Was sollte Ihrer Meinung nach jeder über künstliche Intelligenz wissen?

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Antworten:

Foto von Silka Strauss
Antwort von Silka Strauss .
Eigner STRAUSS MEDIATION München

Die Begeisterung über die künstliche Intelligenz auf allen Gebieten ist groß. Ohne sie wäre unser (bequemes Leben) gar nicht mehr denkbar. Algorithmen bilden die Basis.

Nun haben Wissenschaftler bemerkt, dass sich Algorithmen untereinander unterhalten können. Sie haben eine Sprache entwickelt, die wir nicht mehr verstehen. Wissenschaftler denken sogar, dass KI ein Bewusstsein entwickeln kann. Die Zukunft ist nicht mehr Science Fiction. Sie ist da.

Und da wird es unheimlich. Wir können heute nicht abschätzen, was es für uns und unsere Zukunft bedeutet.

Sie beobachten uns, entscheiden über uns und unser Leben und manipulieren uns schon heute.

Banken lassen ihre Entscheidungen z.B. ob ein Mensch einen Kredit bekommt oder nicht von Algorithmen treffen. Schlimm ist, dass diese Beurteilungen nicht mehr nachvollziehbar sind.

Unsere immer größer werdende Bequemlichkeit, körperlich und geistig. hat einen hohen Preis.

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Foto von Bernd Weinhardt
Antwort von Bernd Weinhardt .
Weinhardt & Partner GmbH Obernkirchen

Wissen? Abgesicherte Gewissheit?

Die Möglichkeiten schießen ins Kraut. Bis hin zur selbstlernenden Künstlichen Intelligenz.

"Gott behüte uns vor dem perfekten Roboter".

Gibt es verlässliche Aussagen und/oder Prognosen?  

Verlässliche Informationen aufnehmen, ja. Eigene Vermutungen anstellen? Sich selbst verrückt machen? Wenn wir heute vielleicht 2 % oder sogar 5 % dessen wissen, was Künstliche Intelligenz ist und für die Zukunft sein wird, sind 98 % oder "nur" 95 % ungewiss. Welche Bereiche mit welche Konsequenzen, in welchem Ausmaß? Eine Aussage, die zu 95 % auf individuellen Vermutungen basiert; was soll daran Wissen sein (abgesicherte Gewissheit) ?

Entwicklungen abwarten.

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Foto von Bernd Röpke
Antwort von Bernd Röpke .
Bremen

1) Was versteht man darunter?

2) Wo ist sie einsetzbar und mit welchen Vorteilen?

3) Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden für die Anwendung?

4) Welche Risiken müssen beachtet werden?

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Foto von Barbara Landers-Schultz
Antwort von Barbara Landers-Schultz .
Geschäftsführerin Berlin

1. Was unter dem Oberbegriff "Künstliche Intelligenz" (KI) derzeit alles verstanden wird.

2. Im Ansatz zu verstehen, dass Optimierung und Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen derzeit noch überwiegend Gegenstand von KI  ist. Dieses sich aber in Zukunft je nach Geschäftsmodell auch sehr schnell ändern kann und KI nicht mehr nur als Optimierungstool verstanden wird, sondern nachhaltig eine Eigenständigkeit entwickelt, Bsp. chatbots, Digital Personal Assistants, Digital Smart Mobiles, Intelligent Robots.    

3. Das der Rohstoff "persönliche Daten" schon bei jeder Googlesuche  oder auch anderen Suchmaschinen erzeugt wird und nicht erst beim Posten, Bestellung von Waren oder Nutzung von Bezahlsystemen.

4. Im Ansatz sollten wir verstehen, dass es eine "kostenlose" Nutzung von digital Systemen nicht gibt.

5. Drei  Buchempfehlungen :

1. " The Four" - Scott Galloway

2. "Sillicon Valley" - Christoph Keese

3. "What to Think about machines that Think" - John Brockman

6. Am Ball bleiben und informieren!    

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Foto von Mark Thiel
Antwort von Mark Thiel .
Geschäftsführer führungs-kräfte.net Bochum

Jeder sollte wissen wozu KI dienlich ist. Wie kann ich diese Technik sinnvoll für die Menschheit nutzen? Besonders erfolgreich sind komplexe Systeme, in denen menschliche Syteme mit künstlichen Systemen wie KI zusammenarbeiten. Hier ist zum Beispiel der medizinische Bereich zu nenen, wo durch die Hinzunahme von künstlicher Intelligenz mehr menschen geheilt werden können.

Mit vorsicht zu genießen sind militärische KI-Systeme und und KI-Systeme, die die Muster der Daten von Menschen analysieren um sie dann zu manipulieren.

Es ist wie mit jeder Technik in der Menschheitsgeschichte, wenn ein guter Mensch sie benutzt kann etwas gutes dabei raus kommen, wenn ein schlechter Mensch sie benutzt kann etwas schlechtes dabei raus kommen.

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Foto von Dr. Wolfgang Schlaak
Antwort von Dr. Wolfgang Schlaak .
Inhaber, Geschäftsführer WADS Consulting Halstenbek

Naja, das ist schon eine schwierige Frage, auf jeden Fall sollte man sich in seinem Geschäftsmodell bewußt machen, welche Tätigkeiten durch Maschinen Learning und darauf aufbauend von KI ergänzt oder ersetzt werden können. Wer dies aktuell schon umsetzt, kann dann ggfs. hohe Margen durch höhere technische Automatisierung nutzen.

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Foto von Dr. Andreas Voigt
Antwort von Dr. Andreas Voigt .
Tätiger Inhaber Dr. Voigt Consult Dresden

... dabei nicht die menschliche Intelligenz und das individuelle Fithalten dieser zu vergessen!

M. E. wird künstliche Intelligenz nicht die Schwarmintelligenz der Menschen gänzlich ersetzen können.

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Foto von Michael Domsalla
Antwort von Michael Domsalla .
Inhaber KMTO Bad Zwischenahn

Man sollte zunächst wissen, das künstliche Intelligenz eine Vision ist. 
Das Thema ist Maschinenlernen, also "Intelligenz" auf Ebene von Software. Bis zu einer "künstlichen Intelligenz" werden noch viele Jahrzehnte vergehen. 

Dazu sollte man wissen, daß Algorithmen, die von Maschinen entwickelt werden, eine besondere menschliche Kontrolle benötigen, da in den Details unbekannt ist, was die Maschine macht. 

Maschinenlernen löst Probleme für Maschinen, deren Ergebnisse Einfluß auf das menschliche Leben haben. 

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Foto von Dr. Helmut Steigele
Antwort von Dr. Helmut Steigele .
Management-Coach / Berater - Krisenintervention CascadeIT Glattfelden
  • -Nach welchem Muster selbstlernende Systeme funktionieren
    • Gelenkt (Beginnparameter werden durch Mensch bzw. vom Menschen programmierter Logik gesetzt)
    • Frei
  • Auf welcher Datenbasis- oder Ausgangslage heraus diese Systeme arbeiten
  • Ob das System danach Entscheidungen und Schlüsse ziehen können, welche direkt auf den Benutzer durchschlagen (z. B. Accountsperrung, Blockieren einer Überweisung) oder ob es zu einem reinen Aufzeigen einer "Erkenntnis" kommt
  • Wie lange zurück das Gedächtnis des AI-Systems zurückreicht
  • Ob es für den Inhaber der AI möglich ist, das System komplett oder bis zu einem spezifischen Zeitpunkt zurückzusetzen und wieder neu zu starten
     

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Foto von Michael G. Richter
Antwort von Michael G. Richter .
Internationale Marketing- und Vertriebsberatung Internationale Marketing- und Vertriebsberatung Seekirch

Meine Meinung:

Es gibt keine künstliche Intelligenzt, sondern nur gut programmierte Computer, die mit extrem vielen Lösungen ausgestattet wurden - sodass damals selbst 'deep blue' einen Schachweltmeister beisiegen konnte. 

Und eine ernorme Geschwindigkeit - wie bei jedem Computer. -- aber eben auch extrem viel Vorbereitungsarbeit ...

Natürlich gibt es aber sog. 'selbstlernende' Systeme, d. h. aber das ihnen dennoch auch der Weg gezeigt werden msus, wie sie aus sich verändernden Verhältnissen neue Lösungen - bei vorgegebenen Rahmenbedingungen, denn Maschinen sind sonst einfach "dumm" - ergeben können.

DAS hat aber alles nichts mit "Intelligenz" zu tun, denn es gibt nur einen "Schöpfer", der UNS damit ausgestattet hat !!

Maschinen/Geräte sind und bleiben - 'dumm'.

Wie gesagt, Meine Meinung ;-) 

Have a nice weekend !

Michael Richter

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Foto von Diethelm Dahms
Antwort von Diethelm Dahms .
Geschäftsführer Speech & Phone GmbH Berlin

Alle sollten wissen, dass künstiche Intelligenz nicht schlauer oder dümmer als natürliche Intelligenz ist, sonder meist nur schneller. Mit allen Vor- und Nachteilen.

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Foto von Ralph Dalibor
Antwort von Ralph Dalibor .
Inhaber Dalibor.communications Bielefeld

Es gibt sie nicht!

Dass, was als "Künstliche Intelligenz" (KI) bezeichnet wird, ist immer noch nichts anderes, als von Menschen programmierte IT. Letztlich ist KI nichts weiter als eine Ansammlung von Daten und menschlichen Denkweisen. Ähnlich wie eine riesige Datenbank, in der viele Detailinformationen nach (vorgegebenen) Kriterien durchsuchbar ist. Ganz gleich, ob Schachcomputer oder selbstfahrender PKW: Die Software für diese Anwendungen wurde von Menschen erstellt und ist deshalb - unterm Strich - auch mit menschlichen Fehlern ausgestattet. Vielleicht weniger Fehler, weil viele Menschen versucht haben, Fehler in der Programmierung zu reduzieren. Dass das nicht klappt, belegen aktuell die beiden Abstürze von Boing-Flugzeugen, die (vermutlich) wegen Softwarefehlern abgestürzt sind. KI macht halt auch Fehler.

Vielleicht wird es in ferner Zukuft KI geben, die ausschließlich von Computern programmiert wurden. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich erleben will. Im Moment denke ich: Nein, kein Interesse!

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Foto von Thomas Holzer
Antwort von Thomas Holzer .
Inhaber Holzer Consulting Coaching Mediation Freiburg

Das hängt davon ab in welchem Business/Branche man aktiv ist. Das Feld der KI wird derzeit so breit n der (Fach-)Presse behandelt, dass man es nur schwer überblicken kann. Gegebenfalls kann man sich über Fach- bzw. Branchenverbände informieren, welche KI-Möglichkeiten in der Branche diskutiert werden.

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Foto von Dr. Leon Tsvasman
Antwort von Dr. Leon Tsvasman .
Lecturer & Advisor Bonn

„The fear of what is invisible.” Viele von uns haben eine unklare Meinung zu KI, oder, noch schlimmer, empfinden KI als vermeintlich irrelevant.
Mich erreichen zunehmend mehr Fragen zu unterschiedlichen Aspekten von KI, die wir mit dem speziell dafür berufenen Redaktions-Team gesammelt, systematisiert und ausgewertet haben.
Genau deshalb haben wir ein Buch veröffentlicht, das genau auf diese Frage eingeht. 
Im Buch machen wir KI sichtbar und zeigen ihre Relevanz für jeden von uns auf - mit Kapiteln zur Zukunft von Arbeit, Medien, Wirtschaft, Bildung, Kunst etc. für KI-Interessierte sowie KI-Regeln und AI-Thinking-Prinzipien für die KI-Profis.

"Leon Tsvasman deckt dabe die Wurzeln auf und baut die Verständnisbrücke zur inhaltlichen, systemischen Relevanz. Währenddessen greift Florian Schild die zeitliche und örtliche Relevanz auf. Beide Autoren plädieren für eine Urgenz, sich KI anzunähern. Damit sichtbar wird, was nicht erst noch kommt, sondern was da ist." (Sabrina Klein)

Der Leser erfährt in diesem Sachbuch Grundlagen und Anwendungsebenen von KI. In 4 Runden, 8 Diskursen und 8 Exkursen, in denen KI in Beziehung gestellt wird zu Themen wie Arbeit, Mensch, Bildung.

1.Runde "Grundlagen-Fokus" mit 2 Diskursen zum Verständnis und den Werten von KI.

2.Runde "Grundlagen-Spektrum" mit 1 Diskurs "KI & die Welt" und 8 Exkursen, die KI in Beziehung zu etwas beleuchten, KI & Mensch, KI & Verantwortung, KI & Bildung etc.

3.Runde "Anwendungs-Fokus" mit weiteren 5 Diskursen, zur Praxis und dem Weiterdenken.

4.Runde "Anwendungs-Komplex" zum heutigen Leben & unserer Potenzialität der heutigen Seins.


Ai-Thinking. Über die Bedeutung künstlicher Intelligenz. (Buch-Cover)
https://www.amazon.de/AI-Thinking-Vordenkers-Praktikers-künstlicher-Intelligenz/dp/3956505336


Im folgenden Blog werden wir regelmäßig über die interdisziplinäre Grundlagenaspekte von KI berichten - spannend und interaktiv.

https://www.aithinking.world

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Foto von Frank Täffner
Antwort von Frank Täffner .
BVMW Beauftragter Rhein-Main, Taunus HGFT Handelsvertretung Frank Täffner UG (haftungsbeschränkt) Weilrod

Künstliche Intelligenz wird zunehmend Tätigkeiten übernehmen.

Mit immer schneller wachsendem Tempo und immer ausgereifterer Technik.

Wer heute denkt, künstliche Intelligenz wird erst kommen, der irrt. 

Die Technik ist längst da und setzt sich zunehmend durch.

 

Für uns alle einfach zu verfolgen, bei dem Thema "autonomes fahren".

Die Möglichkeiten sind unerschöpflich.

 

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Foto von Sabine Hauswirth
Antwort von Sabine Hauswirth .
Inhaberin Sabine Hauswirth Consulting Rosenheim

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Technologie, die das menschliche Gehirn und somit menschliche Entscheidungsstrukturen versucht, nachzubilden. In Konsequenz bedeutet dies, dass KI in Form einer Maschine, eines Roboters, einer Figur in menschlicher Optik, Probleme versteht und bearbeitet und damit wie ein Mensch handelt. Diese neuronalen Netze, die durch künstliche Intelligenz nachgebildet werden, indem sie "denken" und analysieren quasi wie ein Mensch, werden Probleme lösen, die heute noch von Menschen gelöst werden.

KI ist eine Technologie, die jede bisherige technische Revolution in den Schatten stellt. Sie transfomiert unsere Welt, wie bisher noch nie. Sie wird unser Leben, beruflich wie privat, auf den Kopf stellen, wörtlich genommen.

KI wird, wenn wir uns dieser Technologie, idealerweise auch im Rahmen unseres Innovationsmanagements, nicht stellen, Unternehmen verschwinden lassen, wenn wir nicht aggressiv und adaptiv-situativ genug uns dieser Technologie stellen. Dies bedeutet auch, dass wir uns dieser Technologie so stellen, dass wir sie ins Unternehmen integrieren. Zur Kehrseite komme ich später. Dass Unternehmen, Branchen und somit auch Berufe, immer schneller sich verändern oder gar verschwinden, wird Alltag werden. Dahingehend wird daher auch Ausbildung, Schule, Lernen führen müssen - uns nich mehr nur auf auswendig Gelerntes und unnötige Wissensinhalte zu konzentrieren, sondern unsere Geschwindigkeit im adaptiv-situativen und kognitiven Lernprozess zu lernen und zu trainieren. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, holistisch und nur das zu lernen, was aktuell gebraucht wird. Auch dieser Fakt wird Bildungsträger, Universitäten & Co. vor bisher nicht geahnte Probleme stellen - plötzlich wird neues und tiefes Lernen mit ausschließlich aktuellem Hintergrund erforderlich. Basis-Lernen wird essentiell und alles, was on top kommt, muss sich anhand aktueller Wissensbedarfe ausrichten müssen. Diese sicherlich eher revolutionär ausschauende Meinung wird im Jahr 2030 so normal sein wie heutzutage der Englisch-Unterricht in allen Schulformen.

KI wird all jene Jobs, wo Menschen maschinenähnliche und routineähnliche Arbeiten ausführen, die Arbeit übernehmen. Und damit diese Jobs ersetzen. Wirtschaftsexperten rechnen damit, dass 90 Prozent der Arbeitsplätze zumindest tangiert werden. Fazit: KI betrifft daher uns alle. Wir können KI weder ignorieren, noch einfach so weitermachen wie bisher.

KI ist einer der am schnellsten wachsenden Trends. Dieser Trend ist noch kaum messbar, noch kaum bemerkbar für unser alltägliches Leben - im Hintergrund jedoch revolutioniert sie bereits unser aller Leben.

KI kann Fluch und Segen zugleich sein. Wie alle bisherigen wisschenschaftlichen Errungenschaften wird sie, je nachdem wie wir sie nutzen werden, Positives oder Negatives hervorbringen. Nicht nur der Innovator Elon Musk, sondern auch der bereits verstorbene Stephen Hawkings, haben ihre sehr starken Zweifel geäußert - wenn KI ausser Kontrolle gerät, wird sie die Menschheit und damit uns alle vernichten können.

Doch sprechen wir von den Vorteilen. Denn KI ist da, wird kommen und wird unseren Alltag revolutionieren. Also stellen wir uns dieser Technologie, indem wir sie positiv umsetzen.

Die gute Nachricht: KI wird die Fehlerhäufigkeit menschlichen Tuns aushebeln. Dort, wo höchst analytische Auswertungen erforderlich sind, kann KI eine Chance sein. Dort, wo höchst komplexe, schnelle und präzise Ergebnisse erforderlich sind, beispielsweise in der Heilbehandlung eines Tumors, wo die Intensität von Strahlen höchstkomplex von Physikern berechnet werden muss, kann KI schneller und genauer sein.

KI geht so weit, dass sie uns nun auch dazu zwingt, das Lernen zu überdenken. Dort, wo bisher in der Schule Auswendiglernen immer wieder Sinn machte, ist zukünftig adaptiv-situatives Lernen sowie ad-hoc und somit an der jeweiligen Aufgabe (TOPIC) zum jeweiligen großen Thema (PHÄNOMEN) orientiertes Lernen erforderlich. Dort, wo Schüler bisher einzelne Bereiche auswendig lernten, wird zukünftig holistisches Lernen von Anfang an und Lernen von der Natur erforderlich sein. Zugleich bedeutet dies, nicht nur wieder auf grundsätzliche Skills wie Schreiben von Hand (weil das vom Gehirn besser 'begriffen' wird) zurückzugreifen, sondern auch komplexere Skills wie Lernen von Programmieren, Codieren, Informatik im eigentlichen Sinn zu trainieren und zu lehren. Lernen wird wie im neu reformierten finnischen Schulsystem, dem sogenannten Lernen ausgehend von Phänomenen (phenBL),  nach Phänomenen und unterteilt in Topics, erfolgen müssen - weil genau diese Struktur unser Leben immer mehr bestimmen wird: alles ändert sich immer schneller und extremer und wir müssen uns auf die einzelnen Phänomene konzentrieren, darauf situativ eingehen können und jeweilig darin zu lernen. Im eigentlichen Sinne lernen wir Change und Innovation und unsere flexible Anpassung durch lebenslanges und aktuelles Wissen. Für eine Gesellschaft, die vor allem durch Konsum und zunehmende Verdummungsinhalte in TV, Medien und Co. geprägt ist, zunehmend schwer, darauf wirklich gut reagieren zu können.

Meine unterschiedlichen Publikationen zum adaptiv-situativen Training, dem IFG-Training (Innovations-Flexibilitäts-Geschwindigkeits-Training), möchte ich hier nur am Rande erwähnen. Das wird Zukunfts-Skill werden - in einer Konsumwelt jedoch unmöglich,  die Essenz und die Beschränkung auf wesentliche Informationen nicht kennt. Auch hier wird ein Umdenken und Umlernen (Breaking-the-Rules; Unlearning) zwingend erforderlich hin zu einem strategischen Reduktionsmanagement für jedermann. Ich nenne mein Konzept für Reduktionsmanagement symbolisch und alltagstauglich daher "Glück ist Knäckebrot". Der wissenschaftliche Hintergrund ist wie bei einem chemischen Reduktions-Vorgang: aus mehr wird weniger, es wird aus der Umwelt etwas absorbiert und zu weniger, einer Essenz im eigentlichen Sinne, reduziert:  Reduktion ist eine Reaktion bei der ein ein- oder mehratomiges Teilchen Ox ein oder mehrere Elektronen aufnimmt. Dabei bildet sich das Teilchen Red: O x   + ne−  →  R e d

Im Zeitalter von KI ist dies übersetzt: das Komplexe zu filtern, Wichtiges zu verinnerlichen, Im Ergebnis eine Vereinfachung herzustellen und so zu einer Lösung zu kommen. Komplexes filtern wir nur durch Reduktion und dem Zurücknehmen von Zuviel.

Hierfür müssen wir lernen, komplexe Fragestellungen in kürzerer Zeit zu bearbeiten. Dies können wir nur, wenn wir der Reizüberflutung entkommen sind. KI wird uns zusätzlich zwingen, unnötige Wissensinhalte erst gar nicht anzueignen - dazu haben wir keinerlei Zeit mehr. Wir kommen um die Essenz von allen möglichen (Lern-)Inhalten nicht mehr herum. Wir müssen also unsere Kinder dazu erziehen im Privaten wie im Öffentlichen Bereich (Schule, Bildung, Institutionelles Lernen), dass sie die Essenz hinter den Dingen erkennen und erzeugen. Dies wird uns auch wieder dazu bringen müssen, manche Dinge und Probleme im Try-and-Error-Modus eines Forschers Aufgaben zu beginnen, dann weiterzuforschen, dann zu analysieren, dann zu filtern und dann zu einem essentiellen Ergebnis zu kommen. Ich habe dies in meiner Entwicklungsformel 1+4= ONE alltagstauglich entwickelt und übersetzt für den regelmäßigen Gebrauch in Unternehmen & Co..

Die Essenz zu erhalten wird wesentlich sein, um schneller vorwärts zu kommen, ohne dabei auszubrennen. Und dabei zugleich unser Leben in ein Reduktionsmanagement zu bringen - nicht mehr dies und das und das und dies und auch jenes noch zu beachten, zu tun, zu wollen, zu müssen - nein: KI wird uns Menschen dazu zwingen, uns aufs Wesentliche zu konzentrieren, dabei vor allem unsere Kreativität lebenslang zu trainieren, weil das nach wie vor von KI nicht nachgebildet werden kann. Wir werden Kreativität trainieren, diese in Verbindung mit KI einsetzen- um gesund zu überleben und dabei Mensch zu bleiben.

KI kann eine Chance sein - sie wird für viele Wirtschaftszweige eine große Chance darstellen. KI zu stark reglementieren zu wollen, wird Innovation und damit Wachstum für große Wirtschaftsbereiche verhindern. Reglementierung wird dort not-wendig, wo KI ins Desaströse, Destruktive, Manipulative und damit für Mensch, Wirtschaft und Gesellschaft zerstörerische wirken wird.

KI wird zukünftif folgende Bereiche stark beeinflussen und positiv unterstützen:

  • Unterstützung in der Altenpflege
  • Unterstützung im medizinischen Bereich
  • Unterstützung in der (öffentlichen) Verwaltung
  • Unterstützung im Sport (z.B. für Schiedsrichter)
  • Unterstützung im Deep Learning (Weiterbildungs-Sektor)
  • Unterstützung im Bereich HR/Personalabteilungen
  • Unterstützung in vielen analytischen Bereichen (z.B. juristische Recherche für Rechtsanwälte)

KI wird aktuell bereits massiv von China und den USA eingesetzt. Europa steht noch etwas dahinter. Dies ist sicherlich auch gut so - dies ist zugleich eine Chance für Europa, KI einen Stellenwert im positiven Sinn mit entsprechender Reglementierung und Werte-Verbindung zu verhelfen.

Eines dürfen wir in dem Zusammenhang endlich erkennen: eine der wesentlichen Zukunfts-Skills von Mitarbeitern werden genau wegen des Hintergrunds KI folgende Skills sein:

  • Kreativität und damit einhergehend Ideen- und Einfallsreichtum sowie Flexibilität und schnellere Reaktionsgeschwindigkeit
  • Problemlösung komplexer Fragestellungen
  • Empathie und soziale Kompetenz

In Konsequenz bedeutet dies Wissensvermittlung für neue Technologien wie KI, gleichwertig neben Herzensbildung und Kreativitätsförderung. Beginnend in Elternhäusern, der Schule, fortgesetzt in den Unternehmen - lebenslang. Ich setze mich nunmehr seit fast 4 Jahrzehnten für die Bildung der Kreativität ein - weil sie nachweislich auch noch andere positive Faktoren mit sich bringt ausser Einfallsreichtum und Flexibilität. Und diese Eigenschaften werden zukünftig mehr denn je benötigt - Kreativitätstraining wird also nicht mehr weder belächelt  noch stiefmütterlich behandelt werden können. Es wird zwingender Bestandteil in Wirtschaft und Gesellschaft sein müssen, wollen wir als Menschen überleben im Zeitalter von KI und damit im Zeitalter von Industrie 4.0.

 

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Foto von Stefan Heinisch
Antwort von Stefan Heinisch .
Geschäftsführer CUSTOR Nürnberg

Künstliche Intelligenz (KI) wird in den nächsten 10 Jahren alle Unternehmen in einem bis dato weder gekannten noch vermuteten Maße verändern. Um diese Veränderungen zu überleben und idealerweise aktiv zu gestalten muss KI in Unternehmen nicht als primär technologisches Thema gedacht werden, sondern vor allem als zukunftsorientiertes und zukunftssicherndes HR-Themenfeld. Unternehmen bei diesem Wandel von Mind und Agenda Set und den damit verbundenen disruptiven Veränderung im Unternehmen zu unterstützen ist eine vorrangige Aufgabe von Beratungsunternehmen. Ein erster Schritt kann dabei sein, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens mit einem holistischen Analyseinstrumen, wie dem FutureCheck (http://custor.de/beratung/futurecheck/) auf den Prüfstand zu stellen.

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Foto von Gerda von Radetzky
Antwort von Gerda von Radetzky .
Geschäftsführerin Optimierung.Net München

Jeder an KI Interessierte sollte z.B. die Veröffentlichungen auf der Website des KIT (Karlsruher Institut für Technologie) verfolgen: http://www.kit.edu/.   Ein Beispiel ist die Arbeit im Verbundvorhaben PrognoNetz“ an selbstlernenden Sensornetzwerken, die die Kühlwirkung des Wetters anhand realer Daten modellieren. So lässt sich bei günstigen Bedingungen mehr Strom über die Leitung schicken."

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