Warum ist Unternehmenskultur für den Erfolg eines Unternehmens so wichtig?

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Antwort von Bruno R. Bandenburg
Vorstand im Ruhestand EuroConsult Bandenburg, Köln

Eine positive Unternehmenskultur, eine auf gegenseitiger Achtung basierende Diskussionskultur, ein gemeinsames Ziel, siehe auch Betr.VG § 2 (1), ist zuerst ein positiver Weg für spannungsarme Zusammenarbeit. 

Sie ermöglicht auch die nicht im Rampenlicht stehende Mitarbeiter zu ermutigen ihre Sicht der Dinge und Denkansätze zur Diskussion zu stellen. Diese Stillen sind meist nicht so in sich selbst verliebt wie die umjubelten Stars. Sie sehen die Dinge häufig ausgewogener, frei von direktem persönlichen Nutzen. Damit  kann ein auf Inovation und Mitarbeit angewiesenes Management auch die Ideen der weniger strahlenden Kollegen ohne Angst vor Blamage in die Gemeinschaftsleistung einfließen lassen. 

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Antwort von Gerhard Schlick
Inhaber CONSILIUM Collegium, Fellbach

Jedes soziale Gebilde (Firma, Organisation, Gruppe, Klub etc.) hat "eine" Kultur; bewußt / unbewußt / geschrieben / ungeschrieben. U. U. wird sie weder nach innen noch nach außen strukturiert kommuniziert.

Unter Unternehmenskultur versteht man die Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, die das Verhalten der Mitarbeiter aller Stufen und somit das Erscheinungsbild eines Unternehmens prägen.

Unternehmenskultur ist die Summe von Teilkulturen wie: Führungskultur, Organisationskultur, Kreativitäts- und Innovationskultur, Projektkultur, Kommunikations- und Informationskultur, Konflikt- und Fehlerkultur, Belohnungs- und Sanktionskultur, Team- und Gruppenkultur. Alle müssen aufeinander abgestimmt / kompatibel sein.

Ohne Unternehmenskultur wirkt ein Unternehmen nach innen und außen diffus bis wolkig. Niemand kann damit etwas anfangen; alles scheint unklar.  Ein Unternehmen mit Kultur erscheint dagegen als klar und konkret. Allerdings entsteht eine positive und starke Unternehmenskultur nicht von selbst. Sie muß fußen auf der Geschichte des Unternehmens / des Unternehmers, auf den spezifischen Besonderheiten und seinem Umfeld. Sie muß die Vision des Unternehmens wiederspiegeln, sie soll die Mitarbeiter einbinden und begeistern. Sie muß realisierbare Ziele vorgeben und sagen, warum und wie man sie erreichen will. Und weil kein Unternehmen "allein" auf der Welt ist, muß die Unternehmenskultur auch die anderen Akteure einbeziehen; in erster Linie die Kunden und deren Nutzen, aber ebenso die Aktionäre, die Lieferanten, die Nachbarn und die Ortsgemeinde, also alle Stakeholders. 

Eine derartige Unternehmenskultur garantiert zwar nicht den Erfolg, weil noch Vieles Andere dazu gehört, aber sie ist eine sehr gute und äußerst wichtige Voraussetzung. Sie hat keine Ewigkeitsgarantie, sondern muß behutsam und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Das ist harte Arbeit!

 

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Antwort von Klaus Steinseifer
Inhaber Die Steinseifer-Seminare, Hemmingen

Unternehmenskultur ist ein sehr dehnbarer und Begriff. Was ist Unternehmenskultur? Können Sie Ihrem Unternehmen eine Kultur überstülpen? Nein können Sie nicht! Beschäftigien Sie sich mit Ihrem Unternehmen und Ihren Inhalten und Aufgaben Ihres Unternehmens, mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dann können Sie die Unternehmenskultur erfolgreich einbinden.

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Antwort von Wolf Reiner Kriegler
Gründer und Geschäftsführer DEBA Deutsche Employer Branding Akademie, Berlin

Motivation kommt immer von Identifikation. Die entsteht, wenn sich Menschen mit Kultur und Identität der Firma identifizieren. Eine schöne Studie zum Zusammenhang zwischen Identifiaktion mit der Kultur und Leistungsbreitschaft sowie wiederum mit Unternehmenserfolg finden Sie hier:

„Mehr als 30% der Unterschiede im Unternehmenserfolg werden durch die Unternehmenskultur, insb. die Identifikation der Mitarbeiter, bestimmt.“

Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Arbeit: „Unternehmenskultur, Arbeitsqualität und Mitarbeiterengagement in den Unternehmen in Deutschland“, 2008

Employer Branding setzt bei der Unternehmenskultur an. Auf ihrer Grundlage, ergänzt durch die Sollperspektive des Top-Managements, positioniert sich das Unternehmen als Arbeitgeber. So entstehen Arbeitgebermarken, die echte Identifikationsangebote nach innen sind. Sie stärken damit Identifikation und somit Leistungsmotivation. Nach außen in den Arbeitsmärkten schenken Sie Orientierung darüber, ob jemand in diese spezifische Unternehmenskultur passt oder nicht.

Beste Grüße

Reiner Kriegler

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