Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Energiewelt der Zukunft?

3 Expertenantworten: Foto von Ulrich Martin Drescher Foto von Ulrich Kämper Foto von Raik-Michael Meinshausen

Antworten:

Foto von Ulrich Martin Drescher
Antwort von Ulrich Martin Drescher
Organisationsberater, Moderationsexperte moderation.de Kirchzarten

Hallo, bisher waren Erzeuger und Verbraucher getrennt. Jetzt kommt es durch die Digitalisierung sehr rasch zu Prosumer-Plattformen und Strukturen, die in auch in kleinteiligen Netzen Erzeuger und Verbraucher schneller und einfacher zusammenbringen. Gleichzeitig wird durch die wachsende digitalisierte Vernetzung die Energiewelt der Zukunft aber auch anfälliger für Störungen und Sabotage, nicht nur im Software-Bereich. Ebenso werden die Märkte transparenter und denjenigen, die hier schneller in der Entwicklung von digitalen Handwerkszeugen sind, wirken zunächst höhere Gewinne. Als Aufsichtsrat eines bundesweiten Pionier-Stromversorgers begrüsse ich diese Entwicklungen.

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.

Foto von Ulrich Kämper
Antwort von Ulrich Kämper
Geschäftsführender Gesellschafter Gau-Algesheim

Mit smart-grid wird es intelligentere Energieverteilungsmöglichkeiten geben. Kleinräumige Verteilung spart Transportkosten und -Verluste. Die teure, schwerfällige und schmutzige Grundversorgung mit Strom aus Kohlekraftwerken ließe sich damit deutlich reduzieren.

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.

Foto von Raik-Michael Meinshausen
Antwort von Raik-Michael Meinshausen
Partner Stanton Chase Düsseldorf

Sicher wird die Digitalisierung auch gewissen Einfluss ("Auswirkungen") auf die "Energiewelt" haben. Im Segment (Sub-) Metering z.B. ist denkbar, wo große Datenmengen erfasst werden und diese "neu interpretiert" werden können durch Artifical Intelligence / Big Data Management / Business Intelligence und Cognitive Computing, dass es wertvolle Beiträge zum Thema Energie Effizienz geben kann. Das geht weiter im Bereich Hausautomation bis zur Steuerung von Passivhäusern. Auch sind neue Quellen der Energiegewinnung denkbar, z.B. durch den Zusammenschluss dezentraler Systene (wie z.B. smart hydro power oder EnerKite), in einer Cloud. Andrerseits erfordert Digitales immer auch Strom... Denn "virtuelles Reisen" kostet Energie. Allein eine einzige Anfrage bei der Suchmaschine Google kostet rund vier Watt Strom pro Stunde oder zwei Gramm CO2 Ausstoß. es gibt also viele Interdependenzen, eine allgemeine Einschätzung zu einem so komplexen Thema ist schwierig.

 

Loggen Sie sich ein um diese Antwort als hilfreich zu markieren.



Weitere Fragen zum Thema Energiemanagement