Sind die Themen „Trennungsmanagement“ und „Trennungs-Kultur“ in Zeiten von Industrie 4.0 und Fachkräftemangel überhaupt noch relevant?

Antworten:

Antwort von Sabine Mertens

Wie sich ein Unternehmen von seinen Mitarbeitern trennt, ist beredter Ausdruck gelebter Firmenkultur. Selbst in einem Trennungsprozess kann man Wertschätzung gegenüber den zu verabschiedenden Mitarbeitern für die geleistete Arbeit äußern. Fehlt diese Anerkennung, wirft das ein schlechtes Licht auf die bisherige Zusammenarbeit. Die Atmosphäre der Trennung ist ebenso stilprägend für den Ruf, der hinausgetragen wird, wie für das Verhalten der verbleibenden Mitarbeiter, ihre Moral bzw. Motivation und Loyalität. Wer sich auf einem sinkenden Schiff wähnt und andere erleichtert vondannen ziehen sieht, geht vielleicht bald selbst hinterher. Zuguter Letzt: man sieht sich tatsächlich immer zweimal im Leben. Geschäftliche Verflechtungen tragen das Image eines Unternehmens potentiell bis ans andere Ende der Welt. Eine einvernehmliche Trennung ist immer erstrebenswert. 

Oh ja! Was man verstehen muss: Ein qualitativer Personalumbau ist eine kontinuierliche Managementaufgabe.  Jedes Jahr aufs Neue. Somit stehen auch Qualifizierungen, Versetzungen und Trennungen an. Ziel ist doch: Der richtige Mensch zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Gerade bei Fachkräftemangel ist es unverzichtbar, dass jeder vorhandene Mitarbeiter entsprechend seinen Fähigkeiten beste Leistung erbringt. Kann er nicht, oder will er nicht, so ist aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, dem Unternehmen ausgesetzt sind, ein „Austausch“ unumgänglich. Demzufolge kommt es zu Trennungen, die unbedingt professionell abgewickelt werden müssen, damit im Team kraftvolle Motivation erhalten, das Image des Unternehmens gewahrt bleibt – und die Personal-Akquisition glatt läuft.



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