr Gehalt erhöhen sollte. Diese Argumente können z.B. Erfolge sein, die Sie erreicht haben, es können Einsparungen sein, die durch Sie erzielt wurden oder Verbesserungen im Arbeitsprozess, die Sie initiiert haben. Argumentieren Sie mit Themen, die auch für Ihren Arbeitgeber relevant sind und nicht etwa Themen, die nur Sie selbst betreffen (wie z.B. gestiegene Miete, Lebenshaltungskosten, etc.).
Überlegen Sie sich eine Summe oder einen Betrag, mit dem Sie zufrieden wären und erwarten Sie nicht, dass der Arbeitgeben Ihnen einen Vorschlag macht. Wenn Sie nicht gleich eine Zusage für diesen Betrag erhalten, schlagen Sie einen Gehaltsentwicklungsplan vor, bis wann Sie das gewünschte Gehaltsziel erreichen. Koppeln Sie zum Beispiel Teilgehalterhöhungen an gemeinsam vereinbarte Ziele. Wenn Sie gar keine Einigung erhalten, fragen Sie zumindest nach einem nächsten Termin, an dem das Gehalt überprüft werden kann.

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