Verändert der Brexit das Anlageverhalten von Kapitalanlegern?

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Antworten:

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Antwort von Sabine Hauswirth
Inhaberin Sabine Hauswirth Consulting, Rosenheim

Das Anlageverhalten ist immer äußeren Einflüssen ausgesetzt. Ob es der Brexit war oder ob es 9/11 war oder sonstige Krisen oder Ereignisse. Aber auch hier gilt wieder, dass nichts pauschal bewertet werden kann, da jeder Anleger oder jede Anlegerin individuell reagiert: die einen kommen bei Krisen erst richtig auf Hochtour, und die Anderen verkriechen sich im Mauseloch, um dann erst wieder herauszukriechen, wenn es die Masse tut. Dass dies manchmal genau der falsche Ansatzpunkt ist, ist auch bekannt, jedoch menschliches Verhalten. Nichts scheut der Mensch so sehr wie Verlust oder Negatives. Mehr als er Gewinn positiv fühlt. Man nennt dies auch Verlustaversion.

In der Neuro-Ökonomie wird hier schon sehr viel darüber berichtet, wie generell das Verhalten bei (finanziellen) Kauf- und Anlageentscheidungen beeinflusst wird.

Ob es nun der Brexit ist, der sehr viel Einfluss nimmt, wage ich zu bezweifeln. Aber generell gehe ich davon aus, dass die ökonomische Zukunft von vielen Menschen und auch Anlegerin negativ beurteilt wird, und auch für Europa nicht ganz zu Unrecht, sodass der Brexit nur eines von manchen Faktoren in der Beeinflussung von Anlageverhalten ausmachen dürfte.

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Foto von Rudolf Nikolaus Kellermayr
Antwort von Rudolf Nikolaus Kellermayr
, Graz

Ja, sicher wird der Brexit dass Anlageverhalten verändern. Neue Möglichkeiten der von Spekulations geneigten Veranlagungen tun sich auf. Bestehende Investments, die UK-Risiken beinhalten, werden neu zu beurteilen sein.

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Antwort von Hakan Canpolat
Prokurist und Leiter der Buchhaltung, Wien

Der Brexit wird nicht ganz die Kapitalanlagen ändern können, es wird so sein dass bestimmte Steuern kommen könnten. Diese Steuern können für Änderungen veranlassen. Ansonstens wird es keine Veränderungen geben.

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Antwort von Gerald Glasauer
Geschäftsführer, Obersulm

Sofern die EU mit Großbritannien eine Regelung zur  Besteuerung findet, die der jetzigen entspricht, wird der Brexit das Anlageverhalten von institutionellen Investoren nicht wesentlich beeinflussen.

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Antwort von Hans Herrmann
Geschäftsführer HMC Market Consulting, Michelstadt

Nein. Die Brexit-Verhandlungen werden sich über die nächsten 2 Jahren noch hinziehen. Diese werden auch keinen Einfluß auf die Geldpolitik der EZB haben. Wie sich auch durch den neuen Präsidenten der USA gezeigt hat, sind die befürchteten Nebenwirkungen auf die Finanzmärkte der Welt erstmal ausgeblieben.

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Antwort von André Heidecke
Direktor, Butzbach Kirch-Göns

Es verändert nicht das Anlageverhalten der Anleger, allerdings schon das Verhlaten bzw. die Auswahl aktiver Fondsmanager Ihrer Aktien oder Bonds. Bzw. wenn Großbritannien bisher ein großer Bestandteil einen Portfolios war, wird sich der Fondsmanager einzelne Titel genauer ansehen. Nicht nur die, die in Großbritannien ansässig sind, sondern die, die in GB den Großteil Ihres Gewinne verdienen.

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Antwort von Oliver Velleman
TÜV-SÜD zertifizierter Berater für die betriebliche Altersversorgung A.S. Assekuranz Service GmbH, Grünwald

Langfristig wird der Brexit Einfluß auf die Kapitalanlage haben. Das fängt bereits mit den Umzügen der Banken in die EU Zone an! Gleichzeitig werden die bestehenden EU-Arbeitnehmer einen Mehraufwand zum reibungslosen Verbleib in England aufwenden müssen.
Werden diese Unternehmen in England bleiben?
Diese gesamten Umstände werden einen Einfluß auf den Geld- und Kapitalmarkt haben und sich auf die Kapitalanlage auswirken

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Foto von Fabian Baumheuer
Antwort von Fabian Baumheuer
Inhaber, Hamburg

Mit Sicherheit. Das war die Tage bereits festzustellen, als die Meldung über den Ticker ging, dass das Parlament nochmals über den Brexit abstimmen darf. Eine kurzzeitige Euphorie beflügelte durchaus den einen oder anderen Wert. Die Verhaltensänderung dürfte sich allerdings auf solche Anleger konzentrieren, die auch unmittelbar mit britischen Unternehmen oder Banken Geschäfte machen. Der eine oder andere wird sein Portfolio sicher nach entsprechenden Werten durchforsten, um ggf. Risiken zu reduzieren. Andere sehen im Brexit auch durchaus Chancen.