Wie bekomme ich Lampenfieber bei Präsentationen oder Vorträgen weg?

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Antworten:

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Antwort von Lothar Seifert .
Naundorf

Lampenfieber macht Energien frei für eine besonders gute Leistung.

Es hilft, beim Vortrag etwas in die Hand zu nehmen. Z.B. ein zusammengerolltes Manuskript, den vielleicht vorhandenen Zeigestock oder ähnliches.

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Foto von Dr. Gudrun Fey
Antwort von Dr. Gudrun Fey .
Rednerin, Redecoach, Trainerin für Rhetorik, Redecoach, Geschäftsführerin Stuttgart

Fragen Sie Menschen, die oft und erfolgreich Reden oder Präsentationen halten und Sie werden feststellen, dass sie alle zu Beginn ihrer Rednerkarriere aufgeregt und nervös waren oder Angst hatten, den Faden zu verlieren oder herumzustottern und sich zu blamieren. Auch ich habe bei meinem ersten größeren Auftritt vor 200 Leuten zu Beginn statt Gesichtern nur helle Flecken wahrgenommen und konnte auf meinem Spickzettel überhaupt nichts lesen. Doch mit zunehmender Übung und Erfahrung verschwanden diese Lampenfiebersymptome. Was mir vor allem half war, dass ich trotz Lampenfieber, - das letztlich nichts anderes ist, als Redeangst -, immer ein persönliches Anliegen hatte und davon wollte ich die Hörer auf jeden Fall überzeugen. Deshalb finden auch Sie für Ihre Reden und Präsentationen immer ein Anliegen, das über die bloße Information hinausgeht, denn Reden ist immer mehr als Informieren. Wenn Sie ein Anliegen, eine Botschaft, die sie vermitteln wollen, gefunden haben, werden Sie feststellen, dass Sie zwar durchaus vor Ihrem Auftritt aufgeregt sind, doch das ist eine positive "Auftrittsfreude". Denn jede Rede ist eine Chance zu zeigen, was Sie wissen und können. Wenn Sie Ihr Publikum davon überzeugen, werden Sie sich schon auf Ihren nächsten Auftritt freuen.

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Antwort von Rosemarie Dypka .
Inhaberin Hypnose-Akademie Hamburg Hamburg

Das kommt darauf an, wie stark das Lampenfieber ist.

Bei einer leichteren Ausprägung empfehle ich Folgendes:

- Ruhigstellung der Gedanken: Ruhige Augen machen einen ruhigen Geist -

Unsere Augen sind nicht nur ein optisches Instrument. Sie sind Teil des Gehirns und wesentlich am Denken beteiligt. Wer unruhige Gedanken hat, hat auch unruhige Augen. Das heißt umgekehrt, wenn wir unsere Augen ruhigstellen, dann beruhigt sich auch der Geist. Wenn Sie diese Übung beherrschen, können Sie sie überall in Wartesituationen - in der Schlange an der Supermarktkasse - anwenden und sich so sinnvoll in Hinblick auf ein aufregendes Ereignis beruhigen.                                                                                                   

Übung: Strecken Sie Ihre Hände nach vorne in Augenhöhe aus. Betrachten Sie sie. Bewegen Sie jetzt die Hände ganz langsam nach  außen, bis sie waagerecht zu den Seiten nach außen zeigen und mit den Ohren eine Linie bilden. Das ist mit  180 Grad gemeint. Während Sie diese Bewegung ausüben, sollen die Augen unbewegt bleiben. Die Augen schauen geradeaus, schauen unbewegt in die Weite. Sie nehmen die Bewegung der Hände aus den Augenwinkeln wahr. So fokussieren sie nicht mehr scharf, sondern schauen quasi durch die Dinge hindurch und entspannen sich dabei. Es entsteht der sogenannte Tranceblick. Wenn Sie es eine Weile geübt haben, können Sie auf Anhieb diesen Tranceblick einstellen, ohne dass Sie die Hände zur Hilfe nehmen müssen.

Bei einer stärkerem Lampenfieber hilft Hypnose.

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Antwort von Ute Emmerich .
Inhaberin, Medientrainerin, Mediencoach EMMERICH mediencoaching Köln

Lampenfieber ist menschlich und normal. Jeder hat es, jeder kennt es. Der berühmte Schauspieler ebenso wie der TV-Moderator, der Professor an der Universität ebenso wie der Politiker!

Es ist gut, zu wissen, dass man mit dem Lampenfieber bzw. der Angst vor öffentlichen Auftritten nicht alleine da steht. Allein das Bewusstsein „Das hat jeder“ kann die Auftrittsangst enorm reduzieren.

Lampenfieber wird von uns immer als etwas sehr Negatives empfunden. Doch das ist es gar nicht. Betrachten Sie Ihr Lampenfieber positiv: es  kann konstruktiv sein, es kann Ihnen helfen, Ihr Bestes zu geben. Mit Lampenfieber sind Sie besonders aufmerksam und konzentriert. Und bringen Höchstleistungen.

Lampenfieber im Sinne von Auftrittsangst ist gewöhnlich nach den ersten 2 -3 Sätzen weg, und dann sind Sie im Redefluss.

Häufig ist Lampenfieber - im Sinne von Prüfungsangst - ein Wissens- und Vorbereitungsproblem. Und das kann man lösen, indem man sein Wissensfundament erweitert.

Was kann man tun, damit das Lampenfieber nicht Oberhand gewinnt?

Hier haben sich u.a. die folgenden Methoden bewährt:

  1. Autosuggestion

  2. Positive Selbstinstruktionen

  3. Konzentration auf Ihr Thema – und nicht auf die Angst

  4. Entspannungs- und Atemübungen

  5. „Einstimmen“

  6. Entwicklung von „Überlebensstrategien“ für schwierige Situationen und technische Pannen

  7. Eine gute inhaltliche Vorbereitung

  8. Sicherheit gewinnen durch “Üben“

  9. Autogenes Training

10. Progressive Muskelentspannung

11. Mentaltrainings

12. Verankerungsübungen

13. Eine positive Innere Haltung: zu Ihrer eigenen Person, zu Ihren Inhalten und zu Ihrem Auditorium.

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Foto von Bert Udo Koch
Antwort von Bert Udo Koch .
Geschäftsführer Ich-Konzept Herold

Grundlegend ist wichtig zu wissen, dass wir ein wenig Nervosität benötigen um bei einem Vortrag oder bei einer Präsentation unsere volle Leistungsfähigkeit abrufen zu können und zusätzlich hoch konzentriert sind. Denn ohne Nervosität schüttet der Körper kein Adrenalin aus, aber das Adrenalin benötigen wir für unsere volle Konzentrationsmöglichkeit. Ziel ist es daher nicht, Lampenfieber zu vermeiden, sondern es vielmehr als Potential nutzen zu lernen. Es gilt daher der Satz: Soviel Lampenfieber wie nötig, so wenig wie möglich. Und da sind wir beim zweiten Punkt: zuviel Lampenfieber zu reduzieren. Die Gründe können vielschichtig sein. Negative Glaubenssätze, oder die Angst sich zu blamieren oder Fehler zu machen. Dieser Punkt muß und darf jeder für sich selbst aufarbeiten. Auf meiner Homepage "www.ich-konzept.de" können Sie sich hierzu unter dem Menuepunkt "Werkzeuge" kostenlos pdf-Dateien herunterladen. Ich empfehle Ihnen die pdf-Datei "Lampenfieber ist gut" und die pdf-Datei "in der Ruhe liegt die Kraft".

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1 passende Publikation von Bert Udo Koch

Cover zu Lampenfieber
Foto von Andreas Franken
Antwort von Andreas Franken .
Geschäftsf. Ges., Präsentationscoach, Kommunikationsberater, Redenschreiber, Redakteur, Texter Akademie für Management-Kommunikation und Redenschreiben (AMAKOR GmbH) Bonn

Bereiten Sie sich sehr gut vor. Proben Sie Ihren Auftritt, bis er wirklich sitzt. Suchen Sie sich während der Präsentation 2-3 sympathische Gesichter, zu denen Sie sprechen, leiten Sie die angestaute Energie in Ihre Gestik - und sagen Sie nicht "Sorry, ich bin ja so nervös!"

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Cover zu 5 Tipps gegen Lampenfieber
Foto von Stefan Blum
Antwort von Stefan Blum .
Life Coach Coaching + Training + Beratung Duisburg

Grundsätzlich ist Lampenfieber eine (positive) Schutzreaktion des Körpers. Das Lampenfieber sollte allerdings nicht übermäßid groß sein und damit handlungsunfähig machen.

Bei der Minderung von Lampenfieber oder der Umwandlung in postive Emotionen hilft meines Erachtens am wirksamsten und schnellsten ein Coaching mit der wingwave-Methode.

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Foto von Nicola Schmidt
Antwort von Nicola Schmidt .
Inhaberin Image-Impulse Köln

Lampenfieber erhöht Ihre Konzentration und setzt Energien frei. Selbst professionelle Redner und auch Politiker haben Lampenfieber. Die Frage ist: Wie gehen Sie mit Lampenfieber um? Meine 3 schnellen Tipps:

1. Wenn Sie vor das Publikum treten, fangen Sie nicht direkt an zu sprechen. Nehmen Sie stattdessen Blickkontakt mit den Zuhörern auf. Blicken Sie auch in die Gesichter, die ganz weit links und rechts sitzen. Atmen Sie dabei bewusst im den Bauch. 

2. Bismarck hatte entsetzliches Lampenfieber. Er stellte sich seine Mitmenschen als Kohlköpfe vor... Auch eine Möglichkeit, wenn es zu Ihnen passt. Wenn Sie allerdings dabei loslachen, sollten Sie sich besser eine andere Methode suchen.

3. Sagen Sie sich: "Ich bin gut vorbereitet und gebe mein Bestes." Auch hier, tief in den Bauch einatmen. 

4. Immer Ruhe bewahren (ja, ja, einfacher gesagt als getan). Die Augen sollten keine hektischen Bewegungen machen, sondern ruhig wirken.

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Foto von Inge Trunk
Antwort von Inge Trunk .
Coach, Psychologische Beraterin pepp7 Personalpotenziale Oberhausen

Woher kommt dieser Druck?

 „ Aus meiner Sicht gibt es viele Gründe, die Lampenfieber wahrscheinlicher machen. Das sind z.B. Perfektionismus, Angst vor Blamage oder Angst davor, abgelehnt zu werden. Viele leiden auch unter einer Alters-Regression, das heißt, sie fühlen sich kleiner bzw. jünger, als sie in Wahrheit sind„, erklärt Michael Bohne. Ist das Selbstwertgefühl angeschlagen, stellen sich Selbstzweifel ein.

Was können Sie tun? Zunächst suchen Sie nach den sogenannten „Selbstwerträubern“. Es handelt sich um negative, selbstablehnende Gedanken. Nach der Analyse werden aus den Zweifeln selbstakzeptierende Sätze formuliert. Die belastenden Gefühle werden bei sich selbst beklopft. „Auch wenn ich dieses Problem habe, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“

Durch das Klopfen kann man bewusst wahrnehmen, dass die Gefühle sich merklich verändern. Die meisten nehmen eine Erleichterung wahr. Einige bemerken, dass negative Gefühle wie weggeblasen sind und können sich kaum noch erinnern, dass sie kurz zuvor noch verärgert, frustriert, verängstigt oder gestresst waren. Und einige spüren ganz einfach einen Rückgang der unangenehmen Gefühle. Durch das Erlernen der PEP®Klopfmethode können Sie sich selbst beruhigen.

Powersätze als Stärkung des Selbstvertrauens.  Nachdem durch die Klopfmethode die belastenden Gefühle und Glaubenssätze entschärft sind, empfiehlt Dr. Bohne eine stärkende Selbstaussage in Form einer bildhaften Affirmation als Ich-Aussage zu formulieren.  Konkret heißt das, Sie denken sich einen attraktiven Satz aus, der Energie, Zuversicht und Selbstvertrauen gibt und sich auch körperlich stimmig anfühlt. „Ab jetzt glaube ich an mich.“ Oder: „ Ab jetzt entscheide ich mich, an mich zu glauben.“  Wenn Sie den Satz laut aussprechen und acht Wochen zweimal täglich wiederholen, verankert sich das im Gehirn. (Bohne, Michael, Bitte klopfen! Anleitung zur Emotionalen Selbsthilfe. Carl-Auer 2011)

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