Welche Rolle spielt Talent, welche die Willenskraft für den Erfolg?

5 Expertenantworten: Foto von Christoph Schlachte Foto von Stefan Sillmann Foto von Martina Wirth Foto von Gabriele Lönne Foto von Detlef Kurt Wagner

Antworten:

Foto von Christoph Schlachte
Antwort von Christoph Schlachte
Inhaber CS Seminare Burgthann

Beides spielt sicherlich eine Rolle für den Erfolg. Dazu wichtiger erscheint mir die Möglichkeit Talent auszuprobieren zu können. Sicher geht es auch um Macht und Positionen. Da wollen - vielleicht auch sollen - die Talente mehr gestalten, oder? 

Viele "Talent Programme" scheitern an diesem Thema und dann verlassen die "Talente" die Organisation. Wie konkret sehen Entwicklungsmöglichkeiten in der Organisation aus (z.B. neue Aufgaben, Projekte, Herausforderungen - sicher nicht immer eine neue Fürhungsrolle) - vielleicht auch ohne "Talent-Programm"? 

Können, wollen und dürfen - müssen in der Organisation gegeben sein. Da spielt sicher die Geschäftsführung eine große Rolle.

Wie sehr dürfen Talente zeigen was sie können, in neuen Aufgaben und Projekten? Wie sehr gibt es Unterstützung (Mentor / Coach)?
Wie sehr ist es in der "alten" oder auch "neuen" Gruppe des Talents gewünscht, dass sich "Neues" tatsächlich entwickelt? 
Wie gut ist die Fehler- und Feedback-Kulter sowie die Fähigkeiten zum Diskurs zwischen dem Protagonist und den Führungsebenen?
Wie sehr dürfen "alte" Strukturen und Prozesse tatsächlich angefasst werden? 
Wie gerne wird Macht und Gestaltungsspielraum abgegeben? 
 

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.

3 passende Publikationen von Christoph Schlachte

Cover zu CHRISTOPH SCHLACHTE ÜBER NEUE ARBEITS­MODELLE
Cover zu Nur Management ohne gelebte “Führungs-Kompetenzen” bringt keine Innovation. Aus.
Cover zu Vertriebsleitung im B2B heißt meist nur Management von Zahlen; Leadership meist Fehlanzeige.
Foto von Stefan Sillmann
Antwort von Stefan Sillmann
Geschäftsführer FINMAREX UG Murnau

10% Talent, 90% Fleiss. Und Fleiss bedeutet dran zu bleiben. Immer wieder zu agieren. Immer wiederüberprüfen und verbessern. Willenskraft ist DIE tägliche Herausforderung unseres Lebens. Zumindest für die meisten von uns...

Errfolg ist relativ, doch meistens an etwas messbar. Persönliche, sportliche oder berufliche Erfolg können unterschiedlich bemessen werden. Je nachdem welche Ziele ich mir für welchen Bereich gesetzt habe. Was aber immer bleibt und überall gleich ist, nur die Willenskraft entscheidet am Ende darüber, ob ich auch dort ankomme, wo ich hin wollte.

Man sagt Willenskraft sein ein Muskel, den man trainieren muss. Ein Muskel würde bei kontinuierlichem Training immer stärker werden. Aber ganz ehrlich, ich habe das Gefühl, jedesmal wenn ich ein neues Ziel erreichen möchte beginne ich im Sinne der Willenskraft immer wieder von vorne. Anfangs großer Wille, im Verlauf der Aktivität lässt dieser 'Muskel' mal mehr und mal weniger nach.

Talent ist gut, um sich den Einstieg ein wenig leichter zu machen. Ich kenne aus dem Sport viele Beispiele, wo auch ohne großes Talent dafür mit umso mehr Willenskraft große Erfolge erzielt wurden.

Stefan Sillmann, Business Mönch

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.

Foto von Martina Wirth
Antwort von Martina Wirth
Wirtschaftstrainerin und -coach, GF coach4success Augsburg

Das Wollen ist der Motor für unser Handeln.

Talent allein reicht nur selten für den großen Erfolg - der Klassiker hierzu lautet: "Erfolg besteht aus 10 % Talent und 90 % Schweiß".

All unsere Talente setzen wir in der Regel auch nicht gleichermaßen ein; wenn wir genau hinschauen, haben wir nicht nur ein erfolgsversprechendes Talent. Wir sind alle vielfältig. Meist aus Bequemlichkeit oder weil wir für ein bestimmtes Talent gelobt wurden, konzentrieren wir uns auf dieses.

Andererseits "kann der Wille Berge versetzen", aber auch hier kennen wir unsere Grenzen. Oder anders ausgedrückt, aus einem Elefanten wird auch mit größter Willensanstrengung kein Schmetterling.

Erfolg erreichen zu wollen, egal mit welcher Profession und welchem Talent, bedeutet auch sich und sein Tun immer wieder ernsthaft zu reflektieren. Und auf dem Weg zum Erfolg entdeckt man oder entwickelt man das eine oder andere unbekannte Talent in sich selbst.

Aus meiner Sicht ist das Streben zu einem Ziel, das Wollen, entscheidend für den Erfolg.

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.

Foto von Gabriele Lönne
Antwort von Gabriele Lönne
Inhaber Mental Guard® ACADEMY Großheide

Talent ist Voraussetzung.

Willenskraft das falsche Wort. "Man muss nur wollen" wird landläufig gern gesagt, wenn jemand scheitert. Nein, wollen allein reicht nicht und kann beim verzweifelten Versuch in einen Burnout führen. 

Man muss können. Können heisst, dass mir das "liegt", was ich tue, dass es mich emotional positiv stimuliert und meine intrinsische Resilienz erhält, dass es mich intelektuell befriedigt und körperlich angemessen fordert. 

Die harmonische Verbindung von Begabung, Tätigkeit und Persönlichkeit ist das Geheimnis des Erfolgs.

Allerdings sind wir manchmal bei uns selbst betriebsblind. Dann kann die unterstützende Begleitung eines Coaches zeitweise nützlich sein.

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.

3 passende Publikationen von Gabriele Lönne

Cover zu NO GENDER ROLES
Cover zu Hauke und die fette Zwei
Cover zu "Soll ich wirklich...?
Foto von Detlef Kurt Wagner
Antwort von Detlef Kurt Wagner
Coach | Trainer | Berater Wagner Coaching | Training Leipzig

Talent und Erfolg:

Der Begriff Talent wird heute sehr umfassend genutzt, weil er eine saubere Definition im wirtschaft-lichen Umfeld von Anfang an hat vermissen lassen und vielfach als ein Synonym für Human Resources eingesetzt wird. In der Sportwissenschaft lässt sich der Begriff - je nach Disziplin - einwandfrei definieren. Mit Blick auf das so genannte Talentmanagement welcher den Terminus Nachwuchsförderung abgelöst hat, findet einerseits eine Verwässerung statt und andererseits werden offenbar die High- gegenüber den Low-Performern abgegrenzt. Ist Mc Gregor's XY-Theorie die Grundlage für dieses Wording und damit für diese Philosophie in den Unternehmen?

Talent und Erfolg haben sicherlich einen unmittelbaren Zusammenhang!

Talent hat unseres Erachtens in der heutigen VUCA-Welt der- od. diejenige MitarbeiterIn, die flexibel und situationsspezifisch sich des kompletten Kompetenzspiegels (Wertschöpfungs-, Fach-, Methoden, Sozial- und Selbstkompetenz) bedienen kann.

 

Wille und Erfolg:

Laut Erkenntnissen der Neurowissenschaft sollten wir die in unserem Gehirn festgelegte Ziel-hierarchie berücksichtigen, um ein Ziel mit Willenskraft zu erreichen:

1. Haltungsziel

Bevor Mitarbeiter oder Führungskräfte sich für etwas engagieren, benötigen sie eine starke Absicht (Volition). Ihre Haltung resultiert aus ihren bewussten Ressourcen. Sie fühlen sich mit diesen motivierenden Kraftquellen sicher und spüren, dass sie es schaffen werden.

2. Ergebnis- oder Sachziel

Erst wenn Mitarbeiter und Führungskräfte eine echte Absicht (Wille) spüren, können sie kognitive, an Fakten messbare Ziele zweifelsfreier formulieren und effektiv in Erfolge umsetzen.

3. Verhalten (Haltung kommt von Verhalten!)

Zum Beispiel die in unseren Schritten gemeinsam erarbeiteten Teamergebnisse zu Change Management wie ‚Roter Faden‘ für alle CM-Projekte, Fischgrät-Diagramme, To-do-Listen oder Wenn-Dann-Pläne werden konsequenter umgesetzt, weil sie auf einer ressourcenorientierten inneren Haltung basieren. Die innere Haltung 'alt' zu innerer Haltung ‚neu‘ ist hier ggf. der Erfolg bzw. der Wille zu einer Veränderung der Haltung.

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.